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Vier SVK-Treffer im Dreiflüsse-Stadion

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So schwungvoll präsentierte er sich auch in Passau: Stephan Schmidhuber vom SV Kirchanschöring (rechts), der das kuriose 1:0 erkämpfte. (Foto: Butzhammer)

Der SV Kirchanschöring kehrte von seiner Auswärtsfahrt ins Passauer Dreiflüsse-Stadion, wo die Elf um Trainergespann Sepp Aschauer und Uli Habl beim krisengebeutelten 1. FC Passau antrat, mit drei Punkten im Gepäck zurück an die Ache.


Damit sind die Passauer in der Fußball-Landesliga Südost nunmehr seit zehn Spielen (neun davon Niederlagen) ohne Sieg. Dementsprechend unsicher und größtenteils schwach präsentierte sich die Heimelf von Trainer Thomas Fuchs, die nicht nur sportlich seit Wochen große Probleme hat, sondern vor allem personelle.

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Dennoch überließen die »Anschöringer« im weiten Rund des mit 150 Zuschauern besetzten Dreiflüsse-Stadions nichts dem Zufall, wobei in der ersten Halbzeit nur eine 1:0-Führung heraussprang. Im zweiten Durchgang ging der SVK dann aber besser mit seinen Chancen und seiner Überlegenheit um und sicherte sich den 4:0-Erfolg.

Ihre beste Phase hatten die Hausherren in der ersten Viertelstunde. Danach trat der SV Kirchanschöring gefährlich in Erscheinung. Stephan Schmidhuber leistete vollen Körpereinsatz, als er in vorderster Front den Ball nicht verloren gab und schließlich dafür belohnt wurde: Erst ließ Schmidhuber einen Verteidiger aussteigen, legte sich den Ball etwas zu weit vor, sodass ein weiterer Abwehrmann mit einem Befreiungsschlag klären wollte. Dabei kam es zum Pressball mit Schmidhuber, von dessen Fuß aus der Ball erst an den rechten, dann an den linken Innenpfosten klatschte und dann hinter die Linie trudelte – 1:0 (16.).

Ab dem Führungstreffer verfestigte sich nach und nach die Dominanz des SVK, was soweit ging, dass sich die Gäste nach gut einer halben Stunde beste Chancen im Fünf-Minuten-Takt erspielten, bis zur Pause aber nicht für das befreiende 2:0 sorgten.

Besonders bei einem Chancen-Dreierpack hatten die mitgereisten Kirchanschöringer den Torschrei schon auf den Lippen, doch bei Flo Hofmanns Versuch aus spitzem Winkel, als er Schlussmann Pascal Keese umkurvt hatte, hatten die Passauer ebenso ein wenig Glück (31.) – ein Verteidiger klärte auf der Linie – wie drei Minuten später, als Max Vogl eine Ecke direkt an die Latte setzte (34.) und Stephan Schmidhuber abermals drei Minuten später aus bester Position, knapp daneben schoss. »Wir waren deutlich besser und haben uns einige gute Chancen herausgespielt, das war klasse, allerdings haben wir diese nicht genutzt. Das war dann eher weniger klasse, so machen wir uns das Leben selbst etwas schwer«, so Florian Hofmann, der dann aber im zweiten Durchgang noch dreimal jubeln durfte.

Der zweite SVK-Treffer entstand aber ähnlich kurios wie der erste: Sebastian Leitmeier zog aus der Drehung ab und hätte eigentlich neben das Gehäuse getroffen, Torwart Keese wollte auf Nummer sicher gehen und langte trotzdem hin – ein folgenschwerer Fehler, denn seine Parade endete darin, dass er den Ball aus den Maschen holen musste. Er hatte das Leder eigentlich schon sicher in den Händen, ließ es dann aber aus und bugsierte es sich ins eigene Netz – 2:0. Ob Eigentor oder »Leiti«-Treffer Nummer 18, darüber schieden sich im Nachhinein die Geister.

Den Gelb-Schwarzen war´s egal, vor allem als Leitmeier den Ball zehn Minuten darauf, nach einem Fehlpass eines Passauer Abwehrmanns, geschickt ins lange Eck schlenzte. Die Gegenwehr der Passauer war längst gebrochen, während der SVK einen Gang zurückschaltete.

Über den Schlusspunkt freuten sich einige »Anschöringer« am Ende besonders, da er einem jungen Mann vorbehalten blieb, der sich voll ins Zeug legt, um in der Landesliga Fuß zu fassen, was ihm in letzter Zeit hervorragend gelang. Die Rede ist von Jakob Unkner, der mit guten Leistungen – von der Bank oder von Beginn an – in Passau ein Ausrufezeichen hinter seine Ambitionen setzte, als er alleine vor Keese auftauchte und das Leder mit dem Außenrist am Schlussmann der Hausherren vorbeihob – 4:0. bts

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