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»Unsere Gesundheit steht über allem«

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Der Eberl-Chiemsee-Triathlon soll in diesem Jahr am 27. und 28. Juni stattfinden. Eine Entscheidung, ob das Rennen wirklich sein wird, soll im Mai fallen. (Foto: Inalpinus Design)

Geht der Eberl-Chiemsee-Triathlon in diesem Jahr in seine neunte Auflage oder nicht? Und was wird mit dem Firmenlauf Chiemgau? Beide Veranstaltungen sollen ja Ende Juni in Chieming über die Bühne gehen. »Wir können es aktuell nicht entscheiden«, sagt Rennleiter Tom Mayerhofer im Gespräch mit unserer Zeitung ganz offen dazu und ergänzt: »Vor Mai werden wir auch nichts beschließen.«


Die Lage für den Veranstalter aufgrund der Coronavirus-Pandemie ist jedenfalls gerade alles andere als leicht. Die Vorbereitungen für die Veranstaltungen sind bereits weit vorangeschritten. »Wir haben den Chiemsee-Triathlon und den Firmenlauf Chiemgau planungstechnisch und finanziell abgeschlossen. Das bedeutet, wir sind bereit und auch die Ausgaben für das Event sind täglich am Laufen«, betont der Organisator Sven Hindl.

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Der Chiemgau Firmenlauf – er soll am 25. Juni stattfinden – erfreut sich auch bei seiner dritten Auflage großer Beliebtheit, wie die Anmeldezahlen bis dato eindrucksvoll bestätigen. Der Eberl-Chiemsee-Triathlon ist für den 27. und 28. Juni terminiert. Im Rahmen des zweitägigen Triathlon-Festivals sind unter anderem auch die Bayerische Polizeimeisterschaft und die WM für Menschen mit Behinderung auf der Volksdistanz geplant. Die Kurzdistanz ist schon seit Wochen ausgebucht.

Seitens der nationalen Verbände gibt es bislang keine Vorgaben für die Wettkämpfe. Die Internationale Triathlon Union hingegen hat all ihre Meisterschaftsrennen bis zum 30. Juni ausgesetzt. »Diese sehr unterschiedlichen Festlegungen zeigt, dass auch die nationalen Organisationen sich in ihren Entscheidungen zurücknehmen und die weitere Entwicklung beziehungsweise staatlichen Entscheidungen abwarten«, so Mayerhofer.

Es ist aber durchaus noch möglich, dass dem Veranstalter aufgrund staatlicher Festlegungen die Entscheidung abgenommen wird – und zwar dann, wenn es wie in Österreich ein generelles Verbot für Veranstaltungen bis zum Sommer geben sollte. Sollte das nicht der Fall sein, »dann werden wir im Mai eine Entscheidung treffen«, sagt Mayerhofer. Dabei werden selbstverständlich alle verantwortlichen Stellen in die Entscheidung miteinbezogen, betont er – sprich: das Landratsamt, die betroffenen Gemeinden, die Blaulichtorganisationen, die Wirtschaftsförderung und der Gewerbeverband, und es werden auch die eigenen Helfer befragt. Und dann ist vor allem auch »Fingerspitzengefühl gefragt«, glaubt Mayerhofer. Er bekommt aktuell übrigens viele Rückmeldungen – sowohl von Athleten als auch von Helfern, die sich auf dieses sportliche Sommerhighlight freuen. Aber es häufen sich auch Anfragen aus der Wirtschaft und dem Tourismus, ob man mit dem geplanten Umsatz – zum Beispiel durch Vermietungen – rechnen kann.

Das sei ein Riesenvertrauensbeweis und gleichzeitig auch eine große Verantwortung, stellt Tom Mayerhofer fest. Er macht aber auch klipp und klar deutlich: »Es ist eine Situation, die wir alle nicht kennen und deshalb können wir sie auch nicht beurteilen. Wir werden deshalb gemeinsam und basierend auf den Rat der Experten entscheiden, denn unsere Gesundheit steht über allem. «

Jetzt heißt es also erst einmal weiter abwarten. »Wir müssen Ruhe bewahren«, sagt Tom Mayerhofer und ergänzt: »Aktuell ist nur eine Geschichte wichtig, alles andere ist unwichtig. Die Zeit wird uns zeigen, was machbar ist und was nicht.« . SB

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