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TuS Traunreut stürmt weiter voran

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Spannende Kämpfe bot die Judo-Bezirksliga. Dabei zeigte sich, dass das Team des TuS Traunreut in dieser Saison wohl den stärksten Kader hat: Folgerichtig konnte man beim verbissen kämpfenden TuS Bad Aibling beim 12:6 beide Punkte entführen und ist nun alleiniger, verlustpunktfreier Tabellenführer. Der TSV Teisendorf II patzte mit nur acht Kämpfern beim 8:10 gegen den TuS Holzkirchen und auch der hochmotiviert in den Kampf gegangene TuS Prien hatte gegen diszipliniert kämpfende Judoka vom TuS Töging beim 9:10 knapp das Nachsehen.


Traunreut legte gleich im ersten Durchgang mit 6:3 kräftig vor und auch im zweiten Durchgang hieß das Ergebnis 6:3 aus Sicht des TuS, der sich wieder mit Münchner Kämpfern verstärkt hatte. Je zweimal waren für Traunreut erfolgreich: Xaver Schwarz (73 kg), Hannes Schleibinger (73 kg/81 kg), Andi Bichlmaier (90 kg/ plus 90 kg) und Max Speckbacher (66 kg). »Wir haben heute keinen Kampf hergeschenkt«, freute sich der stellvertretende TuS-Abteilungsleiter Bernd Röder über den klaren Sieg seiner Mannschaft, bei der auch die jungen Kämpfer sehr gute Leistungen zeigten. Sportlich-fair erkannte auch Bad Aiblings Abteilungschef Denis Weisser die Dominanz der Gäste an: »Traunreut war heute deutlich stärker.«

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Nicht nach Plan lief es für die Reserve des TSV Teisendorf. Ersatzgeschwächt und ohne Regionalliga-Kämpfer hatten die Judoka aus dem Berchtesgadener Land gegen den mit zahlreichen Lenggrieser Landesligakämpfern verstärkten TuS Holzkirchen einen schweren Stand und mussten vier Punkte kampflos abgeben, weil je zwei Klassen nicht besetzt werden konnten. »Wir haben das Maximale herausgeholt«, machte Trainer TSV-Carsten Zillmer deutlich. Obwohl er einigen unnötig verlorenen Kämpfen nachtrauerte, blickte der Trainer nach vorne: »Wir wollen jetzt die Heimkämpfe gegen Prien und Traunreut gewinnen und damit doch noch um den Klassensieg mitkämpfen.«

Ein Kampf auf Biegen und Brechen fand zwischen dem gastgebenden TuS Prien und dem TuS Töging statt. Beide Teams zeigten sich beim Aufwärmen schon enorm konzentriert. Bereits der erste Kampf (81 kg) zeigte ausgezeichneten, technisch und kämpferisch hochstehenden Judosport: Adrian Kulisch (Prien) setzte sich gegen Johannes Ametsbichler durch und Raimund Rieger legte den Töginger Harald Schneglberger mit einem Hüftfeger auf die Matte. Dennoch lag Prien nach dem ersten Durchgang mit 4:6 zurück. Nach der Pause waren erneut Kulisch und Rieger (beide 90 kg) erfolgreich. Doch dann konnten die Chiemseer nur noch zwei Erfolge für sich verbuchen – zu wenig, um Töging noch abzufangen. Somit muss Prien trotz guter Leistungen weiter auf das erste Erfolgserlebnis warten. awi