weather-image

VfB Stuttgart testet doppelt in Grassau

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Er trainiert mit dem VfB Stuttgart in Grassau: Kevin Großkreutz, dessen Mannschaft gleich zwei Testspiele auf dem ASV-Platz bestreitet. (Foto: Eisenkolb)

Eine Woche lang hat der VfB Stuttgart in Grassau Quartier bezogen. Noch bis Sonntag bereiten sich die Schwaben hier auf die kommende Saison vor – nach dem Abstieg in die II. Bundesliga soll es möglichst schnell wieder nach oben gehen. Trainer Jos Luhukay weiß jedoch, dass der direkte Wiederaufstieg »kein Selbstläufer« wird – »aber wir werden alles dafür tun.«


Das sollen seine Spieler nicht nur bei den täglichen Trainingseinheiten beweisen, sondern auch in zwei Testspielen: Erster Gegner in Grassau ist am Freitag um 16.30 Uhr Spartak Moskau, am Samstag folgt um 14 Uhr ein weiterer Test gegen den FC Zbrojovka Brünn.

Anzeige

Darauf können sich die Stuttgarter in Grassau optimal vorbereiten, wie Jos Luhukay erklärt. »Wir sind froh, dass wir hier solche Bedingungen und Möglichkeiten haben.« Der Niederländer ist besonders begeistert davon, dass die Mannschaft zu Fuß vom Hotel auf den Trainingsplatz gehen kann.

»Das Trainingslager ist eine gute Chance für uns, die Spieler kennenzulernen«, meint Luhukay, der den VfB Stuttgart nach dem Abstieg übernommen hat. In den 53-Jährigen setzen die Schwaben große Hoffnungen, weil ihm bereits mit Borussia Mönchengladbach, dem FC Augsburg und Hertha BSC Berlin als Cheftrainer der Aufstieg in die I. Bundesliga gelungen ist.

Trotzdem sieht sich Luhukay nicht als »Feuerwehrmann«. »Wir haben nach dem Aufstieg die Liga gehalten, ich habe Dinge entwickelt und die Mannschaften verbessert«, betont der VfB-Trainer.

Nun steht Jos Luhukay jedoch sportlich vor seiner »schwersten Situation«: »Wir sind in der fünften Woche und der Kader ist immer noch nicht komplett«, erklärt er und gibt zu, dass die Mannschaft noch auf allen Positionen Verstärkungen brauchen kann – vor allem aber in der Offensive. Trotzdem ist der Trainer überzeugt davon, dass Stuttgart »nicht in die Zweite Liga gehört« und will das so schnell wie möglich wieder ändern. »Auch wenn es mal nicht so läuft, dürfen wir die Richtung nie verlieren«, sagt er. »Den Druck muss man aushalten können.«

Gute Ergebnisse gibt es zumindest jetzt schon auf dem Trainingsplatz: Kevin Großkreutz, der am Dienstag seinen 28. Geburtstag gefeiert hatte, ist nach seiner Verletzungspause wieder ins Training eingestiegen und auch die übrigen Spieler »geben vom ersten Tag an 100 Prozent«, freut sich Jos Luhukay. »Die Eindrücke sind überwiegend positiv.«

Die Spieler absolvieren in Grassau »ein komplexes Trainingsprogramm. Es geht darum, so schnell wie möglich so gut wie möglich für die Saison vorbereitet zu sein.« Ein reines Lauftraining sei dabei nicht die Philosophie des Niederländers.

Deshalb lässt er auch die Mannschaft täglich mit dem Ball trainieren. »Es geht dabei aber nicht um den Spaßfaktor«, erklärt Jos Luhukay. »Wir wollen bessere Fußballer aus den Spielern machen und da gehört der Ball einfach dazu.« jom

Mehr aus Traunstein
Mehr aus Traunstein