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Verkürzte Strecke und gute Stimmung

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Bei strahlendem Sonnenschein starteten die Sportler zum 21. Hochgernlauf. Heuer endete die Strecke bereits an der Agersgschwendtalm, weil darüber zu viel Schnee lag. Der Stimmung tat das keinen Abbruch. (Foto: Flug)

So einen Hochgernlauf gab es in dessen 21-jähriger Geschichte bisher nie. Erstmals verkürzte der SV Unterwössen das Rennen: Ziel war heuer die Agersgschwendtalm, ursprünglich geplant als Versorgungsstation. So sind die Laufzeiten mit den Vorjahren nicht vergleichbar, aber trotzdem eindrucksvoll. Bei den Herren siegte Wolfgang Klinger (23:06 Minuten, Jahrgang 1990) vom SC Anger/Dynafit, schnellste Frau blieb Sabine Schneider (29:50, Jahrgang 1977) vom PTSV Rosenheim.


Wenige Sekunden nach dem Sieger lief Bruno Schumi von Kelag Energy (23:53 Minuten) ein. Es folgten Marco Kunz (PTSV Rosenheim/24:26 Minuten), Florian Holzinger TuS Feuchtwangen (24:45) und Andreas Immler (PTSV Rosenheim/25:20). Jüngster Teilnehmer war Thomas Wagner, Jahrgang 2000, ältester Teilnehmer Matthias Eder, Jahrgang 1949. 40 Läufer beteiligten sich am Rennen.

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Von den neun Frauen landete Sophie Lechner vom TSV Marquartstein (30:17) auf Platz 2 vor Christin Kirst (Fellnflieger Bergen/32:17). Katharina Pickl vom SC Anger (32:50) landete auf Platz vier vor Tina Starflinger (TG Salzachtal/33:42). Jüngste Frau im Rennen war Sophie Lechner, älteste (aus der W 40) Rosemarie Pötzelsberger vom Team Bikeworx Infowerk (34:03).

Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen von fast 20 Grad Celsius starteten auf das Signal von Frank Knothe aus der Leichtathletikabteilung des SV Unterwössen die Läufer am Unterwössner Hallenbadkomplex. Statt rund 7,5 km betrug die Laufstrecke bis zur Agersgschwendtalm knapp 4 km, anstatt 905 Höhenmeter reichten heuer rund 480.

Die Strecke führte über Straße dann Wald und Forstweg mit einer konstanten Steigung von durchschnittlich zwölf Prozent hinauf. Die ehrenamtlichen Helfer der Bergwacht Marquartstein mit ihren Begleitfahrzeugen sicherten den Lauf.

Organisator Thomas Aberger vom SV Unterwössen war mit rund 20 Helfern angetreten. Auf der Agersgschwendtalm fand die Siegerehrung statt. Nachdem beide Gesamtsieger auf der Trophäe des Adlers verewigt sind, kehrt die holzgeschnitzte Figur auf ihren Standplatz im Hochgernhaus zurück.

Der Unterwössner Mario Mahn beschrieb seine Eindrücke aus dem Lauf mit »einem hohen Anfangstempo. Die Läufer waren sich der deutlich verkürzten Strecke bewusst«, sagte er. Er ergänzte: So erfreulich der Sonnenschein im Ziel gewesen sei, während des Laufes empfand Mahn die Temperatur als fast zu warm.

Besonders gefallen hat Mahn die Stimmung beim Zieleinlauf. Auch viele Wanderer am Berg spendeten viel Beifall. So sei der Lauf bei gutem Wetter auf der Alm schön ausgeklungen.

Von einem »schnellen Rennen« sprach Thomas Aberger, der Organisator im SV Unterwössen. Am Vorabend sei die Entscheidung gefallen, die ursprüngliche Strecke bis zum Hochgernhaus zu kürzen.

Für die Läufer wäre das Hochgernhaus zwar zu erreichen gewesen, für die für die Ausrichtung eines Rennens erforderlichen Versorgungsfahrzeuge war die weitere Auffahrt zu gefährlich. Das bestätigte Christian Auer von der Bergwacht Marquartstein.

Organisator Aberger freut sich über ein insgesamt unfallfreies Rennen. Die Laufbedingungen waren aus seiner Sicht ideal. Bedauerlich sei jedoch, dass sich heuer nur 49 Läufer einfanden. Wenn der Hochgernlauf auf ein Pfingstwochenende falle, so Aberger, habe der SV Unterwössen auch schon einmal um die 100 Wettbewerber am Start. lukk