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»Unser Golfplatz ist eine besondere Perle«

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Der Vorstandsvorsitzende der Motel One AG, Dieter Müller, eröffnete den Golfplatz offiziell mit einem kräftigen Abschlag – statt des weißen Golfballs hatte er einen goldenen Ball. (Foto: T. Eder)

Mit einem kräftigen Abschlag eröffnete nun der Vorstandsvorsitzende der Motel One Gruppe und Chef des Golf Ressorts Achental, Dieter Müller, offiziell den 18-Loch-Golfplatz in Grassau. Als prominente Gäste waren Rosi Mittermeier und Christian Neureuther dabei, die als Botschafter der Deutschen Kinderrheuma-Stiftung kamen.


Auch wenn die Vorzüge des idyllisch gelegenen Golfplatzes bereits seit einem Jahr viele Golfer zu schätzen wissen, wurde mit der Eröffnung gewartet, bis die Flächen schön aufgewachsen sind. Für die Eröffnung wurde der Platz am Seehaus mit Blick auf das Wasserbiotop, auf Magerwiesen und Blumenmeer, auf Schilf und Libellen gewählt.

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Die ersten Zahlen stimmen positiv

Dieter Müller bezeichnete den Golfplatz als gut gelungen und in die natürliche Landschaft integriert. Er erinnerte, dass die Idee eines Golfplatzes zur richtigen Zeit kam, da auch die Modernisierung des damaligen Sporthotels anstand. Horst Schaffer, Vorstandsmitglied der Motel One AG, habe sich dem Thema angenommen. In den vergangenen Jahren gelang es, gemeinsam mit der Gemeinde und mit Altbürgermeister Konrad Strehhuber Verträge und Vereinbarungen mit den Landwirten zu treffen.

Natürlich habe es auch Widerstände gegeben. Mit dem Ergebnis können aber alle zufrieden sein, meinte Müller. Auch die ersten Zahlen, vorgelegt vom Hoteldirektor Gerhard Braun, stimmen positiv, so Müller. Er sprach von einer guten Investition für die Gemeinde und für das Hotel.

Für die Gemeinde sei dies ein besonders erfreulicher Tag, bestätigte Bürgermeister Rudi Jantke. Auf einer mehr als 80 Hektar großen Fläche sei ein wunderbar in die Landschaft eingepasster Golfplatz entstanden, lobte Jantke. Er betonte, dass viele Hürden überwunden werden mussten. Ein günstiger Faktor sei gewesen, dass es Konrad Strehhuber mit seinem Verhandlungsgeschick geschafft habe, durch Grundstückstausch die Fläche zusammenzutragen. Die aktive Landwirtschaft wurde erhalten.

Wichtig sei aber auch ein überzeugendes und plausibles Konzept gewesen, das Golfplatz-Architekt Thomas Himmel vorlegte. »Wer nun noch behauptet, die Landschaft hat sich zum Nachteil verändert, der ist nicht von dieser Welt und dem kann nicht geholfen werden«, sagte Jantke. Für die Gemeinde habe die Golfanlage im touristischen Sinne großen Wert und unter den Golfplätzen sei »unser Golfplatz eine besondere Perle«, so Jantke. Er warnte, wenn er einmal Zeit zum Golfspielen haben werde, sollen sich alle warm anziehen.

Spende über 10 000 Euro wurde überreicht

Dass der Golfplatz aufgrund des Flora-Fauna-Habitats und des Naturschutzgebietes nicht leicht zu realisieren war, hob Architekt Thomas Himmel hervor. Das Grundkonzept sah vor, aus den monotonen Wiesen etwas zu kreieren, das auch in die Landschaft passe. Der Platz sei nicht lang, habe aber seine Tücken. Das Hauptelement sei ein Konzept aus Wasser- und Feuchtflächen, gepaart mit Wiesenbereichen gewesen. Hier wurde, so Himmel, eine positive ökologische Bilanz geschaffen und dies sei man Natur und Gesellschaft schuldig.

Den kirchlichen Segen spendeten Pfarrer Andreas Horn und Diakon Michael Sörgel. Die Segnung eines Golfplatzes sei nicht da, um Einfluss auf die Flugbahn des Balles zu nehmen. Auch brauche man keinen Segen für die Landschaft, denn es sei gesegnetes Land. Ein Segen sei aber gut für den Geist aller, die gemeinsam hier Sport treiben, so Pfarrer Horn.

Rosi Mittermeier, selbst begeisterte Golferin, gratulierte zur gelungenen Anlage. Gemeinsam mit Christian Neureuther warb sie als Schirmherrin für die Deutsche Kinderrheuma-Stiftung. Die Botschafter freuten sich über eine Spende von 10 000 Euro für ihre Organisation. Eigentlich hätte Neureuther den Eröffnungsabschlag tätigen sollen. Diese Ehre wollte er aber dem Hotelchef Müller überlassen, der kräftig ausholte und unter dem Applaus der Gäste den goldenen Ball fliegen ließ. tb