Viel Abwechslung bei den heimischen Langläufern

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Viel Abwechslung im Training gibt es für den heimischen Skilanglauf-Nachwuchs – so wie hier bei einem Trainingsparcours in Teisendorf.

Für die Langlauf-Schülermannschaft des SV Chiemgau gab es auch im Sommertraining viel Abwechslung. Obwohl noch unklar ist, wann in diesem Jahr Wettkämpfe möglich sein werden, soll die Vorbereitung möglichst wie üblich verlaufen.


Allerdings sollen dabei auch »unübliche« Einheiten dazu beitragen, dass der Skinachwuchs die Freude an seinem Tun behält. Zuletzt durften die jungen Langläufer und ihre Trainerin Michaela Hofmeister auf dem Gelände der Firma Wieninger in Teisendorf einen großen Parcours aufbauen.

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»Da wir für einen Parcours mit Skirollern immer viel Platz brauchen und dieser in der passenden Größe für uns sonst nicht zur Verfügung steht, war das für uns eine hervorragende Trainingsmöglichkeit«, lobt Hofmeister. Und ergänzt: »Zwischen den Getränketürmen war die Atmosphäre einfach einmalig.« Die Sportler konnten das gesamte Firmengelände nutzen, um Slalom, Tore, Richtungswechsel, Kurven, Kreise, Sprünge usw. in einer 1-km-Runde aufzubauen.

Knapp 30 Kinder aus dem Gau zwischen 13 und 15 Jahren waren bei den Übungseinheiten dabei und freuten sich darüber, mal so eine außergewöhnliche Vorbereitung absolvieren zu dürfen. Ebenfalls positiv: »Da dies im Winter zu unseren Wettkampfformen gehört, passte das sehr gut«, berichtet Hofmeister. Abgerundet wurde der Trainingstag mit einem Spieleturnier am Nachmittag und Pizzaessen.

Insgesamt versuchte das Trainerteam, für eine abwechslungsreiche Sommervorbereitung zu sorgen. So wurden häufig die Trainingsorte gewechselt, auch traf man sich mit den Aktiven mal zum Schwimmen oder Berggehen.

»Und wir haben öfter einen ganzen Tag miteinander verbracht, weil wir ja keine richtigen Lehrgänge anbieten konnten. Es ging darum, dass wir etwas Zeit miteinander verbringen können«, verdeutlicht Hofmeister.

Dabei sei es auch immer wichtig gewesen, die Abstände so weit wie möglich einzuhalten. Bei drei Betreuern – und weil von den 30 Kindern ohnehin wegen der Urlaubszeit nie alle da waren – konnte in kleinen Gruppen gearbeitet werden, »und beim Skirollern hat man ohnehin entsprechenden Abstand«, erläutert sie.

Jetzt geht es in das Herbsttraining. Dabei hoffen die Verantwortlichen, »dass die Vorbereitung weiterhin so stattfinden kann, wie wir es bisher hatten.« Zudem werden die Trainer im Herbst ein Online-Krafttraining mit der Gruppe einplanen. »Das haben wir als positiven Lerneffekt aus der Coronazeit mitgenommen«, freut sich Hofmeister.

Auch die Chance auf eine echte Wettkampf-Saison ist mittlerweile deutlich größer geworden. Zum einen, weil zum Beispiel zuletzt die Deutschen Meisterschaften im Biathlon ausgetragen werden konnten, zum anderen, weil nun in Bayern auch der Amateursport ab 19. September wieder offiziell erlaubt ist.

»Jetzt gibt es schon eine kleine Hoffnung, dass da im Winter eventuell was mit Wettkämpfen geht«, zeigt sich Hofmeister vorsichtig zuversichtlich. Sollte dies der Fall sein, wären ihre Schützlinge zumindest gut vorbereitet ... who

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