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Die »Fußballiade«: Bayerischer Fußball-Verband hofft auf rund 10 000 Besucher – Auch »Fußball-Biathlon« im Angebot

Vorfreude auf das große Fest des Amateurfußballs

In den Profiligen steht derzeit »nur« noch die Relegation auf dem Programm, und so rückt nun immer mehr der Amateurfußball in den Mittelpunkt des Interesses. Das gilt aber beileibe nicht nur für die letzten Punktspiele an diesem und am nächsten Sonntag: Einen richtigen Höhepunkt für den Amateursport will der Bayerische Fußball-Verband (BFV) mit der erstmals veranstalteten »Fußballiade« setzen.

Auch das gehört zu den Angeboten der Fußballiade: Beim Speed Kick geht es darum, wer den härtesten Schuss hat. (Fotos: BFV)

Diese findet vom 4. bis 7. Juni in Landshut statt und soll zu einem großen Fest werden. Mit rund 4000 Teilnehmern rechnen die Organisatoren, und – halbwegs gutes Wetter vorausgesetzt – »wir hoffen auf insgesamt 10 000 Zuschauer an den vier Veranstaltungstagen«, so Pressesprecher Thomas Müther vom BFV.

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Es gibt insgesamt vier Wettbewerbsarten, hinzu kommt ein reichhaltiges Rahmenprogramm und eine große Anzahl an Mitmachangeboten. Die vier Wettbewerbe sind die Club-Championships, die Fußballiade-Spiele, der Fußball-Biathlon sowie der Punkt »weitere Team-Wettbewerbe«.

Bei den Club-Wettkämpfen steht der Nachwuchs im Mittelpunkt: Von den Altersklassen F- bis B-Junioren reicht hier das Angebot. Insgesamt haben 266 Teams gemeldet. Aus dem Kreis Inn/Salzach ist unter anderem der TSV Trostberg beim Turnier der C-Junioren (39 Teams) dabei. Bei den C-Juniorinnen (24 Teams) mischen der FC Hammerau, der VfL Waldkraiburg und der SV Schechen mit, bei den B-Juniorinnen (21 Teams) ist ebenfalls der SV Schechen mit am Ball.

Bei den Fußballiade-Spielen gibt es vier Disziplinen: Speed Kick (das heißt der härteste Schuss), Holes (hier gilt es, Bälle in verschieden große Löcher zu bugsieren), Fußball-Bowling (hier müssen Kegel mit dem Ball umgeschossen werden) und ein Dribbling-Parcours. In jeder Disziplin treten pro Mannschaft je zwei andere Spieler an, es gibt Einzel- und Teamwertungen.

Beim Fußball-Biathlon wird ein Parcours mit zwei Schießstationen durchlaufen. Wer verschießt, muss in die Strafrunde, wer trifft, beendet seine Runde und übergibt den Ball an den Mitspieler. Vier Mitglieder bilden hier je eine Staffel für ihren Verein.

Zum Punkt weitere Team-Wettbewerbe gehören Angebote im Fußball-Tennis, mit dem Lebendkicker und einiges mehr. Vor allem bei diesen zusätzlichen Wettbewerben »kann jeder mitmachen«, so Müther.

Doch es geht den Machern der »Fußballiade« – mit Projektleiter Sandro Kielwagen – nicht nur darum, die Vereine zu einem gemeinsamen Sportfest zu bringen und für Aufmerksamkeit zu sorgen. »Wir wollen auch ganz bewusst die Landshuter mitnehmen« betont Müther. Was die Vereine betrifft, ist das schon jetzt gelungen: Insgesamt 19 Clubs aus der Stadt und deren Umgebung sind als Ausrichter vor allem der Spiele bei den Club-Wettkämpfen mit im Boot.

Für einen großen Auftakt wollen die Organisatoren bereits am Donnerstag, 4. Juni (Fronleichnam) sorgen: Um 15 Uhr beginnt der Festumzug der Vereine, der mitten durch die Landshuter Altstadt führt. »Das soll ein Bild und ein Gefühl wie beim Einmarsch der Nationen bei Olympischen Spielen werden«, freut sich Müther. Um 17 Uhr folgt die Eröffnungsfeier, um 18.15 Uhr ein Auftritt von »Donikkl« (Fliegerlied) sowie um 20 Uhr mit der Bayern-1-Band.

Am Freitag gehören zum Rahmenprogramm »Fußball meets Bavaria and Culture« (14    Uhr), eine Fußball-Poetry-Slam-Gala (17 Uhr) sowie um 20.30 Uhr ein Konzert der Traunsteinerin Claudia Koreck.

Höhepunkt des Bühnenprogramms am Samstag ist die Live-Übertragung des Champions-League-Finales am Abend – kein Fan muss also auf das Duell zwischen Juventus Turin und dem FC Barcelona verzichten.

Am 7. Juni stehen im ebm-papst-Stadion die Abschlussfeier (10 Uhr), die Finalspiele der Club-Championships, Fußball-Biathlon (je 10.30 Uhr) sowie Ehrungen (12.30 Uhr) auf dem Programm. Nach dem Fest, das im vierjährigen Turnus stattfinden soll, sollen möglichst viele Beteiligte und Zuschauer sagen: »Auf ein Neues in vier Jahren.« who