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Volle Konzentration auf den Sprintwettkampf

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Arnd Peiffer (links) muss im Sprint gegen starke Konkurrenz wie den Norweger Johannes Thingnes Bø endlich bessere Ergebnisse abliefern.

Nach dem zweiten Platz der Männerstaffel bleibt den Biathleten keine Zeit, ihren Erfolg zu feiern. Schließlich wollen die deutschen Starter beim Sprint über zehn Kilometer (14.30 Uhr) gleich an den Erfolg vom Donnerstag anknüpfen. Simon Schempp, Schlussläufer in der Staffel, steht in der Gesamtwertung auf Rang fünf und wartet nach dem zweiten Platz in Hochfilzen auf den nächsten Sprint-Erfolg.


Andreas Birnbacher, der in Hochfilzen hinter seinem Mannschaftskollegen auf Rang drei lief, will heute ebenfalls wieder angreifen. »Das Staffelrennen ist vorbei, wir konzentrieren uns jetzt voll auf den Sprint«, erklärt der Schlechinger. »Aber natürlich gibt der Podestplatz Motivation.« Er sei froh über den Erfolg bei seinem Heimweltcup, nachdem er im vergangenen Jahr in Ruhpolding »nicht so erfolgreich« war. »Der Spaß war weg im letzten Jahr, aber ich habe ihn wiedergefunden. Als ich gesehen habe, dass ich noch konkurrenzfähig bin, war ich selber positiv überrascht«, sagt der 33-Jährige.

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Das hat er in Hochfilzen auch eindrucksvoll bewiesen. In Ruhpolding könnte ihm nun nicht nur der Heimvorteil nutzen: »Ich mag die neue Strecke, das Profil ist ein bisschen flacher«, erklärte der Biathlet nach dem Staffelrennen und scherzte: »Für mich ist sie so ein bisschen einfacher, weil ich ein alter Mann bin.«

Dabei hat die Konkurrenz noch mehr Jahre auf dem Buckel: Ole Einar Bjørndalen, der Ende Januar seinen 41. Geburtstag feiert, kam im Sprint in Oberhof hinter dem Franzosen Martin Fourcade als Zweiter ins Ziel. Sein Teamkollege Johannes Thingnes Bø lief in Hochfilzen vor Simon Schempp und Andreas Birnbacher auf Platz eins, verfehlte in Oberhof nur knapp das Podest und liegt im Weltcup auf Rang sieben.

Deshalb nimmt Andreas Birnbacher, der zuletzt in Oberhof als zweitbester Deutscher auf Rang 20 lief, die Konkurrenz nicht auf die leichte Schulter: »Ruhpolding ist immer eng und im Herrenfeld ist es ganz schwierig, sich abzusetzen.«

Das hat am Donnerstag der Weltcup-Dritte Emil Hegle Svendse in der Staffel bewiesen. Am letzten Anstieg hatte der Norweger Simon Schempp überholt und seinem Team so den Sieg geholt. Zudem hatte auch der russische Schlussläufer Anton Shipulin den Abstand zu den beiden Führenden immer weiter verkürzt – im Sprint wird er sich ebenfalls nicht so einfach abhängen lassen.

Der Spitzenreiter im Weltcup, Martin Fourcade, wird nach dem vierten Platz seiner Staffel ebenfalls wieder vorne mitlaufen. Für ihn könnte es nach den Siegen in Östersund und Oberhof der dritte Podestplatz werden – in Pokljuka war er als Vierter ins Ziel gekommen.

Auch Sloweniens Jakov Fak ist ein Mitfavorit auf die vorderen Plätze. Zwar landete er mit seiner Staffel nur auf dem siebten Platz, mit einer fehlerfreien Runde führte er als zweiter Läufer das Feld aber zwischenzeitlich sogar an. In Östersund wurde er Dritter und lief in Hochfilzen auf Rang fünf. In der Gesamtwertung liegt der 27-Jährige auf Platz vier.

Unter Druck steht aber ein weiterer deutscher Starter: Arnd Peiffer kommt einfach nicht in Schwung. Zwar hat er sowohl in Oberhof als auch in Ruhpolding einen überzeugenden Staffel-Auftritt hingelegt, vor dem Sprint ist er in der Weltcup-Gesamtwertung aber lediglich auf Rang 38. Platz 16 beim Saisonauftakt ist seine beste Platzierung. Zwei 64. Ränge in den letzten beiden Sprints sind ungenügend.

»Da muss jetzt einfach der Knoten aufgehen, weil es natürlich in der Psyche ein wenig drinsteckt«, glaubt Andreas Stitzl, der Assistent von Bundestrainer Mark Kirchner. »Für Ruhpolding«, sagt Stitzl, »hat er die Rückendeckung. Über andere Wochenenden wollen wir uns nicht unterhalten.« jom

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