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Saisonziel erreicht: Der Überseer Profi-Triathlet Julian Erhardt (Mitte) sicherte sich in Viernheim den Sieg und gewann auch die Gesamtwertung des Rhein-Neckar-Cups. Ihm gratulierte Julian Becker (von links), Damen-Siegerin Kathrin Halter sowie die Zweitplatzierten Nina Heidemann und Boris Stein. (Foto: Erhardt)

Vier Sekunden schneller: Erhardt spurtet zum Sieg

Was für ein überaus spannendes Rennen! Der Überseer Profi-Triathlet Julian Erhardt musste beim Sprint in Viernheim über 500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen alles geben, um am Ende als Sieger am Podest zu stehen. Gerade einmal vier (!) Sekunden war Erhardt in Hessen am Ende schneller als der Zweitplatzierte Boris Stein. Damit krönte Erhardt, der schon vor dem Wettkampf in Viernheim als Gesamtsieger des Rhein-Neckar-Cups feststand, seine starke Saison in dieser fünfteiligen Serie.

»Das war jetzt noch das i-Tüpfelchen«, freute sich der 30-Jährige im Gespräch mit unserer Sportredaktion. Zudem freute ihn dieser Erfolg auch sehr, »weil ich bisher in Viernheim noch nicht gewonnen habe«. Der Sieg war allerdings hart erkämpft. Die Triathleten gingen per »Rolling Start« – also nacheinander ins Wasser. Damit wusste Erhardt, der eine Woche zuvor ja auch schon bei der Landdistanz-WM von World Triathlon in Samorin am Start gewesen ist und dort den 17. Platz belegte (wir berichteten bereits), lange nicht genau, ob er vor oder hinter Boris Stein lag. »Die letzten 400 Meter bin ich nur noch gesprintet«, lachte er. Und dieser Schlussspurt zahlte sich am Ende eben voll aus!

Julian Erhardt hatte sich ja zum Ziel gesetzt, den Cup zum dritten Mal in Folge nach 2018 und 2019 (2020 und 2021 gab es coronabedingt keine Gesamtwertung) zu gewinnen und das klappte eben – und wie! Von den fünf Rennen, bei denen der Überseer überall am Start gewesen ist, flossen drei Ergebnisse in die Gesamtwertung ein. Erhardt, der für Triathlon Grassau startet, brachte dabei das Kunststück fertig, drei Siege einzubringen, denn neben Viernheim gewann er auch noch die Wettbewerbe in Mußbach und Maxdorf. Beim Rennen in Heidelberg kam er zudem als Dritter ins Ziel, nur in Ladenburg lief es erneut nicht nach Wunsch für Erhardt, aber das spielte für den Sieg in der Gesamtwertung eben keine Rolle mehr. »Damit kann ich diese Bühne jetzt mit einem Ausrufezeichen verlassen«, kündigte Erhardt an. Im nächsten Jahr will er nämlich nicht mehr beim gesamten Rhein-Neckar-Cup antreten. Er plant – sofern es in seine Saisonplanung passt – nur noch vereinzelt Starts. Eventuell eben in Ladenburg, denn mit diesem Rennen habe er noch eine Rechnung offen, betonte er.

Doch das ist Zukunftsmusik: Jetzt konzentriert sich Julian Erhardt erst einmal auf seinen Saisonendspurt und dabei hat er noch einige Rennen auf seiner Agenda stehen. Bereits an diesem Samstag wird er im französischen Gerardmer sein Glück über die Mitteldistanz (1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren, 21 Kilometer Laufen) versuchen. »Ich hoffe, dass ich eine ansprechende Leistung zeigen kann«, betonte er.

Danach will er noch bei zwei weiteren Mitteldistanz-Rennen der Ironman-Serie an den Start gehen – und zwar in Jesolo (9. Oktober/Italien) und in Cascais (15. Oktober/Portugal). Mit dem Cup-Sieg im Rücken braucht er sich jedenfalls nicht zu verstecken.

SB

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