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Vorfreude auf die Rennen in Berlin

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Er hofft in Berlin auf eine gute Leistung bei der Deutschen Meisterschaft: der Inzeller Franz Mayerbüchler. (Foto: Wukits)

Jetzt geht es in Berlin zur Sache: Für die deutschen Eisspeedway-Piloten geht es am heutigen Donnerstag (ab 17 Uhr) um die Deutsche Meisterschaft. Zudem sind gleich vier von ihnen anschließend am Samstag und Sonntag im Hauptfeld beim Grand Prix dabei, hinzu kommen noch zwei deutsche Reservefahrer.


Klarer Favorit bei der DM ist Titelverteidiger Günther Bauer. Der Schlechinger überzeugte zuletzt im Grand Prix und nimmt in der WM-Gesamtwertung den 8. Platz ein.

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Gute Chancen auf einen Podestplatz rechnen sich die zwei weiteren deutschen Piloten aus, die im Grand Prix fest dabei sind: Max Niedermaier (Edling) und Hans Weber (Schliersee). Niedermaier war zuletzt dreimal in Folge Vizemeister geworden. Da er sich zuletzt auch bei der Europameisterschaft gut in Form präsentierte und in der WM meist vor Weber lag, ist ihm die Silbermedaille auch diesmal wieder zuzutrauen.

Zumal in Stefan Pletschacher (Ruhpolding/DM-Dritter der vergangenen beiden Jahre und Titelgewinner 2014) – der sich ja sportlich für den Grand Prix qualifiziert hatte – ein absoluter Spitzenfahrer verletzt ausfällt. Auf eine vordere Platzierung hofft auch Markus Jell (Altfraunhofen), der mit guten Leistungen bei einigen Vorbereitungsrennen überzeugt hatte.

Zeitweise stark hatte sich auch Günther Bauers Sohn Luca Bauer präsentiert. Doch in den vergangenen Wettkämpfen lief es nicht mehr richtig für den 18-Jährigen. Auch bei der EM in Ufa (Russland) »war es im Training noch gut – und im Rennen dann wie zuletzt gehabt«, sagt er – sprich: nicht nach Wunsch. Daher »will ich vor der Deutschen Meisterschaft auch nicht zu viel erwarten«, so der DM-Fünfte des Vorjahres.

Er wurde übrigens auch per Veranstalter-Wildcard als vierter deutscher Pilot für das Grand-Prix-Hauptfeld in Berlin nominiert. »Ja, es ist schon schade, dass gerade jetzt die Form nicht passt«, bedauert er. Doch auf jeden Fall sei die Teilnahme am Grand Prix »wieder eine gute Chance, etwas dazuzulernen.«

Zu den neun deutschen Piloten im Feld der 16 Fahrer, die in Berlin zur Deutschen Meisterschaft antreten, gehört auch der junge Inzeller Franz Mayerbüchler. Er konnte heuer kaum an Rennen teilnehmen.

Kurz nach Weihnachten verletzte er sich beim Motocrossfahren etwas am Knie, und so konnte er Anfang Januar, als er noch Zeit gehabt hätte, nicht an Eisrennen teilnehmen. Ab Ende Januar standen dann in seinem Studium (Maschinenbau) viele Prüfungen auf dem Programm – und diese hatten natürlich Vorrang.

Immerhin konnte er dann noch an zwei Renntagen der tschechischen Duo-Meisterschaft teilnehmen. »Das war für mich dann mein Training unter Rennbedingungen«, so der Inzeller. Dabei »konnte ich mich am zweiten Tag schon gut steigern.«

Das macht ihm Mut für die Deutsche Meisterschaft, auch die Verletzung ist weitgehend ausgeheilt. Dennoch: Eine Prognose für die DM könne er angesichts der fehlenden Fahrpraxis nicht wirklich abgeben, betont Mayerbüchler. Fest stehe aber: »Das Material passt ganz gut, und ich bin gut motiviert. Mal sehen, was dabei rauskommt.« who