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Viele Geschenke beim 3:4 des SBC II

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So blieb er auch gegen Perachs Torhüter dreimal Sieger: Markus Mittermaier vom SBC Traunstein II. (Foto: Wirth)

»Beide Abwehrreihen haben katastrophale Fehler gemacht – es war der Tag der Geschenke.« Dieses Fazit zog Bernd Ober, Trainer des abstiegsbedrohten Fußball-Kreisligisten SB Chiemgau Traunstein II, nach der 3:4 (3:3)-Heimniederlage gegen den FC Perach. »Eigentlich wäre ein Unentschieden gerecht gewesen«, so Ober.


Der Gast ging bereits mit der ersten Möglichkeit in Führung. Einen Freistoß von Leo Rinke wehrte Traunsteins Tormann Andi Abfalter ans Schienbein des Perachers Manfred Hofmeister ab, von wo das Leder zum 0:1 ins Netz prallte (5.). In der zwölften Minute brachte Attila Nagy einen Freistoß von der rechten Seite in die Mitte und es klingelte erneut im Kasten der Bezirksliga-Reserve. Thomas Klingenberg war zur Stelle und vollstreckte zum 0:2.

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In der Folge packten die Mannen von FC-Trainer Karl-Heinz Fenk die Gastgeschenke aus. Nach einem Freistoß stand Markus Mittermaier völlig frei. Dessen Kopfball konnte Schlussmann Andreas Kirschner nur noch in Richtung langes Dreieck abwehren, ehe der Ball im Netz landete.

Den ersten kapitalen Fehler der Peracher Abwehr nutzte Mittermaier per Flachschuss mit dem linken Fuß zum 2:2-Ausgleich (25.). Nur drei Minuten später wollte Perachs Florian Sperber den Ball zu Schlussmann Kirschner spielen, übersah aber Mittermaier, der aus kurzer Distanz vollstreckte. Mittermaier hatte übrigens schon beim Stand von 0:1 eine dicke Chance vergeben, als er allein »durch« war, sich dann jedoch den Ball zu weit vorlegte. Es hätte also sein großer Tag werden können.

So aber währte die Freude der Traunsteiner übers 3:2 nur fünf Minuten: Nach einer Ecke brachte FC-Spielführer Waldemar Beitow den Ball am langen Pfosten zurück vor den SBC-Kasten, dort vollstreckte Rinke unhaltbar zum 3:3.

Nach dem Seitenwechsel ließ Perach den SBC nicht mehr richtig ins Spiel kommen. Der entscheidende Treffer fiel in der 55. Minute: Nach einem Beitow-Pass, der durch drei Traunsteiner glücklich hindurchkam, steuerte Klingenberg allein aufs SBC-Gehäuse zu und gab Abfalter das Nachsehen. »Der Ball hätte nie und nimmer bei Klingenberg landen dürfen – ein Wahnsinn«, klagte Ober über das kuriose Gegentor, mit dem die neunte Traunsteiner Niederlage in Folge besiegelt war. cs