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Vogl lässt SVK spät jubeln

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Riesige Freude beim Torschützen und einem kleinen Fan: Maximilian Vogl erzielte gegen den TSV Bogen in der Nachspielzeit den Siegtreffer für den SV Kirchanschöring. (Foto: Butzhammer)

Erleichterung beim SV Kirch-anschöring: Der SVK gewann das Kellerduell der Fußball-Bayernliga Süd gegen den TSV Bogen mit 1:0 und hat sich damit erst einmal ein wenig von den gefährdeten Plätzen abgesetzt. 479 Zuschauer bekamen ein durchaus ansehnliches Bayernliga-Spiel zwischen den Gelb-Schwarzen vom SV Kirch-anschöring und dem TSV Bogen aus Niederbayern zu sehen, und in der Nachspielzeit ließ Maximilian Vogl mit seinem Treffer zum 1:0-Endstand die Kirchanschöringer und ihre Fans jubeln.


Gästetrainer Sepp Bellner war hinterher klar, »warum die beiden Mannschaften da unten drinstehen.« Beide Teams hatten schon zuvor nur wenige Tore erzielt. Diesmal habe es auf beiden Seiten viele Torchancen gegeben, »aber keine wurde verwertet – bis auf die letzte«, sieht er die Mängel beider Mannschaften vor allem in der Chancenverwertung.

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Bellner hatte in der Schlussviertelstunde nicht den Eindruck »dass wir das Spiel hier verlieren.« Seine Mannschaft sei sogar »am Drücker« gewesen, aber: »Wir bringen vorne nichts rein, machen hinten einen Fehler – und das hat der SVK gut ausgenutzt.«

Die Miene von SVK-Trainer Patrick Mölzl hellte sich nach Spielende zusehends auf. »Die letzten Wochen waren für uns neu«, blickte er auf die sieglose Phase zurück – insbesondere für ihn als Trainer. Man habe gesehen, woran es hapere, »Chancen waren genug da auf beiden Seiten.« Wenigstens habe es am Schluss geklappt. »Da spielen wir eine Situation gut zu Ende, machen das Tor und darüber sind wir jetzt einfach nur froh«, zeigte er sich erleichtert.

Die erste Chance des Spiels hatte der SVK. Eckball von Yunus Karayün, Kopfball Albert Eder - drüber. Im Gegenzug kamen die Gäste über die rechte Seite mit Nico Tremml, dieser flankte auf Nico Beigang – dessen Kopfball strich knapp über die Querlatte. Zwei Minuten später passte Tobias Richter scharf zur Mitte, doch dort befand sich kein Mitspieler. Es gab nun beinahe Chancen im Minutentakt auf beiden Seiten. In der 27. Minute bediente Max Sturm Tobias Schild, doch dessen Schuss ging knapp am Gästetor vorbei. Fünf Minuten später schickte Manuel Jung dann Yasin Gürcan in die Tiefe. Gürcan – stark in Bedrängnis – fand in Gästetorwart Maximilian Putz seinen Meister.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit forderten die Zuschauer einen Foulelfmeter, nachdem Manuel Omelanowsky im Strafraum der Gäste zu Fall gekommen war. Omelanowsky war an weiteren Einschussmöglichkeiten (51./64./72.) beteiligt. Der TSV Bogen war durch Nutz (50.), Christoph Schambeck (60./80.) gefährlich, als er alleine auf den Kasten von Christian Schlosser zulief und letztlich den Ball knapp am rechten Pfosten vorbeilegte.

Das für den SVK erlösende 1:0 fiel in der Nachspielzeit, als alle bereits mit einer Punkteteilung rechneten: Karayün mit einem Traumpass durch die niederbayerische Abwehr, Omelanowsky zog in vollem Lauf rechts vor das Tor, legte auf links ab und dort schob Max Vogl das Leder zum 1:0 ins Eck. Riesig war der Jubel bei Fans und Betreuern – und nach dem Schlusspfiff auch bei der SVK-Mannschaft, die sich am kommenden Freitag um 20 Uhr in Unterföhring bewähren muss.

SV Kirchanschöring: Schlosser, Eder, Jell (46. Eimannsberger), Karayün, Omelanowsky, Gürcan, Söll (16. Janietz), Hofmann, Schild (60. Vogl), Sturm, Manuel Jung.

TSV Bogen: Putz, Köglmeier, Hauner, Albrecht, Beigang, Meyer, Nutz, Tremml (60. Scheßl), Jordan, Müller (60. Schambeck), Richter.

Schiedsrichter: Markus Huber (SSV Wurmannsquick).

Zuschauer: 479.

Tor: 1:0 Vogl (92.). mw