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Viel Spaß und tolle Unterhaltung in Kirchanschöring

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Flotte Duelle zeigten Biathleten und Fußballer auf dem Bild, so wie hier Isidor Scheurl (links) vom Team Biathlon und Kirchanschörings Maximilian Vogl. (Fotos: Butzhammer)

SV Kirchanschöring: Sailer, Stöwe, Eder, Jell, Wallisch, Karayün, Willinger, Höller, Vogl, Maierhofer, Eimannsberger. – Hoyer, Janietz, Judex, Erlinger, Tschoner, Omelanowsky, Gürcan, Hofmann, Schild, Sturm, Jung.


DSV-Biathlon-Team: Hillebrand (SVK), Kristian Mehringer, Florian Graf, Tobias Reiter, Andi Stitzl, Johannes Kühn, Andreas Birnbacher, Dominik Hausner (SVK), Gerd Schönfelder, Matthias Dorfer, Isidor Scheurl, Dominik Schmuck, Dominic Reiter, Niklas Homberg, Johannes Donhauser, Josef Ferstl, Patrick Mölzl (SVK).

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Schiedsrichter: Keck (Erding).

Tore: 1:0 Jell (9.), 2:0 Erlinger (55.), 2:1 Birnbacher (66.), 3:1 Omelanowsky (68.), 4:1 Janietz (71.), 4:2 Scheurl (76.), 4:3 Stitzl (78.), 4:4 Mölzl (80.).

Gewinner nach Elfmeterschießen: SVK.

Zuschauer: 737.

Fast 800 Zuschauer fanden sich zum Benefizspiel der Bayernliga-Kicker des SV Kirchanschöring gegen die von Ex-Löwen-Trainer Werner Lorant gecoachte DSV-Biathlon-Team im Stadion an der Laufener Straße ein. Sie erlebten einen wohl unvergesslichen Tag, der für einige bis tief in die Nacht dauerte.

Weit vor 18 Uhr war die Tribüne des SVK-Stadions gut gefüllt, während die Gewitterwolken drohten, aber alle Anwesenden noch verschonten. Die sahen den Einlauf der Wintersport-Elite um Franziska Preuß, Vanessa Hinz, Maren Hammerschmidt und Simon Schempp.

Preuß gab zu, dass den Jungs »das Spiel heute schon wichtig« sei, »das war Hauptthema im Training. Alle freuen sich drauf und wollen zeigen, was sie drauf haben.« Hinz musste laut lachen, als sie nach dem besten Fußballer im Team gefragt wurde. »Die wollten uns nicht mitspielen lassen und haben gesagt, wir sollen draußen zuschauen. Is gscheita.« Auslöser der Idee des Spiels war die Sportler-Ehrung im Landratsamt Traunstein. Schempp sagte, »dass der Andi, der Birnei und sogar ich die Anstifter des Spiels waren.«

Während die Wintersport-Stars unter tosendem Applaus auf die Tribüne gingen, musste selbst das Schiedsrichter-Gespann um Christian Keck aus Erding mit Manuel Schwarzfischer und Simon Stadler an der Linie beim Einlauf lachen »Wahnsinn, wer da alles dabei ist«.

Fußball war Nebensache. Wichtiger war das Drumherum, wobei Harald von Knoerzer und Manfred Straßer moderierten. Das 1:0 für den SVK erzielte Thaddäus Jell nach neun Minuten.

SVK-Trainer Mölzl für die Biathleten am Ball

Zur Pause juckte es dann SVK-Trainer Patrick Mölzl selber. Der Ex-Profi schnürte kurzerhand die Fußball-Schuhe. Er unterstützte in der zweiten Halbzeit das Biathlon-DSV-Team um Kristian Mehringer, Florian Graf, Tobias Reiter, Andi Stitzl, Johannes Kühn, Andreas Birnbacher, Paralympics-Sportler Gerd Schönfelder, Matthias Dorfer, Isidor Scheurl, Dominik Schmuck, Dominic Reiter, Niklas Homberg, Johannes Donhauser und Alpin-Skifahrer Josef Ferstl.

In der 55. Minute musste der SVK-Trainer das 2:0 seiner Jungs durch Marcel Erlinger hinnehmen. Der frenetisch gefeierte Anschlusstreffer zum 2:1 folgte elf Minuten später, wobei der Torschütze im falschen Trikot zunächst nicht ganz ausgemacht werden konnte – letztlich wurde der Treffer Andi Birnbacher gutgeschrieben. Die SVK-Spieler ließ das nicht auf sich sitzen und erzielten durch Torjäger Manuel Omelanowsky zwei Minuten später das 3:1 (68.). Tobi Janietz erhöhte kurz darauf sogar auf 4:1 (71.). Dann schlugen die Wintersportler zu – und wie: Scheurl verkürzte zunächst auf 2:4 (76.), Stitzl zwei Minuten später auf 3:4 und Mölzl machte den 4:4-Ausgleich (80.).

In der 81. Minute brachen Stitzl und Mölzl das Spiel bei strömendem Regen ab. Der Sieger wurde im Elfmeterschießen ermittelt. Das gewannen die Fußballer nach einem heftigen Schlagabtausch.

Birnbacher plant Spiel in Schleching

Werner Lorant, der das Wintersport-Team betreute, war mit dem Spiel seiner Jungs an sich zufrieden »nur das Elfmeterschießen müssen wir noch üben.« Für Birnbacher war es »ein super Spiel«, mit »Spaß für beide Seiten«. Er selbst plane am 30. Juli in Schleching eine ähnliche Veranstaltung und hofft auf ebenso viele Zuschauer.

Was die Partie in Kirchanschöring betrifft: Die Einnahmen aus den Eintrittsgeldern und der Versteigerungen der Trikots (jede Karte ist ein Los) kommen unter anderem den Special Olympics der Lebenshilfe und dem HPZ in Ruhpolding zugute. mw