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Von der Trainingsbeteiligung begeistert

Mit dem Auftritt bei der Bundesliga-Reserve des SV Grödig startet der Fußball-Landesligist SV Kirchanschöring am morgigen Samstag (Anstoß: 12 Uhr) in die Testspielphase. Anschließend besucht die Mannschaft den österreichischen Bundesliga-Schlager zwischen Red Bull Salzburg und Grödig. Im EM-Stadion von Wals-Siezenheim wird der neue SVK-Cheftrainer Patrick Mölzl dann aber nicht mehr dabei sein, denn er möchte den Liga-Konkurrenten SV Erlbach bei dessen Testspiel (um 16 Uhr in Traunreut) gegen den Bezirksligisten SB Chiemgau Traunstein unter die Lupe nehmen.

Er ist der neue Mann auf der Kommandobrücke von Fußball-Landesligist SV Kirchanschöring: Ex-Profi Patrick Mölzl (Bildmitte). (Foto: Butzhammer)

Positiv überrascht, ja geradezu begeistert ist Ex-Profi Mölzl von der Trainingsbeteiligung beim SVK. »Wir haben ja plötzlich mehr Leute als erwartet. Ins Trainingslager eine Woche später nach Bad Vigaun werden wir mit etwa 25 Mann fahren.« Zu den beiden Neuzugängen Thaddäus Jell und Christian Kreuzeder ist noch ein weiterer »Neuer« dazugekommen: Tom Mooser, bisher Trainer der Zweiten »Anschöringer« Mannschaft in der Kreisklasse Gruppe IV, möchte es laut Mölzl noch einmal wissen und plant ein Comeback in der Landesliga.

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Die Tatsache, dass Stephan Schmidhuber nun als Co-Trainer fungiert, ist übrigens kein Zufall. Mölzl: »Dass er das macht, war die Voraussetzung dafür, dass ich als Spielertrainer zusage. Wir fahren immer gemeinsam ins Training und haben die gleiche Philosophie. Außerdem haben wir beide am 28. Dezember Geburtstag.«

Nach der Demission von Sepp Aschauer und Uli Habl (wir berichteten) kam Mölzl fast wie die Jungfrau zum Kind zu seinem neuen Job. »Ich lege aber Wert auf die Feststellung, dass wir nicht am Stuhl von Sepp und Uli gesägt haben«, meint der Sohn der türkischen Fußball-Legende Erhan Önal, »der Zeitpunkt der Bekanntgabe des für Sommer angedachten Trainerwechsels war sicher nicht optimal – ich kann die beiden ehrlich gesagt schon verstehen.« Mölzl selbst habe aber diesbezüglich nichts falsch gemacht: »Im Prinzip hab’ ich ja nur das Angebot des Vereins angenommen, nachdem ich mir das einige Zeit durch den Kopf gehen ließ.«

So überraschend wie die Amtsübernahme von Mölzl und Schmidhuber ausfiel, so stressig war auch die vergangene Woche für die beiden. »Wir sind ja auch noch keine Routiniers im Trainergeschäft«, erklärte Mölzl, »wir mussten am Wochenende in den ersten Einheiten improvisieren, erst danach konnten wir uns zusammensetzen und Trainingspläne schmieden und schreiben.«

Von den Neuen wird morgen nur Thaddäus Jell dabei sein, den der neue SVK-Cheftrainer als »einen, der weiß, wie man Fußball spielt« bezeichnet. »Er tut uns vor allem auch deswegen gut, weil er ein Linksfuß ist«, sagt Mölzl über den früheren Freilassinger, den er entweder auf der Sechser-Position oder als Innenverteidiger einsetzen möchte.

Dagegen muss Christian Kreuzeder morgen passen – eine Bauchmuskelzerrung setzt den Ex-Surheimer außer Gefecht. Zudem ereilte die Gelb-Schwarzen während der Winterpause eine weitere Hiobsbotschaft: Jakob Unkner fällt wegen eines Kreuzbandrisses wohl mindestens für den Rest der Saison aus. Laut Mölzl wird der Nachwuchsakteur in den nächsten Wochen operiert.

Das Testspielprogramm umfasst neben der morgigen Partie vier weitere Aufbauspiele. So spielt der SVK gegen das österreichische Team aus Kuchl (Samstag, 15. Februar, 15.30 Uhr, in Bad Vigaun), gegen Bezirksligist TSV Waging (Mittwoch, 19. Februar, 20 Uhr, in Traunreut), bei Bayernligist Wacker Burghausen II (Samstag, 22. Februar, 16 Uhr) sowie gegen den SB Chiemgau Traunstein (Samstag, 1. März, 18 Uhr, in Traunreut). Das erste Punktspiel der Landesliga Südost »steigt« am Samstag, 8. März, um 15 Uhr vor eigenem Publikum gegen den TuS Holzkirchen. cs