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Vater und Sohn mit flotten Fahrten

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Prächtige Premiere: Bei der ADAC-Drei-Städte-Rallye überzeugten Hermann Gaßner/Karin Thannhäuser im Hyundai. (Foto: rallye-impressions.at/Mayrhofer)

Für Vater und Sohn Hermann Gaßner war die Drei-Städte-Rallye des ADAC das Saisonfinale in der DRM (Deutsche Rallyemeisterschaft) und dem ADAC Rallye Masters. Mit der Deutschlandpremiere des Hyundai i20 R5 brachte der Masters-Champion Hermann Gaßner (Surheim) mit Beifahrerin Karin Thannhäuser (Ufering) noch eine besondere Überraschung an den Start. Hermann Gaßner junior konnte trotz Problemen noch den Vize-Titel in der erstmalig ausgeschriebenen 2WD-Meisterschaft holen.


Der Vater gewann zum vierten Mal das ADAC Rallye Masters und eroberte sich beim Finallauf noch den zweiten Platz im Mitropa-Rallye-Cup.

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Was für ein Finale! Mit sieben Divisionssiegen bei sieben Veranstaltungen sicherte sich Hermann Gaßner zum vierten Mal den Titel im ADAC Rallye Masters. Beim neunten und letzten Lauf, der ADAC-Drei-Städte Rallye im ostbayerischen Baderdreieck rund um Kirchham brachte er als Deutschlandpremiere einen brandneuen Hyundai i20 R5 an den Start.

»Die Anforderungen waren natürlich hoch«

Für Testfahrten war allerdings keine Gelegenheit mehr, sodass diese erst im Rahmen der Veranstaltung durchgeführt werden konnten. »Die Anforderungen waren natürlich hoch, aber wer mit dieser Materie zu tun hat, weiß, dass es nicht möglich ist, auf Anhieb an der Spitze zu sein«, dämpfte Hermann Gaßner die hohen Erwartungen.

Die ersten vier Wertungsprüfungen (WP) über 25 Kilometer mit dem neuen Hyundai i20 R5 mussten in der Nacht absolviert werden. Keine leichte Aufgabe für den Routinier, die er aber gut löste: »Das Auto lief auf Anhieb perfekt«, so Hermann Gaßner nach der ersten Etappe. »Leider haben wir auf der zweiten WP den Motor abgewürgt, das hat natürlich etliche Sekunden gekostet. Mit Rang 18 sind wir erst einmal zufrieden, aber morgen geht noch was.«

Für Hermann Gaßner junior war zu diesem Zeitpunkt die Rallye für den ersten Tag bereits vorbei. »Schon auf der ersten Wertungsprüfung hatten wir plötzlich keinen Vortrieb mehr und mussten stoppen. Eine Antriebswelle am Toyota GT 86 war gebrochen. Natürlich starten wir morgen wieder, unsere Mechaniker reparieren mit Hochdruck«, teilte Hermann Gaßner junior hoffnungsfroh mit.

Tags darauf schafften Hermann Gaßner und Beifahrerin Karin Thannhäuser mit dem Hyundai i20 R5 auf der zweiten Etappe die zehntschnellste Zeit auf der 27 Kilometer langen WP »St. Salvator«, und es ging in der Ergebnisliste einen großen Schritt nach vorn. Vor zahlreichen Fans wurden die Zeiten immer besser und der Spaßfaktor im neuen Auto stieg deutlich an.

Dank des »Rallye-zwei-Reglements« gingen auch Hermann Gaßner junior und seine österreichische Beifahrerin Ursula Mayrhofer wieder ins Rennen. Mit spektakulären Drifts und fahrerischer Top-Vorstellung geigten die beiden im zweiradangetriebenen Toyota GT 86 richtig auf und holten sechs von sieben möglichen Bestzeiten in ihrer Klasse. Auch die drei Zusatzpunkte für den Sieg bei der Powerstage gingen auf das Konto der deutsch/österreichischen Paarung.

Resümee des Surheimers im Ziel: »Es war wirklich hart. Die Chance den Meistertitel noch zu holen war leider mit dem gestrigen Problem erledigt, doch umso mehr freut es mich, dass wir die 2WD-Vizemeisterschaft im Premierenjahr mit nach Hause nehmen können. Zu Beginn dieser Saison hätten wir daran nicht zu denken gewagt, dass wir um den Meistertitel mitkämpfen können. Wir haben uns von Einsatz zu Einsatz stetig gesteigert, haben unseren Toyota GT86 sukzessive weiterentwickelt und das Set-Up meiner Fahrweise angepasst. Das ist für mich ein schöner Erfolg.«

Für Hermann Gaßner lief es ebenfalls perfekt

Für Vater Hermann Gaßner lief es ebenfalls perfekt. Nach elf Wertungsprüfungen über 121 Kilometer und einer Gesamtdistanz von 340 km fuhren er und seine Beifahrerin Karin Thannhäuser mit dem Hyundai i20 R5 auf dem 10. Gesamtrang durch den Zielbogen am Haslinger Hof. »Auf Anhieb in die Top Ten zu fahren, damit sind wir sehr zufrieden und ich denke, wir haben die Deutschlandpremiere mit dem neuen Auto ganz gut hinbekommen«, grinste der Masters-Sieger 2016. »Der Hyundai i20 R5 hat keinen Kratzer und noch viel Potenzial. Somit können wir ihn auch Interessierten zur Vermietung anbieten.«

In der Wertung zum Mitropa-Rallye-Cup verbesserte sich der sechsmalige Gewinner dieser mitteleuropäischen Meisterschaft noch auf den zweiten Rang. »Aufgrund von Terminüberschneidungen konnten wir nur sechs von neun Veranstaltungen fahren«, ergänzt Gaßner, »aber nächstes Jahr versuchen wir es wieder.«

Beide Teams sind sich jedoch einig: Großer Dank gilt allen Unterstützern »und natürlich unseren tatkräftigen, anscheinend unermüdlichen Mechanikern«, lobten sie.

Die Endstände: DRM (Deutsche Rallyemeisterschaft), 2WD-Wertung: 1. Knof/Stein, Citroen DS3 R3T 146 Punkte; 2. Gaßner jr./Mayrhofer, Toyota GT86 CS-R3 123; 3. Schulz/Lerch, Citroen DS3 R3T 91.

ADAC Rallye Masters: 1. Hermann Gaßner/Karin Thannhäuser Mitsubishi Division 2 175 Punkte; 2. Philipp Knof/A. Stein, Citroen DS3 Division 4, 136; 3. R. Schumann/S. Weigel, Mitsubishi Division 2, 127; 4. K. Keil/Fritzensmeier Skoda Fabia Division 5, 123; 5. Gaßner jr./U. Mayrhofer, Toyota GT86 Division 4, 105.

Mitropa-Rallye-Cup: 1. Krisztian Hideg, Ungarn, Mitsubishi Evo, 344 Punkte; 2. Hermann Gaßner, Mitsubishi Evo, 312; 3. Grega Preml, Slowenien, Citroen DS3 R3T, 279; 4. Martin Kainz, Mitsubishi Evo, 222; 5. Manuel Egginger, Mitsubishi Evo, 204. kartha