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TuS Traunreut ungeschlagener Bezirksliga-Meister

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Spannend verliefen die Mattenduelle in Traunreut: Hier siegt Xaver Schwarz (blauer Anzug) gegen den Töginger Johannes Ametsbichler. (Foto: Wittenzellner)

»Meister, Meister, Meister«, so sangen die feiernden Traunreuter Judoka nach ihrem hart erkämpften Saisonfinale in der Judo-Bezirksliga Süd gegen einen selbstbewusst und kämpferisch auftretenden TuS Töging, den man mit einer Energieleistung im zweiten Durchgang noch mit 11:7 (Unterbewertung 110:64) niedergekämpft hatte.


Dabei war die Mannschaft um die beiden Abteilungsleiter Volker Weberpals und Bernd Röder nach dem ersten Durchgang mit 3:6 im Rückstand. Dem folgte aber eine 8:1-Serie und damit eine insgesamt gesehen weiße Weste für das stärkste und am ausgeglichen besetzte Team in der Bezirksliga Süd.

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Hatte es für Traunreut mit einem blitzschnellen Ippon-Sieg durch den zweimal erfolgreichen Andreas Bichlmaier gut begonnen, riss dann der Faden. Vier Niederlagen und ein Unentschieden folgten. Sehr souverän agierten auf Seiten der Traunreuter Max Speckbacher (66 kg) und Xaver Schwarz ( 73 kg), die sich beide je zweimal in die Siegerliste eintragen lassen konnten. Sehenswert der Taio-toshi (Körperwurf) von Schwarz im vorletzten Kampf des Abends gegen den bayernligaerprobten Töginger Johannes Ametsbichler.

Tögings Abteilungsleiter Stefan Franzl, der im ersten Durchgang seinen Traunreuter Gegner durch ständiges Agieren aufgearbeitet hatte, im zweiten gegen den Münchner Kodokan Judoka Max Sindran aber chancenlos war, trauerte dem Fehlen von etatmäßigen 73er-Athleten nach, mit denen er sich mit seinem Team eine Siegchance ausgerechnet hätte. Im zweiten Durchgang habe er von der Aufstellung her auf Risiko setzen müssen, was aber letztlich nicht aufgegangen war. Trotzdem zeigten die fairen Verlierer eine gute Leistung. Franzl zeigte sich vom hohen Liganiveau beeindruckt: »Mit einer solchen Mannschaft wären wir vor 10 Jahren unter den Besten gewesen.«

Traunreuts Trainer Andi Fraunhofer (81 kg), der selbst an Sebastian Brunner nicht vorbeikam, rief der Mannschaft zu: »Der Höhepunkt kommt noch.« Fraunhofer spielte dabei auf das Bezirksligafinale am 20. Juli an, in dem sich die Traunreuter in eigener Halle mit dem Süd-Zweiten und den beiden besten Teams aus dem Norden messen müssen.

Teisendorf mit »Gala«

Eine klare Sache war der Saisonabschluss für die Reserve des Regionalligisten TSV Teisendorf gegen den TuS Prien. Beim 16:3 (Unterbewertung 150:30) wurde die Mannschaft aus dem Berchtesgadener Land wenig gefordert. Dabei überzeugten auch die jungen Sportler wie der gewichtsmäßig aufgerückte Raimund Gasser (81 kg, zwei Siege) und der ebenfalls doppelt erfolgreiche Maxi Haueis (66 kg).

Viele Teisendorfer traten eine Gewichtsklasse höher als gewohnt an, der zweimalige Sieger Herbert Kirchmaier ging gar in die Gewichtsklasse plus 90 kg und übersprang damit zwei Klassen. Auch das junge Talent Jakob Schmid (66 kg) konnte sich einmal in die Siegerliste eintragen. »Das war eine Galavorstellung unserer Zweiten Mannschaft«, freute sich Abteilungs-Chef Konrad Gasser über den Kantersieg, der auch unter dem Motto »jetzt erst recht« gelaufen sei.

Denn es hatte im Vorfeld Ärger über einen Punktabzug gegen Teisendorf gegeben, da das Team mit Wolfgang Kettenberger einen mehrmaligen Doppelstarter in Bezirksliga und Regionalliga hatte. Der Mannschaft wie den Vereinsverantwortlichen war die Erleichterung über das Ende einer Saison mit der Doppelbelastung zweier Liga-Mannschaften anzumerken, bedeuteten die Wettkämpfe doch auch für viele Judoka fast regelmäßig auch »Gewicht abzukochen«, um in die nächstniedrigere Gewichtsklasse zu kommen.

Priens Erster Abteilungsleiter Ferdinand Grätz erkannte klar an: »Leider war unser Kampf gegen Teisendorf eine klare Sache, wobei auch die Höhe in Ordnung geht.« Er verwies darauf, dass eine Reihe von Priener Leistungsträgern nicht zur Verfügung standen, sodass für sein Team im ersten Durchgang nur Sebastian Summerer (90 kg) und Franz Schmid (66 kg) die Punkte holen konnten. Im zweiten Durchgang gewann Anton Landinger (81 kg).

Mit einer Niederlage beendete der TuS Bad Aibling die Saison zu Hause gegen den TuS Holzkirchen. Aibling war durch Absagen und Verletzungssorgen geschwächt und musste mit dem ehemaligen Erfolgstrainer Bad Aiblings, Wolfgang Löffler, sogar einen 60-Jährigen aufbieten. Das Team hielt sich dennoch ordentlich, unterlag aber letztlich mit 9:11.

Mit dem Sieg sicherte sich Holzkirchen den zweiten Ligaplatz und hat sich damit neben dem TuS für das Ligafinale qualifiziert. Im Norden gelang dies der KG Germering-Fürstenfeldbruck und Eichstätt. Gastgeber Traunreut geht als Favorit in den Wettkampf. awi