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Viel Spaß beim Auftakt der »virtuellen« Rennserie

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Agnes Rogowski hatte viel Spaß beim virtuellen Lauf. Sie startete in der U 12. Dort waren 3 km zu absolvieren,

Kein gemeinsames Training, erste Absagen von Wettkämpfen: Auch für die Leichtathleten in der Region ist in der Corona-Krise vieles anders als gewohnt. Daher veranstaltete nun die Leichtathletik-Abteilung des TV Traunstein ein vereinsinternes, »virtuelles« Rennen. Die Resonanz war positiv, und beim TVT plant man nun, mehrere solcher Rennen durchzuführen. »Es wird dann eine Gesamtwertung geben mit einer kleinen Preisverleihung«, kündigte Elisabeth Riepel in einem Schreiben an die Sportler und deren Eltern an. Riepel ist Abteilungsleiterin und eine der Trainerinnen.


Am vergangenen »langen« Wochenende hatten die 24 Teilnehmer drei Tage Zeit, um sich an ihre Aufgaben zu machen. Dabei sollten alle Sportler eine Streckenlänge absolvieren, die aufgrund ihres Alters vorgegeben war und von 1 km bis 5 km reichte. Die Streckenlänge musste mit GPS über eine Tracking-App am Handy oder mit einer Smart-Watch bzw. GPS-Sport-Uhr gemessen werden. Zeit und Strecke mussten zusätzlich per Screenshot oder Foto dokumentiert werden.

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Die Strecke über 5 km bewältigte U-18-Athlet Severin Bächle in 20:13 Minuten am schnellsten. In der U 18 brachte es Julia Wimmer auf 28:00 Minuten, in der U 16 war Maren Alickmann (24:43) sogar noch schneller.

Besonders auf der 4-km-Strecke (Jahrgänge 2008 und 2007) war der Andrang groß. Lavinia Greve (20:57) war hier die Schnellste und brachte es auf die gleiche Zeit wie bei den Erwachsenen ihre Mutter Sonja Greve. Schnellster Läufer war hier Niklas Both (23:20). Aus dem Jahrgang 2007 erzielten Sophie Dallmayer (23:26) und Felix Zeiser (26:13) die besten Zeiten.

Die 3-km-Stecke war der Altersklasse U 12 vorbehalten, wobei Linn Mayerhofer (16:22) die Schnellste war. Aus der U 14 lief Niklas Mayer auf dieser Distanz eine Zeit von 14:38 Minuten.

Die U 10 hatte 2 km zu bewältigen, hier war Antonia Häusl (10:50) am schnellsten, während bei der U 8 (1 km) sowohl Leonhard Feichtenschlager (4:29) als auch Linna Schade (4:40) klar unter der Fünf-Minuten-Marke blieben.

Bei den Erwachsenen lief Chris Mayer 9,2 Kilometer in 47:49 Minuten.

Im Vorfeld des Laufes hatten die Aktiven auch Tipps bekommen – die auch für andere Läufer nützlich sein könnten. Regelmäßiges Training gehört natürlich zur Vorbereitung, und im Falle der »Wettkämpfer« sollte die Laufstrecke im Training »mindestens solange wie die Wettkampfstrecke sein.« Zudem wurde den Sportlern geraten, Tempowechsel einzubauen. Ein Beispiel: Nach lockerem Warmlaufen und Dehnen sollten flotte Einheiten folgen. 15 Sekunden schnell, 15 Sekunden gehen; 30 Sekunden schnell, 30 Sekunden gehen; eine Minute schnell, eine Minute gehen; 30 Sekunden schnell, 30 Sekunden gehen; 15 Sekunden schnell; 15 Sekunden gehen. Ohnehin erhält ein Teil der Trainingsgruppen seine Pläne per Whats-App zugeschickt.

Zudem hieß es im Vorfeld des Rennens: »Wichtig wäre natürlich, das ihr beim Training und Wettkampf die aktuellen Corona-Regeln einhaltet.« Das bedeutet unter anderem: Jeder sollte für sich (oder mit der Familie) laufen, möglichst zu einer anderen Zeit auf einer anderen Strecke als die Teamkollegen.

»Das hat gut geklappt«, freut sich die Abteilungsleiterin. Und daher steht auch schon fest, wann die nächsten »Rennen« stattfinden: Am Wochenende von 15. bis 17. Mai sollen die Leichtathleten jeweils die halben Distanzen vom Auftakt absolvieren.

Vom 29. bis 1. Juni sind dann wieder die gleichen Streckenlängen wie beim Auftakt gefordert. Dabei hoffen die Trainer, dass sich noch mehr Leichtathleten für das Angebot begeistern und die, die schon beim ersten Mal gestartet sind, ihre Zeiten verbessern.

Vor diesem Auftakt wurde auch an die Teilnehmer appelliert, ehrlich zu sein und nicht zu schummeln. Wer schummle, betrüge sich selbst, hieß es. Doch die Sportler haben ja ohnehin ein Interesse daran, am Ende realistische Zeiten zu erhalten: Schließlich wollen sie dann, wenn die Wettkämpfe wieder beginnen, einen Anhaltspunkt haben, wo sie leistungsmäßig wirklich stehen.

Bis dahin gibt's erst einmal »nur« Training allein, zu zweit oder mit der Familie und die »virtuellen« Rennen. Doch wie das vergangene Wochenende gezeigt hat, kann auch das viel Spaß machen ... who

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