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Verfolgerduell der Kreisklasse IV beim SC Inzell

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Er setzt mit seiner Mannschaft im Spitzenspiel gegen Oberteisendorf auf einen Heimerfolg: Inzells Abwehrchef Michi Schollerer, der zuletzt im Auftaktspiel beim TSV Berchtesgaden überzeugt hatte. (Foto: Butzhammer)

Drei Mannschaften kämpfen in der Fußball-Kreisklasse IV derzeit um die Aufstiegsplätze – zwei davon treffen nun am 19. Spieltag aufeinander: Der SC Inzell (3./31 Punkte) erwartet den SV Oberteisendorf (2./33) zum Verfolgerduell. Profitieren könnte von dieser Partie Spitzenreiter SB Chiemgau Traunstein II (1./36) – allerdings nur dann, wenn es gegen den abstiegsgefährdeten TSV Bad Reichenhall (12./14) auch wirklich einen Heimsieg gibt.


Eröffnet wird der Spieltag jedoch bereits am heutigen Freitag. Da empfängt der TSV Berchtesgaden (8./17) den TSV Fridolfing (6./23). Die Gastgeber führen das Feld von sechs noch gefährdeten Mannschaften an, von denen zwei direkt absteigen und eine in die Abstiegsrelegation muss. Daher wollen die Schützlinge von Richard Hartmann unbedingt ihre Heimbilanz (3-1-4) ausgleichen.

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Daher weiß auch Fridolfings Trainer Bernhard Zeif: »Das wird eine schwierige Aufgabe. Da wird die defensive Stabilität der Schlüssel zum Erfolg sein.« Zeif muss voraussichtlich auf den Einsatz von Hansi Dandl (Sommergrippe) verzichten, auch Alex Deubzer (Zeh) ist angeschlagen. Dagegen konnten Lucas Aicher und Seppi Pallauf in dieser Woche trainieren und gehören auch wieder dem Kader an.

»Wir wollen an die recht ordentliche zweite Halbzeit gegen Reichenhall anknüpfen, aber wir brauchen im Abschluss mehr Konsequenz«, fordert Zeif. Das Ziel sei es, »mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung auf jeden Fall etwas mitzunehmen, um mit Selbstvertrauen in das Spiel am Dienstag gegen Bischofswiesen gehen zu können.« Die Partie am Dienstag (18.15 Uhr) ist das Hinspiel gegen den FCB, das Rückspiel gibt es am vorletzten Spieltag (26. Mai).

Revanchegelüste hegt der SV Kirchanschöring II (11./14), der am Samstag (14 Uhr) den ASV Piding (5./24) empfängt: Im Hinspiel gab's eine empfindliche 0:5-Klatsche bei den Pidingern, die 19 ihrer 24 Zähler auf eigenem Platz geholt haben. Doch genau das macht dem SVK II Mut: Auswärts gab es für die Pidinger in acht Anläufen nur einen einzigen Sieg. Zudem geht der SVK II nach dem jüngsten überraschenden Erfolg in Oberteisendorf mit mächtig Selbstvertrauen in die Begegnung.

Mit dem Schwung des jüngsten 3:1-Erfolgs in Berchtesgaden geht der SC Inzell ins Verfolgerduell am Samstag (15 Uhr) gegen den SV Oberteisendorf. Der SCI könnte mit einem Erfolg am SVO vorbeiziehen, doch Trainer Seppi Weiß betont: »Die Oberteisendorfer werden nach dieser Niederlage sicher ein anderes Gesicht zeigen und vollen Einsatz bieten.« Bei ihm überwiegt die Vorfreude: »Wir wollen an das Berchtesgaden-Spiel anknüpfen. Natürlich ist das eine Chance, nach vorne zu kommen, aber es ist besser, sich nicht vorher zu viele Gedanken zu machen.« Weiß erwartet – ähnlich wie im Hinspiel (2:3), bei dem man sich über zwei umstrittene Gegentore ärgerte – eine weitgehend ausgeglichene Partie. Da trifft es sich gut, dass er voraussichtlich den kompletten Kader zur Verfügung hat.

Zur gleichen Stunde findet auch die Partie des SB Chiemgau Traunstein II gegen den TSV Bad Reichenhall statt. Von der Tabellensituation her sollte es eine klare Sache für die Hausherren werden, zumal die Kurstädter auswärts (Bilanz 0-2-5) wahrlich noch nicht erfolgsverwöhnt sind. Doch SBC-Trainer Gerry Straßhofer warnt: »Die Reichenhaller werden uns das Leben so schwer wie möglich machen. Ich schätze die stark ein.« Zumal die Kurstädter zuletzt ein beachtliches 1:1 in Fridolfing geholt hatten.

Daher betont Straßhofer: »Mit weniger als hundert Prozent geht es nicht. Wenn wir aber das spielen, was wir können, dann sollten wir auch erfolgreich sein.« Fehlen wird neben dem weiterhin verletzten Michael Reis auch Basti Buchner, dessen Schwester heiratet. Zudem wird Straßhofer Umstellungen im Kader vornehmen, »weil ich mit der ersten Halbzeit in Laufen nicht zufrieden war. Aber wir haben einen großen Kader mit 20 Spielern, die alle auf einem ähnlichen Level sind.«

Ebenfalls am Samstag um 15 Uhr hofft der SC Anger (Heimbilanz 4-0-3) auf den fünften Heimdreier – zu Gast ist der SV Laufen (4./26). Die Gäste brachten zuletzt Tabellenführer SBC Traunstein II bei ihrer 1:2-Niederlage an den Rand eines Punktverlusts. Doch SVL-Pressesprecher Christian Schmidbauer warnt vor »Leichtsinn«. Zumal die Angerer (10./15) ja mitten im Abstiegskampf stecken und sicherlich mit vollem Einsatz um einen Erfolg kämpfen werden.

Kämpfen wird sicherlich auch Schlusslicht SV Leobendorf (13./12) – doch ob das auch reicht, um am Samstag (16 Uhr) beim FC Bischofswiesen (7./23) zu bestehen? Die Gastgeber um Trainer Sebastian Parma wollen zwar immer wieder versuchen, Nachwuchsspieler einzubauen. Dennoch sollte für den heimstarken FCB (4-2-1) mehr drin sein als im Hinspiel (1:1) – vorausgesetzt, man lässt sich nicht dazu verleiten, den Gegner wegen dessen Tabellenposition zu unterschätzen ... who

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