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Vorfreude auf das Heimrennen

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Julian Erhardt war mit seinem fünften Platz bei der Challenge Heilbronn sehr zufrieden. (Foto: Erhardt)

Die Formkurve von Julian Erhardt zeigt weiter nach oben: Der Überseer Profi-Triathlet hat bei den Deutschen Meisterschaften über die Mitteldistanz bei der Challenge Heilbronn einen hervorragenden 5. Platz erreicht! Zum Saisonauftakt ist der 27-Jährige bei der Challenge Riccione ja Siebter gewesen (wir berichteten). »Mit der Platzierung in Heilbronn bin ich wirklich sehr zufrieden«, betonte Erhardt im Gespräch mit unsrer Zeitung. »Es haben alle drei Disziplinen diesmal sehr solide geklappt. Darauf lässt sich aufbauen.«


Den Sieg beim Rennen der Männer sicherte sich Sebastian Kienle. Der Ironman-Weltmeister von 2014 benötigte für die 1,9 km Schwimmen, 84,1 km Radfahren und 21 km Laufen 3:45:41 Stunden. Zweiter mit 2:41 Minuten Rückstand wurde Florian Angert aus Weinheim. Erhardt, der für Triathlon Grassau startet, kam in 3:55:36 Stunden ins Ziel.

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Dabei verlangte gleich das Schwimmen im rund 14 Grad kalten Neckar den Triathleten alles ab. »Das Wasser war wirklich ziemlich kalt, richtig unangenehm«, berichtete Erhardt. Er kam in einer größeren Gruppe gleich hinter dem Führungstrio aus dem Wasser raus. »Den Wechsel habe ich dann extrem schlecht gemacht«, ärgerte er sich. »Die Wechselzone war sehr eng, zudem mussten wir extrem weit laufen.«

Als Letzter der Gruppe verließ er deshalb wieder die Wechselzone. Doch Erhardt konnte auf dem Rad ziemlich schnell wieder aufholen und fuhr auf Platz sieben vor. Auch das Laufen lief wie am Schnürchen. Julian Erhardt konnte noch zwei Athleten überholen und war plötzlich Fünfter. »Das war schon ein cooler Moment«, freute er sich. An den Wendepunkten sah der Überseer dann aber, dass der Abstand nach vorne doch schon deutlich war. »Da war nichts mehr zu holen. Ich wollte dann nach hinten nichts mehr anbrennen lassen und habe deshalb nichts mehr riskiert.« Und so fuhr Erhardt sein bisher bestes Ergebnis bei der Challenge-Serie ein. Auf der Mitteldistanz hat er aber auch schon einen Podiumsplatz eingefahren – und zwar wurde er 2016 beim Eberl-Chiemsee-Triathlon Zweiter. Auch in diesem Jahr ist Erhardt bei seinem Heimrennen natürlich wieder mit von der Partie. »Mein Minimalziel ist dieses Jahr, dass ich bei meinem Heimrennen am Podium stehe«, sagte er selbstbewusst. »Es ist natürlich auch ein absoluter Traum von mir, dass ich dort einmal gewinnen kann.« Und Erhardt startet am Chiemsee dieses Jahr auch mit »jede Menge Wut im Bauch«. Denn vergangenes Jahr wurde er ja auf dem Rad zwecks »Littering« von einem Kampfrichter aus dem Rennen genommen. Ein ganz bitterer Moment, denn Erhardt lag aussichtsreich im Rennen.

Doch bevor es für Julian Erhardt an den Chiemsee geht, stehen noch zwei andere Rennen in seinem Kalender. Denn der Triathlet startet auch in diesem Jahr wieder bei der Rhein-Neckar-Serie und will dort seinen Titel aus dem vergangenen Jahr verteidigen. Los geht es am 2. Juni mit dem Bewerb in Musbach, am 9. Juni geht es dann gleich in Maxdorf weiter.

Frederic Funk gewinnt die Olympische Distanz

Auch sein Teamkollege Frederic Funk, der auch für das Team Erdinger Alkoholfrei startet, war in Heilbronn dabei und siegte über die Olympische Distanz. Funk benötigte für die 1,5 km Schwimmen, 36 km Radfahren und 10 km Laufen 1:54:30 Stunden. Nun steht für den 21-Jährigen am 2. Juni die Challenge Samorin auf dem Programm. Dort geht es um den WM-Titel der Challenge-Family über die Mitteldistanz. Frederic Funk will dabei erneut aufs Podium. SB