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Vier Fahrer – zwei Einsatzorte

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Er ist für das EM-Finale in Ufa gesetzt: der Edlinger Max Niedermaier. (Foto: Weitz)

Vier Fahrer – zwei Einsatzorte: So sieht es an diesem Wochenende für die Eisspeedwaypiloten aus der Region aus. Denn Franz Mayerbüchler jun. (Inzell) und Max Niedermaier (Edling) gehen bei den Europameisterschaften in Ufa (Russland) an den Start, während die Grand-Prix-Piloten Günther Bauer (Schleching) und Stefan Pletschacher (Ruhpolding) in St. Johann/Pongau beim Champions Cup am Start sind.


Und der ist hervorragend besetzt. Denn auch die ebenfalls im Grand Prix fahrenden Franz Zorn (Saalfelden), Robert Henderson, Stefan Svensson (beide Schweden), Grzegorz Knapp (Polen) und WM-Spitzenreiter Daniil Iwanow sind gemeldet, einige Startplätze werden kurzfristig vergeben.

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Auf jeden Fall dürfte es in St. Johann einen guten Test für den weiteren WM-Verlauf geben. Mit den bereits ausgetragenen Grand-Prix-Läufen in Russland zeigt sich Günther Bauer nicht so recht zufrieden: »Es war eher schlechter als erwartet«, so der gesundheitlich weiter etwas angeschlagene 41-Jährige. »Mit der Abstimmung haben wir zeitweise in die falsche Richtung gearbeitet, aber das haben wir erkannt und korrigiert. Daher hätte es passen müssen, dass es nicht läuft, das liegt wohl eher am Chauffeur ...«.

In St. Johann drehte Bauer kürzlich zehn lockere Runden, weil das Bayerische Fernsehen einen Beitrag über ihn und das Eisspeedway vorbereitet, und das ZDF begleitet ihn nach St. Johann und zum letzten Grand Prix in Uppsala (Schweden). »Das ist sicher ganz gut für unsere Sportart« hofft er auf größeres mediales Interesse. Wichtig wäre deshalb schon eine ordentliche Leistung am Samstag ab 19 Uhr im Pongau sowie dann in den folgenden GP-Wettbewerben in Assen (9./10. März), Inzell (16./17. März) und Uppsala (23./24. März). »Das ist sicher ein guter Test«, freut sich Bauer auf St. Johann.

Dies gilt auch für Stefan Pletschacher), der schon vor einer Woche bei einem internationalen Rennen antrat – und sich gut präsentierte. Der Fahrer des MSC Ruhpolding musste sich in Heidenreichstein (Österreich) auf der 300-Meter-Bahn lediglich Antonin Klatovsky (Tschechien)/14 Punkte) beugen und kam auf 13 Zähler. Dritter wurde mit zwölf Punkten Jan Klatovsky (Tschechien) vor dem österreichischen Trio Martin Posch (11), Josef Kreuzberger (8) und Martin Leitner (8). Mit sieben Punkten wurde Franz Mayerbüchler junior Achter vor Johann Weber (Schliersee). »Ich komme immer besser in Form«, freut sich Pletschacher über seinen zweiten Platz. Im Grand Prix »ist es in Russland immer schwierig, und auch Franz Zorn und Harald Simon sind zu weit weg. Aber am Rest war ich zumindest dran. Wenn ich gesund bleibe und jetzt noch mehr Rennen fahre, dann müsste es auch im Grand Prix allmählich noch besser laufen. Und in St. Johann würde ich mir einen Platz unter den besten Fünf oder Sechs wünschen«, so der 34-Jährige.

Mayerbüchler fährt an diesem Samstag in Ufa im EM-Halbfinale um einen Platz unter den besten Acht, der einen Platz im Finale am Sonntag bedeuten würde. Für den jungen Inzeller dürfte dies heuer wohl noch nicht zu erreichen sein, denn er muss sich ungemein starker Konkurrenz stellen. Gleich vier russische Fahrer gehen favorisiert ins Rennen – darunter auch Serien-Weltmeister Nikolaj Krasnikow, der heuer nicht mehr im GP antritt, aber schon bei der Team-WM bewies, dass er weiterhin absolut top ist. Harald Simon (Österreich) als derzeitiger WM-Achter ist ebenfalls ein klarer Anwärter auf einen Spitzenplatz, ebenso der Finne Tomi Tani und die Klatovsky-Brüder Jan und Antonin. Doch auch Christoph Kirchner (Steingaden) erhofft sich den Einzug ins Finale, zumal der 24-Jährige zuletzt schon bei Testfahrten in Russland weilte.

Dort trainierte er unter anderem mit Max Niedermaier (Edling), der vom Deutschen Motorsport Bund (DMSB) bereits als deutscher Fahrer für das Finale gesetzt worden war. Niedermaier hat inzwischen seine Schulterverletzung gut überwunden und hofft auf eine ordentliche Platzierung.

Zugleich ist die EM in Ufa ein guter Test für seine GP-Teilnahme in Inzell, wo er – neben den qualifizierten Stefan Pletschacher und Günther Bauer – per Wildcard im Hauptfeld steht. who

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