weather-image
16°

Vorbildliche Förderung beim SC Bergen

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Die Vorstandschaft des Skiclubs Bergen bleibt für weitere drei Jahre unverändert: Ehrenvorsitzender Georg Anfang (von links), Kassierin Isabelle Schmitt, Vorsitzender Dr. Jürgen Schmid und die beiden 2. Vorsitzenden Evi Mittermeier-Brundobler und Monika Schneider.

Der Tagesordnungspunkt Neuwahlen in der Jahreshauptversammlung des Skiclubs Bergen im Mühlwinkler Hof war eine reine Formsache und wurde von Wahlleiter 2. Bürgermeister Herbert Berger in knapp zehn Minuten abgewickelt, nachdem sich sämtliche Vorstandsmitglieder, Abteilungsleiter, Referenten und Beisitzer bereit erklärt hatten, ihre jahrelange Erfahrung weitere drei Jahre einzubringen.


Dr. Jürgen Schmid als Vorsitzender, Monika Schneider und Evi Mittermeier-Brundobler als zweite Vorsitzende, Günther Nigl als Schriftführer und Isabelle Schmitt als Kassier wurden in Einzelabstimmung und alle anderen Funktionsträger per Block ebenso einstimmig wiedergewählt.

Anzeige

Skiclub feierte sein 50-jähriges Bestehen

In seinem Rechenschaftsbericht ging Vorsitzender Dr. Jürgen Schmid eingehend auf die Veranstaltungen ein, die außer dem Nachtrodelrennen (Schneemangel) alle stattgefunden haben. Auch gesellige Veranstaltungen kamen nicht zu kurz und das 50. Vereinsjubiläum mit Fotoausstellung und Mitgliederehrung wurde im Rahmen eines Festabends gebührend gefeiert.

Höhepunkt des Vereinsjahrs war der Hochfellnberglauf, der zum 42. Mal zur Austragung kam und der als Deutschlands ältester, bekanntester und einer der bestbesetzten Bergläufe weltweit gilt. Für das örtliche OK kam dennoch überraschend, dass Wolfgang Münzel, Direktor des Berglauf-Weltverbands, beim Begrüßungsabend Bergen als Finalort der Berglauf-Weltcupserie ins Gespräch brachte. »Der Hochfellnberglauf hat sich seit Jahren mit absoluten Weltklassefeldern einen sehr guten Ruf in der Berglaufszene erarbeitet und wäre für uns der Wunschkandidat«, erklärte er. Inzwischen hat der Vorstand die Bewerbungsunterlagen eingereicht. Die Entscheidung wird Anfang Januar 2016 am Sitz des Leichtathletikweltverbands IAAF in Monte Carlo fallen.

Vorsitzender Dr. Jürgen Schmid betonte, mit der Aufwertung zum IAAF-Permit werde keinesfalls das Augenmerk auf Breitensportler und die zweite Garnitur vernachlässigt und auch die stets sehr gut angenommene Kreismeisterschaft wird weiter ins Programm genommen.

Als problematisch bezeichnete Schmid den Rückgang der Mitgliederzahlen, wovon in erster Linie reine Skiclubs betroffen seien. Mit zusätzlichen Breitensportaktivitäten soll dieser Entwicklung entgegengewirkt werden. Schmid erwähnte auch den Einsatz des Skiclubs zur Sicherung der Wintersporteinrichtungen. Verträge bestünden zur Sicherung des Startbereichs Bergener Skiwandern, der Nachtlanglaufloipe und zur Nutzung der Rodelbahn Maria Eck.

Der Vorsitzende ging auf »schwierige Vorgaben für Veranstaltungen und Trainingsmaßnahmen« im Skigebiet Bründling/Hochfelln ein, für die aber in einem Gespräch mit Geschäftsführer Stefan Schneider und Betriebsleiter Gunther Brandies »tragbare Kompromisse« gefunden wurden.

Von vielfältigen Aktivitäten bei den »Alpinen« berichtete 2. Vorsitzende Monika Schneider. Sie erinnerte an die herausragenden Erfolge von Nationalmannschaftsmitglied Georg Hegele (Deutscher Juniorenmeister Alpine Kombination, drei Top-Zehn-Platzierungen bei den großen Deutschen Meisterschaften) und Sebastian Rausch (Deutscher Seniorenmeister und Deutschlandpokal-Gesamtsieger).

Schneider stellte fest, dass der Zulauf von Kindern und Schülern beim Training »Sportlicher Skilauf« ungebrochen ist, am leistungsbezogenen Training mit Teilnahme an der Wettkampfserie »Sparkassenpokal Skiverband Chiemgau« jedoch seitens der Eltern noch immer gewisse Vorbehalte bestehen. Um dem entgegenzuwirken, werde auch im kommenden Jahr eine erfahrene U-8-/U-10-Trainerin beschäftigt und die Nachwuchsförderung noch einmal verstärkt.

Differenzierung war folgerichtig

Auch im nordischen Lager habe sich die Differenzierung zwischen Wettkampfgruppe und Breitensport mit unterschiedlichen Trainingsmaßnahmen als folgerichtig erwiesen. Nordischer Referent und Vereinstrainer Franz Gehmacher führte aus, dass zwar die Zielsetzung bestehe, den nordischen Nachwuchs an die Gauspitze heranzuführen, sich andererseits aber auch Breitensportler ohne Wettkampfambitionen im Skiclub Bergen gut aufgehoben fühlten.

Aus der Wettkampfgruppe ist Ann Katrin Schmitt im Langlauf in die Gaunachwuchsmannschaft eingegliedert worden, ebenso wie Paul Kanngießer im Biathlon. Gehmacher war voll des Lobes über die bestens gepflegten Bergener Langlauf- und Skiwanderloipen.

Isabelle Schmitt berichtete von einem beruhigenden Überschuss, der »erwirtschaftet« wurde. Der laufende Sportbetrieb und die Vorhaben 2016 seien gewährleistet, die Leistungssportförderung auch in Zukunft uneingeschränkt garantiert.

Von einer hohen Innen- und Außenwirkung der Aktivitäten des Skiclubs sprach 2. Bürgermeister Herbert Berger in Vertretung von Stefan Schneider. Die Vereinsförderung bezeichnete er als beispielhaft, wozu auch die Gemeinde durch wohlwollende Unterstützung einen gewissen Beitrag leiste. So verabschiedete der Gemeinderat inzwischen auch die Übernahme von eventuellen Defiziten der Hochfellnseilbahn im kommenden Winter, die unleidigen Diskussionen der vergangenen Jahre seien vom Tisch, die Gültigkeit der Saisonkarte bis 3. April beschlossene Sache. fb

Mehr aus Traunstein
Mehr aus Traunstein