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TVT-Basketballer erwischen schwachen Tag

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TVT-Basketballer Valentin Rausch (vorne, hier im Duell mit dem Kotterner Gabriel Rundel) kassierte mit seinem Team eine bittere Niederlage. (Foto: Weitz)

Für die Basketballer des TV Traunstein ging es einmal mehr in die Landeshauptstadt. Im Gastspiel bei Mitaufsteiger BC Hellenen München II musste man auf die Unterstützung der Leistungsträger Benedikt Aumeier und Marko Vasic verzichten. Vor dem Tip-Off schwor Trainer Enes Tadzic sein Team darauf ein, hellwach in die Partie zu starten, um nicht wie gegen die SG Heising-Kottern auf ein kräftezehrendes Comeback angewiesen zu sein (wir berichteten). Ein intensiveres Warmup-Programm sollte das Team auf Betriebstemperatur bringen.


Dieses schien auch umgehend Früchte zu tragen, bis zur 9. Minute egalisierten die beiden Kontrahenten abwechselnd den Punktestand. Auf Seiten der Kreisstädter knüpfte Markus Haindl nahtlos an seine überragenden Leistungen der letzten Spieltage an und sezierte die gegnerische Defensive nach allen Regeln der Basketball-Kunst, woraus einfache Punkte sowie Freiwürfe generiert werden konnten. Am anderen Ende des Feldes stellte Toni Rados, der schnell die Defizite in der gegnerischen Blockverteidigung erkannte, die Traunsteiner vor eine enorme Herausforderung.

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Routinier Gediminas Girdenis dürfte indes einen Lieblingsgegner gefunden haben, lief er doch zum wiederholten Male gegen den TVT in Höchstform auf. Zwei seiner mit traumwandlerischer Sicherheit verwandelten Mitteldistanzwürfe sorgten zum Ende des ersten Abschnittes für eine 20:15-Führung der Münchner. Weitere sollten folgen.

Der nächste Abschnitt startete für die Gäste vielversprechend, durch konzentriertere Verteidigungsarbeit konnte der Hellenen-Vorsprung auf zwei Punkte reduziert werden. Ab der 17. Minute kam es dann jedoch zum Einbruch. Dem Heimteam wurden nun reihenweise einfache Punkte in unmittelbarer Korbnähe gewährt, Topscorer Erik Meier verwertete sicher aus dem Pick-and-Roll oder von der Freiwurflinie.

Auf Traunsteiner Seite versuchte man hingegen allzu oft, mit dem Kopf durch die Wand zu gelangen. Da diese Herangehensweise nur selten von Erfolg gekrönt war, sah sich der Gast einem zweistelligen Halbzeit-Rückstand gegenüber (43:54).

Die Aufholjagd blieb zunächst aus. Statt wie gehofft die Führung der Münchner stetig zu verringern, konnten sich die Hellenen in Person von Erik Meier allein die ersten sieben Zähler des dritten Viertels gutschreiben lassen. Daraufhin lautete die verheerende Zwischenbilanz für die Gastmannschaft: 19 Punkte Rückstand bei 15 verbleibenden Spielminuten. So war man erneut auf das ungeliebte Comeback angewiesen. Jedoch zeigten die TVTler nun endlich Herz und konnten das Spiel durch einen 17:7-Lauf wieder spannender gestalten. Mit der Sirene wurde die Punktedifferenz tatsächlich wieder in den einstelligen Bereich korrigiert.

Das Aufbäumen sollte sich allerdings schon bald als Strohfeuer erweisen. Zwar konnte der Abstand zu Beginn des letzten Abschnitts gar auf sieben Punkte verkürzt werden, jedoch kam den Gästen in der Folge die Durchschlagskraft abhanden. Während die Hellenen-Offensive weiterhin besser in Schach gehalten werden konnte, tat sich die Tadzic-Truppe nun ihrerseits schwer, aussichtsreiche Wurfgelegenheiten zu erarbeiten.

Bei gleichbleibendem Rückstand und einer gnadenlos herunter tickenden Spieluhr war die Traunsteiner Moral schließlich endgültig gebrochen. Quasi ohne Gegenwehr konnte der Gegner seine letzten neun Punkte erzielen, was die Partie im 84:67-Endstand deutlicher erscheinen lässt, als es der Spielverlauf über weite Strecken offenbart hatte. Nach der frustrierenden Auswärtsniederlage richten sich beim TVT nun alle Blicke auf den Faschingssamstag. Dann will man in der heimischen Thoma-Halle im Nachholspiel gegen den SB DJK Rosenheim II (19 Uhr) zurück in die Erfolgsspur.

Für den TV Traunstein spielten: Markus Haindl (21 Punkte/davon 1 Dreier), Valentin Rausch (11/1), Julian Rosnitschek (9), Stefan Gruber (9/1), Thomas Weber (6/2), Alexander Guggenberger (4), Franz Hell (3), Sebastian Kösterke (2), Frederik Jürgens (2), Lukas Schwankner und Simon Haunerdinger. AG/SK