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Versöhnlicher Jahresabschluss

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Traunsteins Neuzugang Markus Haindl (rechts, hier im Duell gegen den Memminger Egino Rau) zeigte gleich in seinem ersten Spiel für den TVT sein Können. (Foto: Weitz)

Die lange Durststrecke hat ein Ende. Nach sieben Spielen ohne Sieg haben die Bayernliga-Basketballer des TV Traunstein zum Hinrundenabschluss den TV Memmingen mit 80:70 geschlagen (wir berichteten kurz). Das fehlende Selbstvertrauen war stellenweise noch deutlich zu spüren, der Wille und der Einsatz stimmten aber, sodass der TVT nun durch eine starke Mannschaftsleistung mit einem Erfolgserlebnis in die kurze Winterpause gehen kann. Durch den zweiten Saisonsieg verlässt man auch das Tabellenende und schiebt sich an Grünwald und Heising-Kottern vorbei auf den 10. Platz.


Es ist nicht zu leugnen, dass großer Frust über den bisherigen Saisonverlauf auf Seiten der Traunsteiner herrscht. Zu oft musste man sich trotz guter Leistungen knapp geschlagen geben, hatte man mit Verletzungssorgen zu kämpfen oder konnte man das eigene Potenzial nicht abrufen. Umso größer war der Wunsch nun, vor heimischer Kulisse mit einem Positiverlebnis die Hinrunde abzuschließen.

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Nach einem zunächst nervösen Start waren es Youngster Lukas Schwankner und Routinier Franz Hell, die den TV auf die richtige Spur brachten. Schwankner bewies mit drei Dreipunktwürfen allein im ersten Viertel sein Wurftalent. Hell kümmerte sich um die Verwertung von Abprallern. So spielten die Hausherren zunehmend befreit auf und legten einen 14:0-Lauf kurz vor Ende des ersten Viertels hin (28:19).

Knapper Vorsprung nach dem dritten Viertel

Diesen Schwung konnte man so aber nicht in den zweiten Abschnitt mitnehmen. TV-Coach Enes Tadzic analysierte treffend in der Halbzeitansprache, dass man sich zu viel auf Einzelaktionen verlasse und das Zusammenspiel nicht mehr gesucht wurde. Auch defensiv fehlte es öfters an Abstimmung, sodass man nur noch mit einer knappen Führung in das dritte Viertel ging (44:43).

Die TVTler zeigten aber die richtige Reaktion und mit neuem Einsatz gelang es ihnen nach und nach, sich einen neuen Vorsprung zu erarbeiten. Spürbar war auch der Glaube daran, das Spielfeld an diesem Spieltag als Sieger verlassen zu können, zumal man nach langer Zeit auch wieder mit einem annähernd bestbesetzten Kader antreten konnte.

Dieser erfährt durch Neuzugang Markus Haindl eine weitere Verstärkung. Der langjährig für Neuötting in der Bayernliga aktive Flügelspieler liefert dem Traunsteiner Spiel neue Qualitäten, die auch gleich im ersten Spiel Haindls deutlich wurden. Mit seiner Dynamik riss er Löcher in die Memminger Defensive, verwandelte selbst oder bediente seine Mitspieler und hatte so entscheidenden Anteil daran, dass der TVT sich zunehmend absetzen konnte.

Die Gäste verwickelten sich nun immer öfter in Diskussionen mit dem Schiedsrichtergespann. Zahlreiche technische Fouls und der Spielausschluss des gegnerischen Trainers zogen die zweite Hälfte in die Länge. Das Lamentieren der Memminger änderte aber nichts daran, dass sich die Traunsteiner diesen Sieg nicht mehr nehmen ließen.

Am Ende stand ein 80:70-Sieg, der auch noch höher ausfallen hätte können, wenn man gegen Ende nicht deutlich die Konzentration und die Souveränität hätte missen lassen. Angesichts der nach der Niederlagenserie durchaus noch greifbaren Verunsicherung ist dies aber zu verkraften. Die Erleichterung war groß, den zweiten Saisonsieg geschafft zu haben.

Nun gilt es, über den Jahreswechsel neue Kräfte zu tanken und im neuen Jahr wieder voll anzugreifen. Das Rennen um den Nichtabstieg ist weiterhin knapp und gerade zu Beginn der Rückrunde stehen die wichtigen Spiele gegen potenzielle Abstiegskonkurrenten aus Rosenheim, Grünwald und Heising-Kottern an.

Für den TVT spielten: Stefan Gruber (21 Punkte), Markus Haindl (14 / 1 Dreier), Julian Rosnitschek (14), Lukas Schwankner (12/4 ), Thomas Weber (10/2), Valentin Rausch (5/2), Franz Hell (4), Sebastian-Bryan Foltys (2), Simon Haunerdinger, Sebastian Kösterke und Marko Vasic. JR

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