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»Viele Leute leisten gute Arbeit beim TuS Traunreut«

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Der TuS Traunreut hat eine neue Vorstandschaft gewählt. Unser Foto zeigt (von links) Gitti Strohmayer (Sportreferentin), Hans Kaltenbacher (Baureferent), Daniela Franek (Kassierin), Hans Mayer (1. Vorsitzender), Markus Tesche (2. Vorsitzender) und Roger Gorzel (3. Vorsitzender). (Foto: Rasch)

Jetzt ist auch formal alles unter Dach und Fach beim TuS Traunreut. Am Montagabend wurde eine fast komplett neue Vorstandschaft gewählt.


Alle 55 Delegierten waren sich in einer außerordentlichen Versammlung einig: Hans Mayer ist der richtige Mann an der Spitze des 2400 Mitglieder starken Vereins.

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In der vollbesetzten TuS-Sportplatzgaststätte versicherte Mayer, er werde alles daran setzen, den Verein langfristig wieder auf gesunde Beine zu stellen. Damit das auch gelinge, müssten aber alle gemeinsam an einem Strang ziehen.

Mit »alle« meinte der 56-Jährige nicht nur seine Mitstreiter in der Vorstandschaft, sondern auch die Abteilungsleiter und Mitglieder. Es funktioniere nur, wenn alle in einem Boot sitzen, betonte Mayer.

Wie berichtet, hatte der Pettinger vor einigen Wochen zugesagt, als Vorsitzender zu kandidieren. Zu seinen Stellvertretern wurden Fußballabteilungsleiter Markus Tesche und Roger Gorzel, ebenfalls Fußballabteilung, gewählt. Obwohl beide und auch er aus der Fußballabteilung stammen, versprach Mayer: »Es wird kein fußballlastiger Verein werden.« Mit Daniela Franek wurde das Amt des Kassiers neu besetzt und mit Hans Kaltenbacher (Skiabteilung) das Baureferat.

Sportreferentin bleibt Gitti Strohmayer, Kassenprüferinnen Gabi Liebetruth und Sabine Wiesenzarter. Im Moment noch vakant ist der Posten eines Mitgliederverwalters. Bei über 2000 Mitgliedern sollte dieser Posten, der richtig viel Arbeit mache, zwingend besetzt werden, forderte der neue Vorsitzende. Weiter teilte er mit, dass die Vereinssatzung entsprechend angepasst werden soll. Im Bereich der Liegenschaften stehe die Sanierung der Kadlec-Halle im Vordergrund. Und: »Wir werden uns auch dem in der Kritik stehenden Kunstrasenplatz annehmen.«

Ursprünglich sollte von der Versammlung auch die bisherige Vorstandschaft für die Zeit zwischen Januar und Juli dieses Jahr entlastet werden. Auf Empfehlung von Gabi Liebetruth wurde die Entlastung auf die nächste Jahreshauptversammlung verschoben. Nach Angaben von Liebetruth seien im oben genannten Zeitraum finanzielle Veränderungen eingeleitet worden, die noch nicht konkret belegt seien, aber Auswirkungen auf die Zukunft des Vereins haben könnten.

Die letzten drei Monate des größten Sportvereins im Stadtgebiet von Traunreut waren geprägt von intensiven Gesprächen auf der Suche nach einem Nachfolger für Claudia Schmid und ihr Team. »Es waren aufregende drei Monate. Ich bin froh, dass jetzt eine Lösung gefunden werden konnte«, erklärte sie eingangs.

Schmid war acht Jahre lang Vorsitzende und legte ihr Amt bei der Jahreshauptversammlung im April dieses Jahres offiziell nieder. Weil aber kein Kandidat gefunden werden konnte, hatten sich Schmid und Kassierin Tine Grafetstetter bereit erklärt, den Vorsitz kommissarisch zu übernehmen. Nach intensiven Gesprächen mit Vertretern des Vereins und der Stadt, konnte schließlich Hans Mayer als Kandidat gefunden werden.

Mayer ist im Moment auch noch Vorsitzender des TSV Petting und stellvertretender Schiedsrichterobmann in der Gruppe Ruperti. Wie er erklärte, werde er bis Februar 2018 das Amt des 1. Vorsitzenden des TSV Petting weiterhin innehaben und dann entscheiden, ob es überhaupt noch möglich sei. Die Verbindung zum TuS Traunreut sei dadurch entstanden, weil sein Sohn dort seit einigen Jahren in der I. Fußballmannschaft Torwart sei. So habe er in der Hauptsache den TuS über die Fußballschiene, mittlerweile aber auch die anderen Sparten kennengelernt und dabei festgestellt: »Es gibt viele Leute, die gute Arbeit leisten beim TuS.« In seinen Augen wäre es eine Schande für die ganze Region, wenn der Verein aufgrund einer fehlenden Führung nicht mehr existieren könne.

Mut, ein breites Kreuz und einen entspannten Verein wünschte Bürgermeister Klaus Ritter dem neuen Vereinsoberhaupt und seinem Team. Die anwesenden Mitglieder forderte er auf, dem neuen Vorstand Zeit zu geben. »Seid geduldig. Der Ball dreht sich weiter, auch wenn er sich anders rum dreht.« Ritter sicherte bei Bedarf auch weiter die Unterstützung der Stadt zu.

Applaus und Geschenke gab es für die ausgeschiedene Vorstandschaft. »Ich danke Euch für acht Jahre Verantwortung, Kampfgeist und Kraft«, lobte Ritter die ehrenamtliche Arbeit von Claudia Schmid, Tine Grafetstetter und Sigi Straßhofer. ga