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Viele Hobbyläufer und einige Stars am Start

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46. Internationaler Hochfelln-Berglauf am morgigen Sonntag
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Ein großes Teilnehmerfeld wird auch heuer wieder beim traditionellen Hochfelln-Berglauf erwartet. (Foto: Müller)

Der 46. Internationale Hochfelln-Berglauf am morgigen Sonntag (10 Uhr) wird wieder mit Spannung erwartet. Über 200 Läufer, darunter viele ambitionierte Hobbyläufer und Breitensportler, aber auch einige Weltklasse-Bergläufer, haben bereits für die Veranstaltung des SC Bergen gemeldet.


Die Organisationsleitung um Dr. Jürgen Schmid rechnet aber angesichts der perfekten Wetterprognosen noch mit zahlreichen Nachmeldungen. Kurzentschlossene können heute, Samstag von 15 bis 18 Uhr im Verkehrsamt in Bergen und am morgigen Sonntag von 7.30 bis 9 Uhr an der Talstation der Hochfelln-Seilbahn nachmelden. Dort fällt dann um 10 Uhr auch der Startschuss für den Berglauf-Klassiker.

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Bis zum Hochfellnhaus müssen die Läufer auf der 8,9 Kilometer langen Strecke 1074 Höhenmeter überwinden. Die schnellsten Läufer werden nach knapp unter 45 Minuten das Ziel erreichen. Den Fabel-Streckenrekord hält seit 2002 der siebenfache Berglauf-Weltmeister Jonathan Wyatt (40:34,9 Minuten) aus Neuseeland, der achtmal am Hochfelln triumphierte – erstmals vor genau 20 Jahren und letztmals 2010. Topfavorit ist der dreifache Hochfelln-Berglauf-Sieger und Ex-Weltmeister Petro Mamu (Eritrea), der heuer ein beachtliches Comeback feierte. Zum Favoritenkreis zählt aber auch der Italiener Antonio Toninelli, der an seinem Lieblingsberg zum zweiten Mal nach 2017 gewinnen will.

Etwas dagegen haben könnte der seit Jahren im Chiemgau lebende und arbeitende Spitzenläufer Filimon Abraham (Eritrea), der in den beiden Vorjahren als Vierter nur knapp das Podest verpasst hatte. »Gib mir diesmal die Startnummer eins und ich werde dich bestimmt nicht enttäuschen«, riet Abraham dem stellvertretenden OK-Chef Georg »Bibi« Anfang bei einer Hochfelln-Trainingseinheit mit einem Schmunzeln.

Sein großes Selbstbewusstsein kommt nicht von ungefähr, denn Abraham hat sich in den letzten Jahren bei diversen Straßenläufen, Bergläufen und Halbmarathons in die Siegerliste eingetragen. Beim Schlickeralmberglauf musste er heuer nur Petro Mamu den Vortritt lassen. Zudem gewann Abraham den prestigeträchtigen Großglockner-Berglauf.

Bei den Damen dürfte der Sieg einmal mehr nur über die sechsmalige Berglauf-Weltmeisterin und dreimalige Berglauf-Europameisterin Andrea Mayr aus Österreich führen. Sie könnte heuer bereits zum zehnten Mal am Hochfelln triumphieren. Der von ihr 2008 aufgestellte und seitdem nur von ihr selbst gefährdete Streckenrekord liegt bei 47:28,2 Minuten.

Sicher dabei sein werden auch die deutschen Top-Bergläuferinnen Sarah Kistner und Michelle Maier. Kistner war bereits 2015 und 2017 Zweite geworden und möchte nach verletzungsbedingten Problemen im Vorjahr heuer wieder ganz vorne mitmischen. Die Bad Aiblingerin Maier kam in der Damenwertung in den vergangenen drei Jahren jeweils auf den dritten Platz und sicherte sich damit auch den Kreismeistertitel. Nach längerer Verletzungspause darf man aber nicht zu viel von ihr erwarten. »Ich möchte aber auf jeden Fall dabei sein und locker mitlaufen«, so Maier.

Dass es heuer starke Einbußen im internationalen Teilnehmerfeld gibt, liegt an den 19. WMRA Masters World Mountain Running Championships im italienischen Gagliano del Capo, die kurzerhand auf den Traditionstermin des Hochfelln-Berglaufes verschoben worden waren.

»Unvermögen oder Absicht, gigantischer Dilettantismus des Weltdachverbandes ist es auf jeden Fall«, ärgert sich das Hochfelln-Berglauf-Urgestein Georg Anfang über die Direktoren der WMRA.

Wichtige Infos für alle morgigen Besucher: Die erste reguläre Fahrt mit der Seilbahn ist am Sonntagmorgen um 7.30 Uhr, dann jeweils halbstündlich. Bei Bedarf gibt es auch Zwischenfahrten. Die Gondel gleich nach dem Start um 10 Uhr ist für Pressevertreter und Ehrengäste reserviert.

Mannschaftsführer, Angehörige und Zuschauer zahlen für die Berg- und Talfahrt nur zwölf Euro. Am Renntag folgt mittags am Hochfellnhaus die traditionelle »Flower Ceremony«. Die Siegerehrung beginnt dann um 14 Uhr im Festsaal in Bergen. mmü

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