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TuS Traunreut holt sich den Ruperti-Hallentitel

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Der TuS Traunreut holte sich den Titel als Ruperti-Hallenmeister. Unser Bild zeigt (stehend von links): Konrad Bauregger, Wolfgang Thanbichler (beide Volks- und Raiffeisenbank Oberbayern eG) Bernd Schweidler, Christoph Raue, Florian Wiesholler, Johannes Schreiber, Trainer Tom Stutz, Spielleiter Thomas Langner sowie (kniend von links): Ersel Aydinalp, Harald Renges, Christopher Mayer, Michael Müller, Mathias Gorzel. (Foto: Donhauser)

Der TuS Traunreut ist würdiger Nachfolger des SV Ruhpolding als Ruperti-Hallenmeister. Die Siemensstädter setzten sich mit einem hauchdünnen, aber verdienten 1:0-Sieg im Finale gegen Vorjahreschampion SV Ruhpolding durch. Sie holten sich in der Grabenstätter Sporthalle neben dem Pokal auch den Siegerscheck des Turniersponsors. Trainer Tom Stutz war überglücklich: »Wir haben in allen Turnieren eine gute Rolle gespielt, nun sind wir endlich ganz oben.«


Das Turnier wurde erstmals nach den vom BFV gültigen Futsalregeln ausgetragen. »Nach den Anfangsschwierigkeiten haben alle Mannschaften gut in das Turnier gefunden«, freute sich Ruperti-Spielleiter Thomas Langner (Taching). »Wir haben alle ein tolles und faires Turnier mit spannenden Spielen gesehen.«

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Zum Auftakt traf Kreisligist und Vorjahresfinalist TSV Altenmarkt auf den klassentieferen Berchtesgaden: Die Partie endete mit 3:3 und hier kam gleich sechsmal die Regel der kumulierten Fouls mit dem anschließenden Zehn-Meter-Schuss zum Tragen. In den weiteren Spielen der Gruppe A gab es Spannung bis zum Ende: Die Neuauflage des Finales von 2014, Ruhpolding gegen Altenmarkt endete torlos, hier brillierten die Torhüter Matthias Grundl (Altenmarkt) und Tobias Freimoser. Zum Krimi entwickelte sich das Spiel des TSV Berchtesgaden gegen Ruhpolding: Die Truppe von Richard Hartmann führte schnell 3:0 und 4:2, sodass der SVR vor dem Vorrunden-Aus stand. Aber in den letzten drei Minuten überschlugen sich die Ereignisse: Zwei Zehn-Meterschüsse durch Jonas Neuhofer und Elvis Aydin führten zum 4:4-Ausgleich. Mit dem letzten Schuss jenseits der Mittellinie traf Burat Aydin mit der Schlusssirene zum 5:4 für Ruhpolding. Erst einmal wusste keiner, ob der Treffer zählt oder nicht. Aber nach heftigen Diskussionen gaben die Schiedsrichter Johann Wichtlhuber (SC Schleching) und Anton Feil (TSV Bad Reichenhall) dem Regelwerk entsprechend den Treffer. Das sollte letztlich zum Vorrunden-Aus für Berchtesgaden führen, denn Altenmarkt zog mit einem 2:1-Sieg gegen den FC Freilassing ins Semifinale ein.

In der Gruppe B setzte sich Favorit TuS Traunreut mit drei Siegen durch, wobei nur das Auftaktspiel gegen den SBC Traunstein (1:0) eng war. Zweiter Halbfinalteilnehmer war der TSV Grabenstätt, der im ersten Spiel einen 0:2-Rückstand im Derby gegen Übersee in einen 4:3-Sieg umwandelte. Ein 2:0 gegen Traunstein reichte schließlich zum Weiterkommen. »Wir haben das Futsalspiel kaum trainiert und sind überrascht, dass es so gut läuft«, meinte TSV-Torhüter Martin Spiegelberger.

In der Zwischenrunde spielten die Dritt- und Viertplatzierten über Kreuz gegeneinander. Hier setzte sich in den vier Spielen der SB Chiemgau Traunstein durch. Die Dritte Mannschaft der Kreisstädter um Kapitän Franco Spedicato, der selbst viermal traf, zeigte eine tolle Vorstellung.

Das erste Halbfinale bestritten der TuS Traunreut und der TSV Altenmarkt, hier setzten sich die Siemensstädter klar mit 3:0 durch. Im Halbfinale war wieder der SV Ruhpolding an einem der spannenden Spiele beteiligt. Gegen den TSV Grabenstätt ging es hin und her: Robin Dirnberger, Jens Eckl und Nicolas Eckl brachten den Gastgeber bei den Gegentreffern von Walter Graßl und Jonas Neuhofer, die jeweils vom Punkt trafen, mit 3:2 in Führung. In der Schlusssekunde gab es noch einen Foul-Sechsmeter, den Neuhofer zum 3:3 nutzte. Im anschließenden Sechsmeterschießen mussten 22 Schüsse herhalten, um den Sieger zu ermitteln. Elvis Aydin machte schließlich den Finaleinzug für den SVR perfekt.

Das kleine Finale ging an den TSV Grabenstätt, der sich durch ein Tor vor Robin Dirnberger in der Schlussphase mit 1:0 durchsetzte. Genauso spannend verlief das Endspiel zwischen dem TuS Traunreut und dem SV Ruhpolding. Beide schenkten sich nichts, aber die Torhüter Freimoser und Christopher Mayer waren nicht zu bezwingen. Auch Ersel Aydinalp (TuS) vergab einen Strafstoß. Doch 30 Sekunden vor dem Ende fiel doch noch die Entscheidung. Nach einem Konter bediente Aydinalp mustergültig Johannes Schreiber, der aus kurzer Distanz zum Siegtreffer für den TuS Traunreut einschoss. TuS-Trainer Tom Stutz: »Es war ein enges Spiel, keiner wollte aufmachen, Respekt an den SV Ruhpolding, der ein würdiger Finalgegner war«. Beide Finalisten haben sich für die Inn/Salzach-Kreismeisterschaft im kommenden Jahr qualifiziert.

Bei der anschießenden Siegerehrung bedankte sich Thomas Langner beim Sponsor (Volks- und Raiffeisenbank Oberbayern eG), dem TSV Grabenstätt für die tolle Organisation und allen Beteiligten des Turniers und überreichte TuS-Kapitän Michael Müller den Siegerpokal. Als bester Torwart wurde Tobias Freimoser (Ruhpolding) gewählt, bester Spieler des Turnier war Ersel Aydinalp (TuS Traunreut), der sich mit Marek Brezina (Berchtesgaden) auch die Torjägerkanone (5 Tore) teilte. td