weather-image
16°

Von der Wettkampfpause in die erneute Trainingspause

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Kein leichtes Jahr für die Traunsteiner Ringer: Nachdem sie sich für dieses Jahr aus dem Ligabetrieb zurückgezogen haben, wird nun der Trainingsbetrieb schon zum zweiten Mal in diesem Jahr ausgesetzt. Das Nachwuchstalent Justin Flemmer (rotes Trikot) und TVT-Chefcoach Petar Stefanov (im Hintergrund), der bei dem Kampf im vergangenen Jahr als Kampfrichter fungierte, hoffen aber, dass sie bald wieder trainieren dürfen. (Foto: Wittenzellner)

Kein leichtes Jahr für den Ringsport, kein leichtes Jahr für die Ringer des TV Traunstein. Nachdem der mehrmonatige Lockdown ab März verbunden mit den sehr restriktiven Auflagen der Landes- und Bundespolitik für Kontaktsportarten über Monate den Trainingsbetrieb verhinderte, trafen die TVT-Verantwortlichen im Juli die schwere, aber doch letztlich einzig sinnvolle Entscheidung auf den Saisonbetrieb in diesem Jahr zu verzichten.


Viele Vereine in Bayern und darüber hinaus kamen – teils auch mit zeitlicher Verzögerung – zu der identischen Überzeugung und sagten ihre Teilnahme an den Mannschaftskämpfen ab. Wenig später zog der Bayerische Ringer-Verband die gesamten bayerischen Ligen für 2020 zurück. Seit vergangenem Wochenende ist auch klar: Auch in der dreiteiligen Bundesliga, in der zum Schluss nur noch elf Vereine am Start waren, geht nichts mehr: Die Liga wird vorzeitig abgebrochen, nachdem es zu mehreren Corona-Infektionen bei Aktiven gekommen war.

Anzeige

Der Abteilungsleiter des TV Traunstein, Hartmut Hille, machte schon Ende Juli klar, dass er das Risiko für den Wettkampfbetrieb ohne nachhaltige Eindämmung von Corona und einem Impfstoff gegen das Virus für viel zu hoch und unkalkulierbar halte. »Im Dialog mit den Abteilungsverantwortlichen waren wir uns unisono einig, dass das Risiko des Wettkampfbetriebs unter Corona für den TV Traunstein nicht in Frage kommt, so gerne wir unseren Aktiven und Fans attraktive Mattenduelle ermöglicht und geboten hätten. Aber die Gesundheit unserer Ringer, Helfer und Zuschauer geht vor«, betont Hille, der in der Entscheidung die Mannschaft, Cheftrainer Petar Stefanov und die Verantwortlichen des Fördervereins des Traunsteiner Ringsports hinter sich weiß.

Trotz des ausgefallenen Wettkampfbetriebs waren die Ringer in den vergangenen Wochen und Monaten aber im Trainingsbetrieb weiter engagiert, gerade die Nachwuchsringer waren mit Eifer bei der Sache, wie TVT-Chefcoach Petar Stefanov erfreut feststellt: »Die jungen Ringer zeigen sich motiviert und sind trotz der Beschränkungen und Belastungen rund um das Hygienekonzept voll mit dabei.« Dabei ist Stefanov neben den sportlichen Fortschritten wichtig, dass insbesondere auch die jungen Ringer in der gerade so unsicheren Zeit in ihrem Sport Halt und Abwechslung zugleich finden. »Das Training ist unglaublich wichtig für sie und ihre persönliche und sportliche Entwicklung. Daneben hoffe ich natürlich auch, dass sie das Erlernte irgendwann auch wieder in Wettkämpfen zeigen können. Eine Lebensschule ist der Ringsport ohnehin – und das mit oder ohne Corona.«

Für einige Nachwuchstalente wie Justin Flemmer, Valentino Prelic und Maximilian Minchev war der Lockdown dennoch besonders bitter: Standen sie doch direkt vor der Teilnahme an den Deutschen Jugendmeisterschaften, die dem Lockdown zum Opfer fielen.

Nun heißt es nach den Beschlüssen der Bundesregierung und den Teils noch strengeren Beschlüssen im Freistaat für die Traunsteiner Ringer erneut »Pause machen und abwarten«, denn er erneute Lockdown im November sorgt nun wieder für die Einstellung des Trainingsbetriebs. »Schade, das wirft uns wieder aus dem Rhythmus und ist natürlich sehr ärgerlich. Aber auch hier gilt: Die Gesundheit geht vor«, betont Abteilungschef Hartmut Hille.

Und so ist die Hoffnung groß bei den Traunsteiner, dass am 1. Dezember der Trainingsbetrieb im Ringerraum der AKG-Turnhalle wieder aufgenommen werden kann und die Aktiven – gleich ob jung oder alt – ab dann wieder ihrer sportlichen Lieblingsbeschäftigung nachgehen können.

»Natürlich hoffen wir, dass wir im kommenden Jahr wieder in den Wettkampfbetrieb einsteigen können« blickt Hille voraus. Das würde bedeuten, dass der Landesligameister 2019 auch im kommenden Jahr in die Landesliga einsteigt und die TVT-Nachwuchsringer wieder in der Grenzland-Liga um Punkte und Schultersiege kämpfen. awi

Mehr aus Traunstein
Mehr aus Traunstein
Einstellungen