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Vorfreude auf die kommende Saison

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Sie bilden das Trainerteam für die Schülerbiathleten in Ruhpolding (von links): Andreas Fichtner, Martina Seidl und Ludwig Güntner. (Foto: W. Hohler)

Für die Schüler-Biathleten aus der Region hat die Vorbereitung auf die kommende Saison begonnen – und das mit einem neuen Trainerteam: Hatte bislang Alexandra Grießenböck (jetzt beim Deutschen Skiverband in der Marketing GmbH aktiv) das Team geleitet, sind nun am Stützpunkt in Ruhpolding drei Trainer zuständig, die sie schon in der vergangenen Saison unterstützt hatten. Dies sind Olympiasiegerin Martina Seidl (Ruhpolding), Andreas Fichtner (Traunstein) und Ludwig Güntner (Ruhpolding). Zudem betreut in Berchtesgaden weiterhin Gerd Schelble die Kinder.


»Im Sommer trainieren sie hauptsächlich vor Ort (zum Beispiel am Silberg und in Scharitzkehl), später in der Saison kommen sie dann auch öfter zu uns nach Ruhpolding – und bei den Wettkämpfen treten wir dann sowieso gemeinsam auf«, erläutert Fichtner. Denn nur gemeinsam könne man die erhoffen Fortschritte erreichen für die insgesamt rund 20 Kinder.

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Wöchentlich im Normalfall vier gemeinsame Einheiten

Derzeit stehen für den Nachwuchs – vorwiegend in der Ruhpoldinger Chiemgau-Arena – vier gemeinsame Trainingseinheiten auf dem Programm. Im Normalfall bedeutet dies dienstags und freitags vorwiegend Komplextraining (Skirollern und Schießen), mittwochs stehen eher Stabilisationsübungen und Technik auf dem Programm, samstags längere Ausdauertouren.

Die Stabilisationsübungen sind besonders für das Gleichgewicht wichtig – und das wiederum sehr stark für das Gleiten und das Schwungholen auf einem Bein. Daher »bekommt ihr von uns diese Übungen auch als Hausaufgaben mit. Bei jedem 'Stabi-Training' wird dann abwechselnd jeder von euch mal diese Übungen vorführen«, erklärte Fichtner seinen Schützlingen.

Zur Schulung des Gleichgewichts und des sicheren Skilanglaufens wird auf den Rollern auch zwischen klassischer Technik und Skating abgewechselt. »Es gibt sogar einen Wettbewerb im Deutschen Schülercup auf Klassik-Rollern«, betont Fichtner. Als weitere Übungseinheit ist auch Radelfahren geplant – entweder montags oder donnerstags individuell, »aber wer das nicht schafft, kann das natürlich auch mit der Familie am Sonntag machen«, lacht Fichtner.

Insgesamt steht in der ersten Vorbereitungsphase bis Ende Juni die Grundlagenausdauer im Vordergrund, danach erhält das Komplextraining einen höheren Stellenwert. Zudem gibt es als Höhepunkt für die Kinder auch vom 28. bis 30. Juni ein Sommertrainingslager in Ramsau am Dachstein.

Immer wichtig bleibt aber: Das Schießen muss regelmäßig gut geübt werden. Zwar schießen die Schülerklassen mit dem Luftgewehr und später die Jugend und Erwachsenen mit dem Kleinkalibergewehr, aber: »Die grundlegenden Abläufe sind sehr ähnlich«, betont das Trainertrio. Das heißt, wie man sich am Stand verhält, Atmung, in den Anschlag gehen und solche Dinge sind immer ähnlich, und daher sollen die Kinder auch zu Hause öfter im »Trockentraining« dafür üben. Dass dies viel Disziplin erfordere, ist den Betreuern klar. Das wichtigste Grundprinzip beim Schießen aber sei immer: »Treffergenauigkeit vor Schnelligkeit«.

Derzeit erarbeitet das Team die konditionellen eher im Grundlagentraining und spielerisch, wobei hier die Intensität noch deutlich niedriger ist als bei der Jugend. Dennoch stellt Fichtner klar: »Das hier ist schon sehr leistungsorientiertes Training.« Aber es soll eben altersgerecht sein.

Schnuppertraining am heutigen Freitag

Junge Sportler, die sich für die Abläufe beim Biathlon interessieren, haben am heutigen Freitag ab 16 Uhr die Möglichkeit, in der Ruhpoldinger Chiemgau-Arena an einem Schnuppertraining teilzunehmen.

Dieses ist geeignet für Kinder der Jahrgänge 2005 bis 2008. Im Anschluss gibt es noch eine Informationsveranstaltung, bei der alles rund um den Sport wie Trainingsgebühr, Waffenausleihe und Trainingsaufwand erklärt wird. Zudem beantworten die Trainer Fragen rund um das Schülerbiathlon. who