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Viele Zeitstrafen und klare Niederlage für den DEC

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Spannendes Duell: Inzells Thomas Plenk (links) vor großer Kulisse gegen den Spielertrainer der Trostberg Chiefs, Bobby Wren. (Foto: Wukits)

Die Trostberg Chiefs haben im Lokalderby der Eishockey-Landesliga die Inzeller Festung Max-Aicher-Arena im Handstreich erobert. Mit 5:1 wurde das Derby eine klare Sache für den Lokalrivalen von der Alz.


Im Mittelpunkt der Partie standen allerdings die beiden Schiedsrichter Wolfgang Franzreb (Lenggries) und Johann Hohenadl (Thanning). Sie verhängten in der weitgehend fairen Begegnung 110 Strafminuten, davon sechs 10-Minuten-Ausschlüsse. Damit zogen sie sich den Zorn beider Mannschaften zu.

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»Wir waren nicht schlechter als Trostberg«

Vor allem DEC-Trainer Thomas Schwabl war nach dem Spiel mächtig verärgert: »Klar, eine Derby-Niederlage tut immer weh. Nur was da gepfiffen worden ist, das ist mir unverständlich. Mir fehlen die Worte«, so Schwabl – was vielleicht ganz gut war, möglicherweise hätte er sich noch zu weiteren Äußerungen hinreißen lassen. »Wir waren nicht schlechter als Trostberg, aber das ist unglaublich.«

Zunächst waren die Chiefs vor über 600 Zuschauern mit einem lautstarken Trostberger Anhang spiel- und wortbestimmend. Folgerichtig erzielte Wayne Grapentine das schnelle 1:0. Nach dem Rückstand fingen sich die Hausherren und hatten eine Reihe guter Chancen.

Ex Inzeller sorgt für das 2:1

Letztendlich war es Andi Wieser der in der 24. Minute nach Vorarbeit von Mike Johnstone den Ausgleich erzielte. »Wir waren im ersten Drittel brutal nervös und sind nicht in die Gänge gekommen«, bemerkte Schwabl. Vier Minuten nach dem Ausgleich war es ausgerechnet der Ex-Inzeller Michael Eberlein, der nach einem Pfostenschuss den Abpraller über die Linie des von Peter Zeller gehüteten Gehäuses bugsierte.

Die Vorentscheidung brachte in der 33. Minute das 3:1 durch Rainer Roßmanith. In der Folge wurde das Spiel immer zerfahrener und hektischer und das, obwohl sich die Akteure auf dem Eis um eine faire Gangart bemühten. In einem Derby mit »angezogener Handbremse« standen die Chiefs sehr gut in der Abwehr und hatten in Johannes Käsmaier einen guten Mann zwischen den Pfosten.

»Wir haben in der Abwehr sehr stark gearbeitet und dadurch vorne auch die Tore gemacht«, meinte Spielertrainer Bobby Wren, der im letzten Drittel im Überzahlspiel das 4:1 besorgte. »Jeder Spieler von uns ist stolz für die Chiefs aufzulaufen. Alle haben mit Herz gespielt«, so das Lob von Wren. Nachdem die Strafbank auch im Schlussdrittel von beiden Teams immer bestückt war, war viel Platz auf dem Eis. Diesen nutzen die Trostberger besser und Wayne Grapentine setzte mit dem 5:1 (56.) den Schlusspunkt in einem alles in allem schwachen Derby. »Wir haben bei einigen Gegentoren dumme Fehler gemacht. Solche Tore darfst du nicht kassieren«, gab Schwabl zu.

Nun muss der Trainer bis zum kommenden Samstag sein Team wieder aufrichten. Da kommt um 18 Uhr der große Titelanwärter aus Passau in die Max-Aicher-Arena. »Wir werden das Spiel ruhig analysieren und die Fehler ansprechen. Trotzdem stinkt es mir schon, dass wir ausgerechnet das Derby verloren haben«, so ein ehrlicher Thomas Schwabl.

DEC Inzell - Trostberg Chiefs 1:5 (0:1/1:2/0:2): Tore: (7.) Wayne Grapentine, (24.) 1:1 Andreas Wieser, (28.) 1:2 Michael Eberlein, (33.) 1:3 Rainer Roßmanith, (49.) 1:4 Bob Wren, (56.) 1:5 Wayne Grapentine. – Strafen: DEC (28 und 4 x+ 10) + 10 Andreas Wieser, + 10 Andreas Graf, + 10 Sebastian Schwabl, + 10, Mike Johnstone - Chiefs (22 und 2 x+ 10) + 10 Oleg Matwejenko, + 10 Rainer Roßmanith). – Zuschauer: 610. SHu