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Vier oberbayerische Jahresbestleistungen

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Cäcilie Hofmann lief in ihrem ersten Rennen über 2000 Meter oberbayerische Bestzeit.
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Eine Klasse für sich: Ferdi Fischer läuft der älteren Konkurrenz auf und davon.

Nach den sehr ansprechenden Ergebnissen beim Waginger Straßenlauf fieberte der Leichtathletik-Nachwuchs des TSV Bergen dem Bahnauftakt in Wasserburg entgegen. Und die Schützlinge von Herbert Huber sorgten gleich zu Beginn der Saison für einige Bestleistungen.


Mit einer Zeit von 2:23,29 Minuten musste sich Franziska Mitterer über 800 Meter nur um vier Zehntelsekunden geschlagen geben und verpasste ihre persönliche Bestleistung ganz knapp. Ihre drei Jahre jüngere Vereinskollegin Hannah Unterreitmeier verfehlte in 2:26,99 Minuten ihre Bestzeit, mit der sie in der Vorsaison die oberbayerische Rangliste angeführt hatte, ebenfalls nur hauchdünn und wurde Dritte. Die Bergener Ausdauerspezialistin Anuschka Lindert unterstrich mit ihren 2:31,47 Minuten, dass mit ihr heuer auch auf kürzeren Distanzen zu rechnen ist.

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Eine Klasse für sich stellte der zwölfjährige Ferdi Fischer dar. Dem Jüngsten im Feld der 1000-Meter-Läufer gelang es, ein Quartett an bis zu fünf Jahre älteren Konkurrenten hinter sich zu lassen und seine persönliche Bestleistung auf starke 3:07,53 Minuten zu verbessern. Bruder Benjamin stand Ferdi in nichts nach und steigerte ebenfalls seine Bestmarke auf 3:12,83 Minuten.

Einen großen Satz nach vorne machte auch Cäcilie Hofmann. Nach einem Jahr mit viel Verletzungspech verbesserte sie über 800 Meter ihre persönliche Bestzeit um sage und schreibe 14,22 Sekunden auf 2:32,90 Minuten – das war oberbayerische Jahresbestleistung!

Auch beim Leichtathletik-Meeting in Germering konnten die Läufer des TSV Bergen überzeugen. Ferdi Fischer schraubte mit einem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg über die 800-Meter-Distanz seine Bestleistung auf glänzende 2:24,46 Minuten hinauf – das bedeutete oberbayerische Jahresbestleistung für den Zwölfjährigen.

Hannah Unterreitmeier bestritt neben einem 800-Meter-Rennen, das sie gewann (2:30,65), noch einen 100-MeterVor- und Endlauf. Ihre 14,00 beziehungsweise 14,04 Sekunden können sich für eine 13-Jährige durchaus sehen lassen. Cäcilie Hofmann lief die 800 Meter in 2:34,10 Minuten und bestätigte damit ihr gutes Ergebnis beim Wasserburger Bahnauftakt.

Anuschka Lindert betrat über 1500 Meter völlig neues Terrain. Überhastet auf den Anfangsmetern musste sie dem unangemessen hohen Tempo Tribut zollen. Ihre erreichte Zeit von 5:11,07 Minuten ist ausbau- und verbesserungsfähig. Ebenfalls auf neuen Pfaden wandelte Franziska Mitterer, als sie das erste 400-Meter-Rennen ihrer Läuferkarriere mit ausgezeichneten 63,58 Sekunden als Zweitplatzierte beendete.

Beim Leichtathletik-Sportfest in Regensburg setzte sich Ferdi Fischer über 2000 Meter in 6:48,94 Minuten erneut an die Spitze der oberbayerischen Jahresbestenliste. »Es steckt ein unglaubliches läuferisches Potenzial in ihm«, freute sich Trainer Herbert Huber und ergänzte: »Umso schöner, dass diese und seine anderen Höchstleistungen nicht das Ergebnis von profimäßigem Erwachsenen-Training und fanatischer Eltern sind. Die Freude am Laufen und die Wettkämpfe in einer harmonischen Mannschaft sind sicher die besten Voraussetzungen, um so etwas zustande zu bringen.«

Den Leistungen von Ferdi Fischer stand Cäcilie Hofmann in keinster Weise nach. Die Überseerin – wie Ferdi 2001 geboren – düpierte gar manchen Buben, als sie in ihrem ersten 2000-Meter-Rennen 7:21,15 Minuten vorlegte und für eine oberbayerische Jahresbestleistung sorgte. Das Vorhaben von Hannah Unterreitmeier, ihre aktuelle 800-Meter-Bestzeit zu unterbieten, scheiterte an ihrer Unerfahrenheit, nicht an ihrem Leistungsvermögen. Trotz schwerer Beine nach 600 Meter reichte es in respektablen 2:28,54 Minuten noch zu Bronze.

Franziska Mitterer machte in ihrem 800-Meter-Rennen diesmal alles richtig. Die Barfußläuferin des TSV Bergen kam der Bahnenstart sehr entgegen. Die 16-Jährige reihte sich hinter der Führenden ein, wartete ab bis zur 600-Meter-Marke und zog dann unwiderstehlich in Richtung Ziel davon. Die erreichten 2:23,76 Minuten beweisen ihre derzeit gute Form und wecken Meisterschaftshoffnungen.

Anuschka Lindert durfte nach zweijähriger Verletzungspause wieder die 3000-Meter-Distanz in Angriff nehmen. In 11:11,62 Minuten verbesserte sie ihre persönliche Bestzeit, blieb aber deutlich unter der Zielvorgabe von Trainer Huber. Aber die Saison ist noch jung – und der Bergener Leichtathletik-Nachwuchs wird sicher weiter fleißig trainieren.