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Vorfreude auf das »Sommereis« in Inzell

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Auch in diesem Jahr gibt es wieder Sommereis in Inzell. Unser Bild zeigt den Beginn eines Rennens im Massenstart. (Foto: S. Huber)

Drei Schwerpunkte waren auf der Jahreshauptversammlung des DEC Inzell Thema. So ging Vorsitzender Hubert Graf in seinem Rückblick auf die vielen Wettkämpfe an 23 Wochenenden in der Max-Aicher-Arena ein. Auch einen Vorgeschmack auf das Sommereis (ab 29. Juni) mit dem Höhepunkt der Deutschen Meisterschaften (25./26. Juli) gab Graf.


Letztendlich war auch die Münchner geplante Olympiabewerbung 2022 und die Rolle Inzells Thema. In diesem Konzept spielen Inzell und die Max-Aicher-Arena keine Rolle. »Damit habe ich gerechnet, schließlich will München eine Halle, das ist Olympia«, sagte Graf. Er fügte hinzu: »Die Teams kommen, falls es zu einer Austragung der Spiele kommt, eh zum Training nach Inzell und fahren dann zu den Wettkämpfen nach München. So ist Inzell international dabei und verdient auch noch Geld. Schließlich bezahlen die Nationen mit ihren Sportlern ja auch Hallenmieten und Quartierskosten.«

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In seinem Jahresbericht lobte Graf die Erfolge im Eisschnelllaufen, allen voran die von Moritz Geisreiter. Dieser hätte es beim Heimweltcup in Inzell beinahe aufs Stockerl gebracht. Herausragende Wettbewerbe seien der Weltcup der Senioren, das Senioren-Masters und der Junioren-Weltcup gewesen. »Mit dem Junioren-Weltcup wollten wir ein Zeichen setzen, niemand wollte den eigentlich ausrichten. Am Ende haben wir wie erwartet, draufgezahlt«, merkte Graf an. In der neuen »Eiszeit« wird es diesmal an 28 Wochenenden Wettkämpfe geben. Ein Weltcup, drei deutsche Meisterschaften und 14 Internationale Rennen stehen an. Dies sei eine große Herausforderung für die ehrenamtlichen Helfer. In Sachen »Sommereis« sieht Eisschnelllauf-Bundestrainer Markus Eicher großen Handlungsbedarf. Man müsse vor allem die deutschen Meisterschaften massiv bewerben. Schließlich hatten sich die Sportler fast einstimmig für Inzell ausgesprochen.

Eigentlich wäre Inzell turnusgemäß mit dem Sommereis in Deutschland überhaupt nicht an der Reihe gewesen. Letztendlich waren auch die Kosten für die DESG entscheidend, den Zuschlag an die Max-Aicher-Arena zu geben.

In diesem Zusammenhang appellierte Graf auch an die Vermieter im Ort. Man profitiere zwar von den Gästen, merke aber nicht oder wolle nicht merken, was da geboten ist.

Ein wichtiger Bestandteil in der Nachwuchsarbeit beim Eisschnelllaufen ist der Schulsport mit Ruhpolding und Inzell. Hier forderte Markus Eicher, dass sich der große Aufwand mehr lohnen müsse. »Wir müssen nun den nächsten Schritt machen und schauen, dass da mehr Sportler hängen bleiben.«

In diesem Zusammenhang bemerkte Hubert Graf, dass die Anzahl der Kadersportler für Inzell immer wichtiger würden. Derzeit habe man fünfzehn. In diesem Zusammenhang soll auch die Zusammenarbeit mit der Christophorus-Schule in Berchtesgaden ausgebaut werden. Derzeit besuchen vier Inzeller Kufenflitzer die Schule, um so den Sport und den Unterricht besser unter einen Hut zu bringen.

In ihrem Kassenbericht bemerkte Petra Lorenz, dass sich Einnahmen und Ausgaben die Waage halten würden. Viele Kosten würden vom Förderverein »Vision Ice« aufgefangen. Erfreulich sei der Anstieg der Mitglieder. 2009 waren es knapp über 600, durch den Hallenbau ein Jahr später ging die Zahl auf 540 zurück. Nachdem die Halle fertig ist, steht der DEC aktuell bei 618 Mitgliedern. SHu.