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TVT unterliegt ersatzgeschwächt in Willmering

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Er steuerte einen Sieg für den TVT bei: Andreas Dik (rotes Trikot). (Foto: Wittenzellner)

Es zeichnete sich bereits unter der Woche ab: Die TVT-Ringer liefen Gefahr, dass ihr Siegeszug durch die Landesliga Süd gestoppt wird. Denn für den Auswärtskampf in Willmering zeichnete sich ab, dass mit Ben Wittenzellner (66 kg), Plamen Petrov (75 kg), Alex Patalaschko (86 kg) und Zoltan Keri (98 kg/130 kg) gleich vier Stammringer fehlen würden, die größtenteils immer für die volle Punktzahl sorgen.


Daher musste man in der Schulturnhalle in Willmering zusätzlich in den schwereren Gewichtsklassen (98 kg/ 130 kg) jeweils die griechisch-römische Gewichtsklasse leer laufen lassen. Am Ende stand es 28:19 für den Gastgeber WKG Willmering/Cham was für den TVT den Verlust der Tabellenspitze zur Folge hat, die nun der ungeschlagene TSV Aichach erobert hat.

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Daniel Flemmer (57 kg) musste in beiden Stilarten der körperlichen Überlegenheit des Gastgeberringers Rudi Kraus Tribut zollen und verlor jeweils entscheidend, nachdem ein blitzschneller Armzug im klassischen Stil nicht zum Sieg führte. Ohne Gegenwehr konnte Yusuf Raiskhel (61 kg) die Punkte einstreichen – die Klasse blieb bei den Cham/Willmeringern beide Male leer.

Einen ganz schweren Stand hatte Tobias Einsiedler (66 kg Freistil) gegen den erfahrenen Polen Roman Glab. Der Axdorfer versuchte mit Beinangriffen zu punkten, wurde aber immer wieder ausgekontert und musste schließlich in der ersten Runde aufs Blatt. Einen beherzten Auftritt zeigte Andreas Rasumny gegen den ebenfalls jugendlichen Stefan Hammer. In einem spannungsgeladenen Mattenduell ging es hin und her. Am Ende lag der TVT-Ringer mit 10:9 Wertungspunkten knapp vorne.

Andreas Dik (75 kg) holte im klassischen Stil gegen Wladimir Maier schnell 16 Punkte – die technische Überlegenheit (15 Punkte oder mehr) war perfekt. Im ungeliebten Freistil-Durchgang hatte er mit dem Polen Glab eine zu hohe Hürde und wurde bei Punktegleichstand geschultert.

Luca Zeiser (86 kg, Freistil) bekam es mit dem früheren polnischen Internationalen Michael Malkiewicz zu tun, der überwiegend defensiv agierte. Seine Routine verhalf ihm dennoch zum etwas schmeichelhaften 1:0 Sieg. Im klassischen Stil holte Zeiser unter anderem mit einer schönen Schleuder gegen Christian Hammer einen 6:2-Punktsieg, der zwei Mannschaftspunkte auf das Traunsteiner Konto spülte.

Seinen Einstand im Traunsteiner Team feierte Igor Dereszewski. Musste er sich im Freistil-Schwergewicht noch dem Willmering/ Cham-Ringer Richard Stoll mit 2:10 Punkten geschlagen geben, so machte er es im zweiten Durchgang besser. Gegen Florian Meyer (98 kg) punktete er erst mit zwei Beinfegern. Nach dem zweiten Feger legte er seinen Kontrahenten auf beide Schultern, wobei aber sein erster Schultersieg im Traunsteiner Dress bei der 19:28-Niederlage seines Teams trotzdem nicht zum Gesamtsieg für den TV Traunstein reichte.

»Das ist kein Beinbruch, uns ist es wichtig, auch junge Nachwuchskräfte einzubauen. Und dann kann es auch einmal passieren, dass wir gegen starke Gegner Probleme bekommen« machte TVT-Chefcoach Petar Stefanov deutlich.

Er hofft, am kommenden Wochenende gegen den ESV München-Ost, der gegen den alleinigen Spitzenreiter TSV Aichach das Nachsehen hatte, wieder voll aufstellen zu können. »Am Samstag erwarte ich einen Sieg unserer Mannschaft« so Stefanov.

Wie den »Großen« des TVT erging es auch den »Kleinen«: Die Nachwuchsringer mussten beim TSV Berchtesgaden eine 12:28-Niederlage hinnehmen. Mannschaftsführer Alexej Patalaschko musste krankheitsbedingt zwei Gewichtsklassen unbesetzt lassen, der schnell siegreiche Maximilian Minchev (63 kg) hatte Übergewicht, sodass seine auf der Matte geholten Punkte nicht zählten.

Da waren die Erfolge von Jaroslaw Patalaschko (40 kg, unbesetzt), die noch in der ersten Kampfminute herausgearbeiteten Siege von Justin Flemmer (43 kg) und David Dik (50 kg) zu wenig. Weitere Mannschaftsringer waren Jonas Perschl (30 kg), Simon Perschl (33 kg), Jan Schatz (36 kg) und Tommy Dik (46 kg), die sich aber nicht entscheidend durchsetzen konnten. awi