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Verfolgerduell im Waldstadion

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Ruhpoldings Torjäger Thomas Nawratil peilt mit seinen Mitspielern einen Derby-Sieg an. (Foto: Weitz)

In der Fußball-Kreisklasse IV steht am siebten Spieltag das Verfolgerduell zwischen den punktgleichen Lokalrivalen SV Ruhpolding und TSV Siegsdorf im Mittelpunkt. Der Derby-Sieger könnte mit der Tabellenführung belohnt werden, allerdings nur wenn dem TSV Traunwalchen bei Spitzenreiter SV Laufen eine Überraschung gelingt.


Sowohl Gastgeber Ruhpolding (2. Rang/11 Punkte) als auch Siegsdorf (3./11) sind nach jeweils fünf absolvierten Spielen noch ungeschlagen und brennen nun natürlich darauf, dem Gegner am Sonntag (Anpfiff: 15 Uhr) die erste Niederlage zuzufügen. Zuletzt mussten sich beide Mannschaften mit einem Punkt begnügen, die Siegsdorfer kassierten gegen ihren »Angstgegner« Chieming noch den späten 1:1-Ausgleich und der Aufsteiger trennte sich in einer turbulenten Partie mit 4:4 vom TSV Fridolfing.

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»Die Schwarz-Weißen bleiben ungeschlagen«

Geht es nach Ruhpoldings Angreifer Thomas Nawratil, sollen auch die Zuschauer am Sonntag im Waldstadion einige Tore zu sehen bekommen. 3:2 für seine Mannschaft lautet der Tipp des SVR-Sturmführers. An eine Niederlage will der frühere Traunsteiner, der auf zahlreiche Besucher in der »Hölle am Rauschberg« hofft, gar nicht erst denken: »Die Schwarz-Weißen bleiben auch nach diesem Spiel ungeschlagen.«

Zum Nutznießer des Derbys könnte der SV Laufen (1./13) werden. Während sich Ruhpolding und Siegsdorf die Punkte gegenseitig wegnehmen, hat der Spitzenreiter mit dem Heimspiel gegen den noch nicht in Fahrt gekommenen Aufsteiger TSV Traunwalchen (12./3) eine machbare Aufgabe vor der Brust. Zuletzt verloren die Gäste verdientermaßen in Inzell (1:3), aufgrund von Verletzungssorgen musste sogar Co-Trainer Christian Wittfang das Tor hüten. Laufen bekleckerte sich beim 1:0-Sieg im Lokalderby beim Schlusslicht ESV Freilassing ebenfalls nicht mit Ruhm, nahm aber immerhin die drei Punkte mit. »Einsatz, Wille zum Sieg und bis zur letzten Minute um jedes Tor kämpfen«, gab SVL-Pressesprecher Christian Schmidbauer als Devise für den Heimauftritt (Sonntag, 15 Uhr) gegen das Kellerkind aus.

Die übrigen vier Partien finden alle schon am Samstag statt. Bereits um 13.45 Uhr gastiert der TSV Fridolfing (6./9) beim Schlusslicht ESV Freilassing II (13./1). Als einzige Mannschaft neben Siegsdorf und Ruhpolding ist der TSV noch ungeschlagen, das soll sich natürlich beim Schlusslicht nicht ändern. Vorsicht ist jedoch geboten, zuletzt tat sich immerhin Spitzenreiter Laufen im Stadion an der Reichenhaller Straße schwer. Dennoch ist die Fridolfinger Mannschaft von Trainer Andreas Straßer natürlich klarer Favorit und kann mit einem Sieg den vorderen Rängen einen Schritt näherkommen.

Erster »Dreier« für Chieming?

Endlich den ersten Saisonsieg einfahren möchte der TSV Chieming (11./3) im Heimspiel (Anpfiff: 14.30 Uhr) gegen den TSV Berchtesgaden (8./7). Nach fünf Partien stehen bei den Chiemseern bislang nur drei Remis zu Buche. Immerhin hat man im Gegensatz zu den anderen Mannschaften im Tabellenkeller nur knappe Niederlagen kassiert und konnte die meisten Spiele recht ausgeglichen gestalten. Das dürfte Interimstrainer Wolfgang Mayer Hoffnung geben, dass es mit dem ersten Dreier bald etwas werden könnte. Warum nicht schon morgen gegen den sicherlich nicht übermächtigen Kreisliga-Absteiger?

Zwei Siege, aber auch schon vier Niederlagen auf dem Konto hat der Chieminger Erzrivale, der TSV Grabenstätt (10./6). Damit steht man auf dem letzten direkten Nichtabstiegsplatz, was nach der guten Vorsaison wohl nicht ganz den Erwartungen von Trainer Siegi Straßhofer entspricht. Im Gastspiel beim SV Saaldorf (7./8) bietet sich nun die Gelegenheit, sich mit einem Punktgewinn ein wenig von der Abstiegszone abzusetzen. Los geht es um 15 Uhr.

Eine Stunde später will der SC Inzell (5./10) beim BSC Surheim (9./7) den vierten Sieg in Folge einfahren. Nach dem dürftigen Saisonstart hat sich die Mannschaft von Trainer Jürgen Biermaier gefangen und zuletzt stark aufgespielt. Dass bei den ambitionierten Gastgebern in dieser Saison vieles noch nicht nach Plan läuft, dürfte dem SCI in die Karten spielen. Ein weiterer Sieg und die Biermaier-Elf wäre ganz vorne mit dabei.