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TuS-Vorsitzender Mayer zieht eine positive Bilanz

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Dr. Günther Seßlen (Mitte) wurde bei der Jahreshauptversammlung des TuS Traunreut vom Abteilungsleiter der Reha-Abteilung, Kurt Schmoll (links), zum Ehrenmitglied der Abteilung ernannt. Der Orthopäde hat die Reha-Abteilung viele Jahre lang als ärztlicher Leiter betreut. Sein Nachfolger ist Dr. Ludwig Hillenbrand. (Foto: Rasch)

Für ein gesundes Miteinander warb der Vorsitzende des TuS Traunreut, Hans Mayer, bei der gut besuchten Mitgliederversammlung in der Sportplatzgaststätte. »Wir alle vom TuS starten für die Gemeinschaft, das müssen wir uns immer wieder ins Gedächtnis rufen«, betonte Mayer. Es funktioniere nur, wenn alle in einem Boot säßen.


Rückblickend auf die vergangenen neun Monate stellte der 56-Jährige für sich und sein Vorstandsteam fest: »Wir haben bis jetzt eine tolle Arbeit gemacht.« Im Juli letzten Jahres wurde der Pettinger zum neuen Vorsitzenden gewählt und mit ihm eine fast komplett neue Vorstandschaft. Dass es mit dem neuen Mann an der Spitze funktioniert, bestätigte die Sportreferentin Gitti Strohmayer: »Es ist ein anstrengendes aber sehr konstruktives Arbeiten.«

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Die Sitzungen der Vorstandschaft seien nicht immer einfach, erklärte Mayer. »Wir haben uns oft die Köpfe heiß geredet, uns am Ende aber immer geeinigt.« Es läge ihm fern, im Verein alles umzukrempeln, aber es gebe Dinge, die verbesserungswürdig seien. Den 15 Abteilungen des über 2200 mitgliederstarken Vereins bescheinigte er eine gute Arbeit. Ein großes Anliegen sei es ihm, dass sich die Mitglieder mehr in anfallenden Arbeiten auf dem Gelände und in den Sportstätten einbringen, um sich teure Handwerker sparen zu können.

Verbunden mit dieser Bitte zollte er dem Baureferenten Hans Kaltenbacher ein großes Lob. Es vergehe kaum ein Tag, an dem Kaltenbacher nicht auf dem Gelände bei der Arbeit anzutreffen sei, sagte Mayer. So ein Mensch sei ein Segen für den Verein.

Ein erstes Versprechen, den im Sommer letzten Jahres für Pflichtspiele gesperrten Kunstrasenplatz (Allwetter-Fußballplatz) wieder freizugeben, hat Mayer bereits eingelöst. Weiter teilte er mit, dass auch die gemeinschaftliche Aufräumaktion auf dem Sportgelände bei vielen Mitgliedern den Blick geschärft habe, wenn man das Ergebnis betrachte.

Ebenfalls erneuert worden sei der völlig veraltete Telefonanschluss und mit Hilfe von Sponsoren soll jetzt ein funktionsfähiges WLAN-Netz aufgebaut werden. Die bislang verstreuten Postfächer seien aufgelöst worden. Es gebe jetzt eine Adresse und die laute: Traunring 116. Gedanken gemacht hat sich die Vorstandschaft auch über eine neue Schließanlage. Allerdings koste eine Schließanlage 30 000 Euro. Man wolle versuchen, mit der Umsetzung zunächst klein anzufangen. Ein Thema sei auch die Sanierung der TuS-Halle, in der vor kurzem mit Unterstützung der Stadt der Brandschutz ertüchtigt worden sei. »Es gibt noch viel zu tun und wir werden nicht aufhören, den Blick weiter nach vorne zu richten«, versprach Mayer.

Als Jugendwart nimmt Dominik Kunzler im TuS nicht nur eine zentrale Stelle ein, er erweist sich auch als kompetenter Administrator. Er plane ein bis zwei Veranstaltungen für alle Mitglieder teilte er mit. Als Computerspezialist pflegt er auch die Homepage, die er gerade auf Vordermann bringt.

Dass der Verein solide gewirtschaftet hat, belegte die Bilanz von Daniela Franek. Das Jahresvolumen 2017 bewegte sich bei 642 000 Euro. Unterm Strich konnte ein Gewinn von 29 700 Euro erzielt werden. Die Kassierin hatte auch eine Aufstellung vorbereitet, in der die Einnahmen und Ausgaben auch prozentual aufgeschlüsselt waren. Bei den Einnahmen überwiegen die Mitgliedsbeiträge mit 30 Prozent, gefolgt von den Zuschüssen mit 23 Prozent und die Vermietung der Tennishalle mit 12 Prozent. Bei den Ausgaben überwiegen die Sportanlagen und die Personalkosten mit 32 beziehungsweise 24 Prozent, gefolgt vom Sportbetrieb mit 12 Prozent. Geprüft wurde die Buchführung von Gabriele Liebetruth und Sabine Wiesenzarter.

Zu den Abteilungen machte Liebetruth einige Anmerkungen. In der Fußballabteilung seien rückläufige Spenden zu beobachten und in den Sporthallen seien die Stromkosten wieder gestiegen. Weiter regte sie an, die Kosten der Tennishalle im Auge zu behalten, zumal an der Halle mit Reparaturen zu rechnen sei. Überlegt werden sollte auch, für die Reha-Abteilung eine eigene Buchführung anzulegen.

Die Reha-Abteilung, eine der größten Abteilungen im TuS, wurde jahrelang von Dr. Günther Seßlen ärztlich betreut. Der Traunreuter Orthopäde hat sich nun zurückgezogen und für ihn konnte Dr. Ludwig Hillenbrand als neuer ärztlicher Begleiter gewonnen werden. Als Vertreter der Reha-Abteilung würdigte Abteilungsleiter Kurt Schmoll die Verdienste von Dr. Seßlen und ernannte ihn unter Applaus der Mitglieder zum Ehrenmitglied.

Wohlwollende Worte fand Bürgermeister Klaus Ritter für den Verein. Als größter Sportverein mit über 2200 Mitgliedern habe der TuS eine besondere Bedeutung für die Stadt, sagte Ritter. Sowohl der TuS als auch alle anderen Vereine erfüllen eine riesen Aufgabe mit Vorbildfunktion. Dem Dank des Bürgermeisters an die Vorstandschaft schloss sich auch der Vorsitzende mit Blumen für die Damen in seinem Team an. Blumen gab es auch für die Vorgängerinnen der TuS-Vorstandschaft Claudia Schmid und Tine Grafetstätter. ga

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