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Veronika Germann »regiert« in Ruhpolding

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Sie ist die strahlende Dorfschützenkönigin des jüngsten Ruhpoldinger Dorfschießens: Veronika Germann (Bildmitte) bekam von Vorjahressieger Tobias Lechner (Dritter von links) die Königskette überreicht. Es gratulierten (von links): Sepp Hauber, Jugendschützin Franziska Heinz, Erwin Plenk, Jugendschützin Tanja Schmid und Schützenmeister Helmut Müller. (Foto: Bichler)

Zum 36. Mal veranstaltete die Feuerschützengesellschaft (FSG) Ruhpolding das Dorfschießen. Insgesamt 847 Schützen nahmen heuer am Kleinkaliberwettbewerb teil, wobei jeder Teilnehmer 15 Schuss liegend aufgelegt und je einen Schuss auf die Königsscheibe für die »Blattl«-Wertung abgeben durfte. Das beste Blattl, einen 31,6-Teiler, erzielte dabei Veronika Germann, die für die Mannschaft des Hotels »Zur Post« an den Start ging und somit neue Dorfschützenkönigin wurde.


Das traditionelle Dorfschießen erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Mit einer Gesamtbeteiligung von 847 Schützen blieb die Teilnehmerquote in diesem Jahr jedoch klar unter der Vorjahresmarke (955) zurück. Dies nannte Helmut Müller, der Erste Schützenmeister des Vereins, einen »schmerzlichen Verlust«, der erst einmal verdaut werden müsse. Nach dem leichten Anstieg der Teilnehmerzahl von 2010 auf 2011 habe man sich doch eine andere Zahl erwartet.

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Trotz des Teilnehmerrückgangs konnte der Schützenmeister des Vereins auch in diesem Jahr auf eine rundum gelungene Veranstaltung zurückblicken. Parallel zu den Umbauarbeiten der Ruhpoldinger Turnhalle nebenan, konnten auch die Installationsarbeiten für die neuen Belüftungsschächte der Schießhalle rechtzeitig vor Beginn des Dorfschießens erfolgreich zum Ende gebracht werden.

Daher sei die Sport- und Wettkampfstätte noch moderner geworden und biete damit hervorragende Rahmenbedingungen, nicht nur für das jüngste Dorfschießen.

Auch dieses Jahr gab es wieder drei verschiedene Mannschaftswertungen – Mannschaften Allgemein, Betriebe und Frauen – bei der jedes Team mit beliebig vielen Teilnehmern antreten konnte; jedoch kamen nur die fünf ringbesten Schützen in die Wertung.

Nachdem sich in den letzten beiden Jahren mit Tobias Lechner und Fritz Fischer jun. zwei männliche Jungspunde durchgesetzt hatten, eroberten sich in diesem Jahr drei Frauen den »Platz an der Sonne« zurück. Buchstäblich ins Schwarze traf Veronika Germann, die für die Mannschaft des Hotels »Zur Post« antrat. Mit einem 31,6-Teiler lag ihr Schuss am besten in Zentrumsnähe. Auf den Plätzen zwei und drei landeten Kerstin Kecht vom SVR-Indiaca-Team und Rita Sojer von den Miesenbacher Röckiweibern.

Bei den Mannschaftswertungen sollten sich auch heuer wieder die »üblichen Verdächtigten« wieder durchsetzen. In der Klasse »Mannschaft Allgemein« (37 Mannschaften) war heuer der Ski-Club mit 696 Ringen nicht zu schlagen. Nur vier Ringe weniger auf der Ergebnistafel hatten die Rauschberger Männer (692), die nur knapp vor den Vorjahressiegern der Krieger- und Soldatenkameradschaft (690) lagen.

Etwas deutlicher ging es dafür bei der betrieblichen Mannschaftswertung (28 Mannschaften) zu. Es triumphierte das Bauhof-Team mit 699 Ringen, das damit das beste Ergebnis aller 77 beteiligten Mannschaften erzielte. Über die weiteren Stockerl-Plätze freuten sich die Belegschaft der Mayer Hoch Tief GmbH (693) und das Forstliche Bildungszentrum Laubau (692), das im letzten Jahr noch Rang zwei belegt hatte. Beste Damenmannschaft waren in diesem Jahr die Branderweiber, hauchdünn vor den SVR-Aerobic-Damen (beide 682 Ringe) und den Miesenbacher Aktiven Dirndln (678). Der »Meistpreis« ging an den Sportverein, der sich mit 53 Schützen am Dorfschießen beteiligte. Mit jeweils 48 Schützen gingen die Miesenbacher und Rauschberger an den Start.

Zu guter Letzt lobte Schützenmeister Helmut Müller alle Teilnehmer und Helfer für die gelungene und spannende Veranstaltung. Für die musikalische Unterhaltung sorgten die »Bergfexn«. jsb

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