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Vierkampf-Weltrekord für Günter Traub

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Er dominierte auch in der Inzeller Max-Aicher-Arena in seiner Altersklasse: Günter Traub vom DEC Inzell.

Mit drei deutschen Rekorden und einem Weltrekord überzeugte Senioren-Eisschnellläufer Günter Traub vom DEC Inzell bei den 21. Internationalen Masters-Sprint-Classics in der Inzeller Max-Aicher-Arena. Er gewann damit die Altersklasse AK 80 - 85, während sein Vereinskollege Erich Bohli Dritter der AK 75 - 80 wurde.


Insgesamt gingen in Inzell über 100 Teilnehmer aus acht Nationen an den Start. Sie fanden in der Max-Aicher-Arena wieder sehr gute Eisbedingungen vor. So wurden bei dieser Veranstaltung insgesamt sogar elf neue nationale Rekorde und ein Weltrekord aufgestellt.

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Für diesen Weltrekord in seiner Altersklasse sorgte Günter Traub: Mit seinem Vierkampf-Ergebnis von 208,865 Punkten unterbot er die bisherige Bestmarke des Norwegers Dr. Kjell Arne Foldvik aus Trondheim von 209,365 Punkten. Foldvik – der seit Januar 2015 auch alle anderen Weltrekorde in dieser Altersklasse hält – gehörte zu den ersten Gratulanten für Traub.

Dieser stellte drei neue Deutsche Rekorde auf: Über 500 m mit 52,02 Sekunden, über 1000 m in 1:43,60 Minuten sowie im Vierkampf – wobei das Vierkampf-Ergebnis eben gleichzeitig auch den Weltrekord bedeutet.

Erich Bohli konnte über 500 m mit 54,83 Sekunden eine neue persönliche Bestzeit aufstellen. Außerdem lief er die 1000 m am ersten Tag in 1:58,49 Minuten, am zweiten Tag in 1:59,59 und die 500 m in 56,03 Sekunden. Er belegte in der Gesamtwertung seiner AK 75 - 80 den 3. Platz.

Am kommenden Wochenende stellt sich Traub der internationalen Konkurrenz: Er geht am Samstag und Sonntag im Rahmen der nationalen norwegischen Veteranen-Meisterschaften in Hamar im Olympia-Stadion »Vikingship« an den Start. Im internationalen Gäste-Rennen sind im Großen Vierkampf die Strecken über 500, 1500, 5000 und 10 000 Meter zu absolvieren. »Da starte ich quasi in der Höhle des Löwen«, lacht Traub. Er hofft: »Wenn alles gut geht, könnte ich eventuell neue Weltrekorde über 5000 und 10 000 Meter sowie im Großen Vierkampf aufstellen. Doch der 79-Jährige weiß auch, dass in Hamar die Eisverhältnisse nicht so schnell wie in Inzell sind, »sodass es sehr schwer sein wird, diese Vorhaben zu realisieren.«

An der Vorbereitung aber soll es – auch dank Inzeller Unterstützung – nicht scheitern: »Ich möchte dem Direktor der Max-Aicher-Arena, Hubert Kreutz, für die guten Trainings-Voraussetzungen danken, da er mir stets großzügige Trainingszeiten einräumt«, freut sich Traub. who