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Unglückliches Remis für Grabenstätt

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Schwungvoll gingen der TSV Grabenstätt und die Gäste aus Rosenheim in ihrer Partie zur Sache. Hier versucht Ümit Ari (Türskpor Rosenheim/links), sich gegen den Grabenstätter Manuel Schnurrer durchzusetzen. (Foto: Wirth)

Trotz einer ansprechenden Leistung gegen den Türkspor Rosenheim konnte der TSV Grabenstätt auch an diesem Wochenende keinen Sieg vor heimischer Kulisse einfahren, sondern musste sich mit einem 2:2-Unentschieden begnügen.


Durch den überraschenden 3:0- Erfolg des ASV Au II gegen Bernau liegen die Chiemseer nun einen Spieltag vor Schluss mit einem Zähler Rückstand auf Au auf dem letzten Platz der Tabelle in der Fußball-Kreisklasse Gruppe I und sind somit nächste Woche auf die Hilfe des Lokalrivalen ASV Grassau angewiesen. Mit einem Sieg der Grabenstätter beim ESV Rosenheim und einem gleichzeitigen Punktgewinn von Grassau gegen Au wäre den Kickern vom Eichbergfeld die Relegation sicher, ansonsten müssten sie den Gang in die A-Klasse antreten.

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»Ich muss der Mannschaft heute wirklich ein Kompliment machen. Sie hat super Fußball gespielt, leider haben wir durch einen Stellungsfehler wieder den Ausgleich bekommen. Jetzt heißt es nächste Woche einfach Vollgas geben und nebenbei hoffen, dass Grassau zumindest Unentschieden spielt«, so Spielertrainer Jens Eckl nach einer intensiven Partie, in der seine Schützlinge schon früh in Rückstand gerieten. Nach einem Tackling von Eckl am starken Stürmer Cevdet Akkaya entschied der umsichtige Schiedsrichter auf Strafstoß für die Gäste. Der Gefoulte selbst trat an und versenkte sicher in die Maschen des Grabenstätter Torhüters Martin Spiegelberger, der an diesem Tag sein letztes Heimspiel für den TSV absolvierte.

Die Grabenstätter ließen sich von diesem frühen Schock jedoch nicht unterkriegen und übernahmen im Mittelfeld die Partie. Nach den ersten guten Gelegenheiten von Manuel Schnurrer und Robin Dirnberger war es Alexander Bondariu, der nach einer traumhaften Kombination über Steinberger, Schnurrer und Peter Wührer den Ball aus kurzer Entfernung ins Tor schob und für den 1:1- Halbzeitstand sorgte.

In der Kabine machte schnell das Ergebnis aus Au die Runde, die Hausherren wussten, dass nur ein Sieg die Rettung aus eigener Kraft ermöglichte. Und so machten die Grabenstätter da weiter, wo sie vor der Pause aufgehört hatten. Vor allem über Bondarius rechte Seite starteten die TSVler immer wieder schnelle Angriffe, einzig im Abschluss offenbarten sie altbekannte Probleme. In der 60. Spielminute belohnten sie sich dann aber doch für ihre leidenschaftliche Partie. Nach einem Freistoß kam der eingewechselte Maximilian Mayer am schnellsten an den Ball und versenkte ihn zum 2:1 im Gästetor.

»Leider haben wir es nicht geschafft, das 3:1 zu erzielen, dann wäre das Spiel entschieden gewesen«, resümierte Eckl. Doch Akkaya kam nach einem Stellungsfehler der Grabenstätter Abwehr noch einmal an den Ball und ließ Spiegelberger keine Chance (80.). Die anschließenden Offensivbemühungen der Heimelf brachten trotz weiterer Großchancen von Bondariu und Schnurrer keinen zählbaren Erfolg mehr.

»Wir konzentrieren uns jetzt erstmal nur auf uns, denn das Spiel in Rosenheim zu gewinnen wird schwer genug. Sollten die Grassauer uns dann in die Karten spielen, wäre es natürlich großartig«, so Eckl nach dem Spiel auf der vereinsinternen Abschiedsfeier für Martin Spiegelberger, dessen Abschied wohl nur schwer mit dem Abstieg aus der Kreisklasse in Verbindung gebracht werden könnte. mst