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Vermeidbare Niederlage zum Saisonfinale

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Gut eingepackt hat Benjamin Huber (hinten) seinen Gegner Markus Meisl und besiegte ihn schließlich mit Ippon. Dennoch reichte es nicht für die Mannschaft des TSV Palling gegen Passau. Am Ende stand eine knappe 8:9-Niederlage. Bilder des Kampfes finden Sie auch im Internet unter www.traunsteiner-tagblatt.de. (Foto: Wittenzellner)

Zum Abschluss der Landesliga-Saison haben die Pallinger Judoka gepatzt. Gegen Nippon Passau verlor man in eigener Halle hauchdünn mit 8:9. Palling musste auf einige Leistungsträger verzichten und konnte nur neun Gewichtsklassen besetzen. Aber auch die Passauer hatten einige ihrer Besten nicht dabei. Erkennbar motiviert wollten die Niederbayern aber die Niederlage des letzten Aufeinandertreffens mit Palling wettmachen – was ihnen am Ende auch gelang.


Der Kampf begann für die Hausherren planmäßig. Mit einem »Über-Kopfwurf«, einem tomoe-nage, holte Benjamin Huber (81 kg) den ersten Ippon. Dem folgte ein weiterer Sieg des stark kämpfenden Tögingers Sebastian Brunner (81 kg) mit einem Schulterwurf. Nachdem Xaver Schwarz ebenso einen Ippon-Sieg geholt hatte wie der Teisendorfer Ralf Böhm (beide 73 kg) schien der Kampf klar zugunsten der Gastgeber auszugehen.

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Dann aber riss der Faden: Alex Kunz und Christoph Dienhart (beide plus 90 kg) verloren in Sekundenschnelle. Dominik Reiter und Simon Angerpointner (beide 90 kg) kamen nur zu Unentschieden. Lediglich Tom Geisreiter, der einzige Leichtgewichtler (66 kg) konnte noch einen Sieg beisteuern. Mit einer großen Außensichel, einem o-soto-gari, gewann der Waginger etwas überraschend gegen den erfahrenen Passauer Trainer Hossi Meknatgoo. Mit einem 5:3-Vorsprung gingen die Pallinger in den zweiten Durchgang.

Der verlief nach einem ähnlichen Muster: Schnelle Siege durch Huber mit einem Festhalter und einem erneuten Ippon-Sieg durch Brunner (beide 81 kg) und spektakuläre Würfe durch Schwarz (73 kg). Beim Zwischenstand von 8:3 ging plötzlich gar nichts mehr. Böhm (73 kg) musste die Matte schon nach wenigen Sekunden als Verlierer verlassen, nachdem er von seinem Kontrahenten Alex Schiffner eiskalt mit einem Konter erwischt wurde. Dieser Niederlage folgten fünf weitere sowie ein Unentschieden. Kunz verlor mit einem Würger nach wenigen Sekunden; nicht besser erging es Dienhart (beide plus 90 kg). Geisreiter konnte seinem Sieg ebenfalls keinen zweiten hinzufügen. Dagegen holte Timo Reiter (90 kg) in einem verbissenen Kampf ein Unentschieden. Die Hausherren hatten sich im Duell zwischen Angerpointner (90 kg) und Igor Turovsky schon damit abgefunden, dass es am Ende wohl ein Unentschieden zum Saisonfinale geben wird, als der Pallinger gekontert und unsanft auf die Matte befördert wurde. Der von den drei Kampfrichtern gegebene Ippon bedeutete den Sieg für Passau.

Am dritten Tabellenplatz für Palling änderte die Niederlage nichts mehr. »Es war nochmals ein spannender Kampf. Aber den zweiten Durchgang hätten wir nicht abgeben dürfen«, lautete das Fazit des Pallinger Trainers Reiter.

Für den stellvertretenden Abteilungsleiter Christoph Ertl hätte es in der Saison ruhig noch etwas mehr sein dürfen, sprich: einen Platz ganz oben in der Tabelle. Am Ende war man aber zufrieden, dass nach dem Abstieg aus der Bayernliga und einem verhaltenen Saisonbeginn mit einem dritten Platz ein respektables Ergebnis in der Landesliga eingefahren werden konnte. awi