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TuS Traunreut in der Abwehr zu anfällig

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Zu Fall gebracht wurden Michael Müller (vorn) – hier im Duell mit Simon Lämmermeier – und der TuS Traunreut von ihrem Gegner Baldham-Vaterstetten. Letztlich gab es für den TuS eine verdiente 0:3-Heimniederlage. (Foto: Weitz)

Nichts wurde es für die Traunreuter TuS-Kicker in der Fußball-Bezirksliga Ost mit einem Heimdreier gegen den SC Baldham-Vaterstetten. Die Gästemannschaft von Trainer Mike Probst präsentierte sich als kompaktes Team und entführte verdient mit einem 3:0-Erfolg die Punkte aus dem Sportpark.


Der TuS musste auf Stammtorhüter Christopher Mayer (beruflich verhindert), Christian Raue (Urlaub) und Johannes Schreiber verzichten. Daniel Lorenz, Ersatzmann im Traunreuter Kasten, spielte eine fehlerfreie Partie. Doch im Verlauf der Begegnung waren beim Gastgeber deutlich die Defizite zu erkennen. Es fehlten die spielerischen Mittel, die Cleverness in vielen Aktionen – und es war kein Aufbäumen nach dem Rückstand zu sehen. So wird es schwer werden, in den nächsten Spielen zu punkten, die Fans werden sich wohl auf den Abstiegskampf bis zum Saisonende einrichten müssen.

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Dabei begannen die Hausherren gut und hatten auch gleich eine Chance. Nach einer Ecke von Michael Lissek kam Konstantin Klein (5.) zum Kopfball, den Ball konnte Gästetorwart Daniel Leuverink erst im Nachfassen entschärfen. Ein Freistoß von Zisis Kapellas (20.) aus 20 Meter ging am Tor vorbei, Dominik Schneider (25.) probierte es aus 25 Meter, der Tormann konnte den Ball in höchster Not gerade noch festhalten.

Dann ließ sich die Traunreuter Defensive leichtfertig überwinden, Andreas Schmalz flankte in den Strafraum, Sebastian Kneißl verlängerte das Leder mit der Fußspitze ins lange Eck zum 0:1 (35.). Bis zum Pausenpfiff tat sich nicht mehr viel.

In der zweiten Halbzeit kam nicht viel von den Mannen um Kapitän Michael Müller, denn den Ton gaben die Gäste an. Sebastian Kneißl (49.) zog aus halblinker Position ab, Tormann Daniel Lorenz war zur Stelle und wehrte den Ball ab, dann war es wieder Kneißl (52.) der Lorenz zu einer Glanzparade zwang. Gefahr gab es bei der nächsten Möglichkeit: Andreas Schmalz setzte zum Sololauf über 20 Meter an, spielte Torhüter Lorenz aus und das 0:2 (55.) war perfekt – damit war eine Vorentscheidung gefallen. Schon jetzt war beim TuS die Luft raus. Dabei wäre noch genügend Zeit gewesen, die mögliche Niederlage mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln noch zu versuchen abzuwenden. Dominik Schneider (58.) schoss am Kasten vorbei, dann tat sich eine Viertelstunde lang nicht viel auf dem Rasen.

Wie es geht, zeigten dann die Gäste. Wieder war es Andreas Schmalz, der sein Solo zum 0:3 (72.) abschloss, die Entscheidung war gefallen. TuS-Trainer Tom Stutz brachte dann mit Bernd Schweidler, Florian Wiesholler und Robert Schwab frische Offensivkräfte.

Einen Freistoß von Michael Haase konnte Konstantin Klein (75.) nicht zum Torerfolg nutzen, Andreas Schmalz (82.) schoss aus 18 m volley über das Gehäuse. Dann setzte Robert Schwab (83.) zum Sololauf an, scheiterte aber an Tormann Daniel Leuvernik. Bereits mit Gelb verwarnt, musste Michael Lissek (87.) nach einem taktischen Foul vorzeitig mit der Ampelkarte vom Feld, wenig später war Schluss.

»Die letzten drei Begegnungen waren schon enttäuschend vom Spielverlauf her, und hinten sind wir löchrig wie Schweizer Käse«, so das Fazit von TuS-Pressesprecher Dietmar Schwarz. ds