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Umfangreiches Training im Chiemgau

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Sie ist das Aushängeschild des deutschen paralympischen Skiteams: Anna Schaffelhuber, die mit der Mannschaft im Chiemgau trainierte. (Foto: Wukits)

Beste Bedingungen fanden die Mitglieder des alpinen paralympischen Skiteams bei einem viertägigen Konditionslehrgang im Chiemgau vor. Cheftrainer Justus Wolf stellte zusammen mit seinem Co-Trainer, dem Surberger Martin Braxenthaler, ein umfangreiches und abwechslungsreiches Programm zusammen.


Am ersten Tag stand ein Ausflug zur Gleichenbergalm am Hochfelln mit dem Mountainbike und Handbike auf dem Plan. Dort wurde dann gleich der Geburtstag von Betreuer Karl-Heinz »Hasch« Vachenauer gefeiert.

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Ein weiterer Punkt war der Besuch der Schwerpunktveranstaltung des DOSB Sportabzeichens in Rosenheim mit 1500 Schülern. Dieser stand im Zeichen der Inklusion. »Unseren Fokus haben wir aber auf ein koordiniertes Training gelegt«, so der zehnmalige Paralympicssieger Martin Braxenthaler. Mit Rudern und Paddeln am Chiemsee in Felden und einer Rad- und Handbike-Tour rund um das Bayrische Meer wurde den Sportlern einiges abverlangt.

Anna Schaffelhuber häufig im Chiemgau zu Gast

An der Spitze des neuformierten Teams standen Georg Kreiter, Andrea Rothfuß und Anna Schaffelhuber. Die 22-Jährige ist das Aushängeschild des deutschen paralympischen Skiteams. Bei den Spielen in Sotschi konnte sie fünf Goldmedaillen erobern. Da der Freund der Jura-Studentin in Grabenstätt wohnt, ist Schaffelhuber sehr oft im Chiemgau. Ein Glücksfall auch, was die Zusammenarbeit mit Braxenthaler und Franz Wimmer aus Wolkersdorf betrifft. »Wir kümmern uns um das Material und die technische Beratung«, so Braxenthaler.

Nach dem Training im Chiemgau geht es für das Team zur Leistungsdiagnostik. Betreut werden die Sportler in diesem Rahmen von der TU München. Das erste Schneetraining ist für den September unter anderem auf Gletschern in Österreich und der Schweiz geplant. Für Trainingsmaßnahmen in Chile oder Neuseeland fehlt laut Braxenthaler mangels Sponsoren das nötige Geld.

Nach den Rücktritten zum Beispiel von Gerd Schönfelder und Martin Braxenthaler befindet sich das Paralympics-Team im alpinen Bereich im Umbruch. »Wir müssen uns neu formieren. Das Team ist gut, aber es ist kleiner geworden«, bringt es Braxenthaler auf den Punkt. Langfristiges Ziel sind die Paralympics 2018 in Südkorea. Diese Saison sieht er als Zwischenstation. Im Mittelpunkt stehen dabei der Weltcup sowie für den Nachwuchs der Europacup. SHu