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Unveränderte Förderung für Traunsteiner Sportvereine

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Vorsitzender Stefan Namberger hatte wieder gute Nachrichten für die Mitglieder des Stadtverbandes der Sportvereine parat: Die Stadt Traunstein wird auch in diesem Jahr die Vereine in unveränderter Weise finanziell unterstützen. (Foto: Wittenzellner)

Der Stadtverband der Sportvereine hat im vergangenen Jahr mit gut 40 000 Euro wieder einen mittleren fünfstelligen Betrag für die Förderung des Sports in Traunstein sowie insbesondere auch für die Jugendarbeit an die Vereine weitergegeben und diese wie im bisherigen Umfang unterstützt.


Erster Vorsitzender Stefan Namberger sagte im Rahmen der Jahreshauptversammlung, die im vollbesetzten Schützenheim der SG Trauneck in Geising stattfand, dass in Traunstein der Sport und die Jugendarbeit »immer sehr unterstützt« werde. Dies zeige sich auch regelmäßig bei den Sportlerehrungen, die »ein Beweis dafür sind, dass die Vereine und ihre Übungsleiter eine ganz tolle Arbeit leisten.«

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Die Sportler würden gute Leistungen bringen. Derzeit habe der Stadtverband 30 Mitgliedsvereine. Die Neuaufnahme das Deutschen Alpenvereins habe den Rückgang kompensiert, der durch die Fusion des 1. FC Traunstein und dem ESV Traunstein entstanden sei. Die Anzahl der gesamten Mitglieder in den Vereinen sei nicht exakt zu bestimmen, da der RSV und der DAV hier nicht exakt berücksichtigt seien. »Der Schätzung nach haben wir 12 000 Mitglieder«, freute sich Namberger insbesondere auch über den Zuwachs, der durch die Mitgliedschaft des Deutschen Alpenvereins (DAV) entstand. In diesem Zusammenhang führte Namberger auch aus, dass die in der letzten Jahreshauptversammlung von verschiedenen Vereinsvorständen geäußerten Sorgen unbegründet gewesen seien. Auch nach Aufnahme des nunmehr größten Vereines im Stadtverband sei die Förderung für die bisherigen Mitglieder in keiner Weise gekürzt worden.

Ergänzend führte Namberger noch aus, dass in diesem Jahr die Stadtmeisterschaft im Schießen für Luftgewehr und Pistole in der Zeit vom 8. bis 12. Oktober im Schützenheim der SG Kammer-Rettenbach stattfinden, nachdem man im vergangenen Jahr pausieren musste.

Potenzial für die Gesundheit

Oberbürgermeister Manfred Kösterke machte deutlich, dass er in den über 12 000 Mitgliedern in den 30 Vereinen »ein wichtiges Potenzial im Hinblick auf die Gesundheit« sehe. Die Stadt unterstütze den Spitzen- und den Breitensport, zugleich sei die Stadt aber auch in einer Reihe von größeren Investitionen engagiert, zum Beispiel bei den Sportanlagen in Empfing oder bei der Feuerschützengesellschaft und anderen Maßnahmen. Beim DJK Traunstein stünden in diesem Jahr Investitionen rund um die Gebäude an, an denen sich die Stadt Traunstein finanziell beteilige. Er lobte den Traunsteiner Stadtrat für die Mittelbewilligung und warb nochmals für eine Beteiligung an der Aktion »Deutschland bewegt sich«, die Mitte Juli auf dem Stadtplatz Traunstein mit einem großen Fitnessparcours Station macht.

Kassierin Christa Fuchs erläuterte den Kassenbericht und führte aus, wie die insgesamt zur Verfügung gestandenen Mittel in Höhe von 45 000 Euro verwandt wurden. Der Stadtverband stellte dabei insgesamt rund 41 000 Euro für die Belange der Vereine beziehungsweise den Sport in Traunstein zur Verfügung. Dem positiven Votum der Kassenprüfer folgend wurden Kassierin und Vorstandschaft einstimmig entlastet.

Anschließend erläuterte Fuchs die Verwendung der Haushaltsmittel. Wesentliche Positionen hierbei sind die Förderung der Jugendarbeit (9853 Euro für 2096 Jugendliche ohne den DAV, dessen Förderung über eine andere Kostenstelle in der Stadt läuft) sowie Zuschüsse der Stadt Traunstein für die staatlich anerkannten Übungsleiter (12 686 Euro). Daneben werden als weiterer größerer Ausgabenblock 7275 Euro an Betriebskosten-Zuschüssen für vereinseigene Sportanlagen beigesteuert. An den Stadtverband wurden vom TV Traunstein (556) und dem SBC Traunstein (400) die meisten Jugendlichen gemeldet. Und auch bei den Übungsleiterstunden sind diese beiden Vereine mit 5693 Stunden (TVT) und 2769 Stunden (SBC) die zahlenmäßig größten Vereine im Stadtgebiet Traunstein.

Die Verteilung der vom Stadtrat Traunstein im Haushalt 2013 bewilligten Zuschüsse wurden von den anwesenden Vereinsvertretern einstimmig genehmigt.

Ein neuer Verein

Die Erste Vorsitzende des Reit- und Fahrvereins Gut Eppenstatt, Claudia Miller erläuterte den Wunsch nach einer Mitgliedschaft im Stadtverband. Man habe zwar erst 17 Mitglieder (davon zwei Jugendliche), wolle sich aber langfristig im Traunsteiner Sport etablieren. In der von Konrad Steinberger angeschobenen Diskussionen ging es insbesondere um die Kriterien des Aufnahmeprozesses. Diese müssten für die Mitglieder transparent und nachvollziehbar sein. »Wir Vereinsvorstände sind sonst mit einer solchen Entscheidung überfordert.«

Kassierin Fuchs machte deutlich, dass die aus dem Jahr 1978 herrührende Satzung des Stadtverbandes klare Kriterien vorgebe. Es müsse Sport in dem Verein betrieben werden und eine Ausrichtung sowohl auf den Breitensport als auch auf die Jugendarbeit bestehen. Dann stünde mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit einer Aufnahme eines Vereines nichts entgegen. Im Falle des Antragsstellers entschied man sich letztlich auf Vorschlag von Zweitem Bürgermeister Hans Zillner mit großer Mehrheit, dem Antrag stattzugeben, sofern ein Nachweis des Vereins in den entsprechenden Dachorganisationen und Verbänden vorhanden sei.

Den gut einstündigen »offiziellen Teil« der Jahreshauptversammlung beendete Namberger mit einem Dank an seine Vorstandskollegen und die unkomplizierte und angenehme Zusammenarbeit im Stadtverband. Er betonte, dass die Mitglieder letztlich die Basisarbeit in den Vereinen machen und damit den Breiten- wie auch den Spitzensport erst ermöglichen würden. awi