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»Unser Verein ist das Herz der Max-Aicher-Arena«

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Die Neuen im Vorstand des DEC (von links): Hubert Kreuz (Beisitzer), Barbara Patz (3. Vorsitzende), Hubert Graf (Vorstand) und Steffi Kopp (Schatzmeisterin). (Foto: S. Huber

Wechsel in der Vorstandschaft und das bevorstehende Sommereis sowie Kritik am DESG-Präsidenten waren die zentralen Themen auf der Jahreshauptversammlung des DEC Inzell.


Vereinsvorsitzender Hubert Graf gab zunächst einige Änderungen in der Vorstandschaft bekannt. Für den ausgeschiedenen 3. Vorstand Helmut Rieper rückt Barbara Patz nach. Beisitzer wurde der stellvertretende Stadionleiter Hubert Kreuz und als neue Schatzmeisterin fungiert Steffi Kopp. Zunächst allerdings nur kommissarisch, erst im nächsten Jahr werden diese Posten bei den Neuwahlen offiziell.

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In seinem Rückblick auf die Saison stellte Graf noch einmal die Olympischen Spiele in Sotschi mit der Teilnahme von Gabi Hirschbichler und Moritz Geisreiter sowie den Weltcup in der Max-Aicher-Arena in den Mittelpunkt. »Wir sind froh, dass Moritz Geisreiter trotz seiner Verletzungsprobleme seinen Platz im A-Kader halten konnte«, freute sich Graf. Insgesamt steht die Zahl der Inzeller Kadersportler bei 15. Das sei gut wegen der anstehenden Verteilung der finanziellen Mittel durch Bund und Land für die nächsten vier Jahre, bemerkte der Vorsitzende.

Joel Dufter herausragend

Als herausragend bezeichnete er die Leistungen von Joel Dufter. Er wurde im Weltcup bei den Junioren Gesamtvierter und konnte sogar ein Rennen für sich entscheiden. Als erfreulich bezeichnete Graf die Tatsache, dass es in der Max-Aicher-Arena auch wieder in diesem Jahr (7. bis 27. Juli) das Sommereis geben wird – und das zum vierten Mal in Folge. »Die Sportler kommen gerne nach Inzell, weil wir einfach immer gutes Eis haben«, betonte Graf. Als Beweis nannte er die Zeiten bei den German Open in dieser Saison. Diese waren so gut, dass sie aus der Wertung für den Kaderstatus genommen wurden. Die Verantwortlichen der DESG befürchteten, zu vielen Sportlern einen Kaderstatus geben zu müssen.

An 28 Wochenenden im vergangenen Winter fanden in der Max-Aicher-Arena Wettkämpfe statt. Ein großer Aufwand für die ehrenamtlichen Helfer beim DEC. »Unser Verein ist das Herz der Max-Aicher-Arena, ohne uns geht gar nichts«, sagte Graf stolz. »Das sollte auch den Betrieben und Gastronomen in der Gemeinde bewusst sein. Wir generieren durch unsere Wettkämpfe und Trainingsmaßnahmen viele Übernachtungen für Inzell.« In der Saison 2014/15 beginnt die Eiszeit in Inzell wegen eines Kongresses der JU Deutschland in der Max-Aicher-Arena erst am 1. Oktober.

Kritik am Verbandspräsidenten

Auf dem Programm stehen die Deutschen Meisterschaften Allround und im Sprint-Vierkampf. Weltcup gibt es diesmal keinen, dafür will man den »Goldenen Schlittschuh« wieder beleben. Verärgert ist Graf über DESG-Präsident Gerd Heinze. Dieser hatte Inzell von einer WM-Bewerbung abgeraten, um die Bewerbung Dresdens zur Shorttrack-WM nicht zu gefährden. »Na ja, unser Präsident mag Inzell einfach nicht«, hakte Graf das Thema kurz und bündig ab und kündigte kämpferisch an, dass sich Inzell dann halt für die Junioren-WM 2017 bewerben werde.

Lobende Worte fand er für den Schulsport. Über 600 Kinder und Jugendliche haben im vergangenen Winter das Angebot genutzt. Überwiegend kamen diese aus Siegsdorf. Die Kosten dafür teilen sich der DEC und die Siegsdorfer Schule. Erfreulich sei auch das Engagement des Fördervereins »Vision Ice«. Dieser finanzierte für den kommenden Winter ein Fahrzeug. Zum Abschluss bedankte sich Graf bei den vielen Sponsoren, ohne die Eisschnelllaufen auf diesem Niveau in Inzell nicht möglich wäre.

Aus den Abteilungen

Eisschnelllauf: Abteilungsleiter Marcus Geppert berichtete, dass derzeit rund 80 Sportler auf dem Eis aktiv sind. Vor allem aus dem Bereich der AK 10 bis AK 13 sind einige vielversprechende Talente erkennbar. Darum seien bereits die Kindergarten-Kurse sehr wichtig. Auch die Zusammenarbeit mit den Schulen aus dem Projekt »Partnerzentren des Wintersports« funktioniere. »Natürlich ist neben dem Sport auch das soziale Drumherum wichtig«, sagte Geppert. Darum biete man den Jugendlichen auch einige Freizeitaktivitäten. »Letztendlich können wir sehr zuversichtlich in die Zukunft schauen«, meinte der Spartenchef.

Eishockey: Nach dem erneuten Abstieg aus der Landesliga plant Abteilungsleiter Olaf Becker für die kommende Saison für die Bezirksliga. Trotzdem hat der Verband bereits den Wunsch geäußert, dass Inzell erneut in der Landesliga antreten soll. »Das hängt von der Spielerdecke ab und die reicht derzeit einfach nicht aus«, bemerkte Becker. So hat Florian Guggenbichler aus beruflichen Gründen den DEC verlassen. Renaldo Caumont nimmt eine Auszeit. Dafür kehren der Langzeitverletzte Michael Eberlein und Christian Rieder in den Kader zurück.

»Wir haben einige Anfragen von jungen Spielern, darunter eines sehr prominenten, die gerne bei uns spielen wollen«, verriet Becker. Diese sollen beim anstehenden Sommereis unter die Lupe genommen werden. Beim Nachwuchs sind derzeit rund 70 Kinder aktiv, diese werden von zehn Trainern betreut. In allen Bereichen sind Nachwuchsmannschaften aktiv. Bewährt haben sich die Spielgemeinschaften mit den Trostberg Chiefs. Auf Wunsch des EV Berchtesgaden wird es allerdings in diesem Bereich mit dem DEC keine Spielgemeinschaften mehr geben.

Eiskunstlauf: Recht erfolgreich verliefen die Auftritte der 26 Mädchen mit 12 Neuzugängen bei den Pokalwettkämpfen im vergangenen Winter, berichtete Ursula Stief. Zum Sommertraining kommt eine neue Trainerin aus Weißrussland. Vereinsmeisterin wurde in diesem Jahr Ilka Basse. SHu.