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Vorfreude auf das Wiedersehen mit Robert Berg

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Er befindet sich laut Kirchanschörings Trainer Sepp Aschauer derzeit in aufsteigender Form: Michi Obermeier (gelbes Trikot). (Foto: Butzhammer)

Dass die Kirchanschöringer Fußball-Familie sich auf das heutige Derby beim SV Erlbach extrem freut, steht spätestens seit dem Aufstieg der Holzland-Truppe fest.


Der Grund: Die Hausherren werden vom ehemaligen SVK-Erfolgstrainer Robert Berg trainiert, der sowohl »Anschöring« als auch den SVE in die Landesliga geführt hat.

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Dass das heutige Match (Anstoß im Waldstadion ist um 17.30 Uhr) aber zugleich das Spitzenspiel der zehnten Runde in der Landesliga Südost werden würde, davon hatten viele Anhänger beider Lager zu Saisonbeginn nicht einmal zu träumen gewagt.

Robert Berg sieht zumindest die SVK-Teilnahme an einem Spitzenspiel in dieser Phase der Saison als »normal« an. »Ich habe schon vor der Saison gesagt, dass Dachau, Freising und Kirchanschöring eine gute Rolle spielen werden. Der SVK ist eine gewachsene Landesliga-Mannschaft und hat mit Patrick Mölzl, den ich im Prinzip auch nur aus dem Fernsehen und von meiner Beobachtung des Ergolding-Spiels kenne, einen Qualitätsschub bekommen.«

Auch die Erlbacher haben bekanntlich mit Ronald Schmidt einen Ex-Profi verpflichtet, der übrigens fit ist und im bisherigen Saisonverlauf nur ein einziges Mal passen musste (beim 2:0 vor 14 Tagen gegen Waldkirchen wegen einer Zerrung).

Berg erwartet ebenso wie sein »Anschöringer« Kollege Sepp Aschauer »ein Duell auf Augenhöhe.« Zumindest offiziell gibt er an, dass er beim prestigeträchtigen Wiedersehen mit dem SVK schon mit einem Punkt zufrieden wäre. »Damit könnten wir leben«, so Berg. Aschauer geht davon aus, »dass Kleinigkeiten dieses Derby entscheiden werden, und darauf müssen wir uns einstellen.«

Auch für den Kirchanschöringer Übungsleiter, der ja gemeinsam mit Uli Habl für die Truppe verantwortlich zeichnet, ist das Treffen mit Berg »etwas ganz Besonderes. Wir haben ja vor vier Jahren gemeinsam beim SVK in der Bezirksoberliga gespielt, als ich damals Trainer der 'Zweiten' war und einige Male in der 'Ersten' aushelfen durfte.«

Für Sentimentalitäten dürfte heute während der 90 Minuten aber kein Platz bleiben – es wird ordentlich zur Sache gehen im Waldstadion.

Bei den Gastgebern kann Robert Berg trotz »zwei oder drei Wackelkandidaten« eine schlagkräftige Mannschaft aufbieten. Kapitän Christoph Jäger, bei »Standards« ebenso wie Michael Schreiner ziemlich torgefährlich, ist wieder fit. Auch Christoph Riedl und Hannes Maier (18 Tore in der vergangenen Bezirksliga-Saison), der zuletzt einen kleinen Durchhänger hatte, brennen auf ihren Einsatz. Für beide kommt ein Platz im Offensivbereich in Frage.

Mit Lukas Kuhn, Andreas Huber und Christoph Popp (traf vergangene Woche beim 5:1 in Pfarrkirchen doppelt) fallen nur drei Akteure aus, wobei Popps Fehlen – er steht bis Winter nicht mehr zur Verfügung – schon ein bisschen ins Gewicht fallen könnte, denn der Neuzugang vom SV Mehring hat beim SVE prächtig eingeschlagen.

Bei den Gästen fällt Florian Hofmann (Innenbandprobleme) aus, dafür kehrt Maxi Sturm nach überstandener Patellasehnenreizung wieder in die Stammformation – genauer gesagt in die Viererkette – zurück. Letztmals passen muss Maxi Willinger, der nach seiner Rotsperre aus dem Gerolfing-Spiel und nach seinem Urlaub kommende Woche wieder in den Trainingsbetrieb einsteigt.

In der nächsten Heimvorstellung gegen den TSV Waldkirchen (Samstag, 14. September, 15 Uhr) steht »Willi« wieder zur Verfügung. Dagegen fehlt mit Albert Eder (Weltreise) ein Innenverteidiger längerfristig, was man im SVK-Lager aber seit Monaten weiß, sodass man entsprechend planen konnte.

»Auf dem aufsteigenden Ast« sieht Sepp Aschauer Patrick Mölzl, Christian Heinrich und Michi Obermeier. Man darf also gespannt sein, wer von diesem Trio in der Startformation auftaucht. »Alle drei haben in dieser Woche hervorragend trainiert«, freute sich Aschauer, der sich in erster Linie mehr Durchschlagskraft wünscht wie am vergangenen Samstag beim 0:3 gegen den TSV Dachau 1865.

Insofern stellte dieses Match auch nicht die ideale Plattform für ein gelungenes Comeback von Christian Heinrich dar. Immerhin kam der Offensivspieler etwa 20 Minuten lang zum Einsatz. Diesmal möchte er – vor sicherlich toller Kulisse im Holzland – einen Beitrag dazu leisten, dass der SVK nach vier Spielen ohne Sieg (inklusive Pokal-Auftritt gegen den BCF Wolfratshausen) endlich wieder drei Punkte macht... cs