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TuS Traunreut »extrem heiß« auf Schönau

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In der Fußball-Kreisliga Gruppe II ist Spitzenreiter TSV Waging an diesem Wochenende spielfrei – für die beiden ernsthaftesten Verfolger SG Schönau (in Traunreut) und TSV Kastl (in Berchtesgaden) besteht also die Chance, den Rückstand auf die »Seerosen« auf drei beziehungsweise sieben Punkte zu verkürzen.


Zuschauermagnet Nummer eins dürfte an diesem Wochenende aber das Derby zwischen dem TSV Peterskirchen und dem TSV Altenmarkt sein, zu dem die Gäste trotz der kurzen Anreise per Bus kommen.

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Für einen Teil der 15 Kreisliga-II-Teams geht es übrigens bereits nach diesem Wochenende in den »Winterschlaf«, acht Clubs müssen dagegen noch am 1. Dezember zu Nachholspielen ran.

Zu diesen Vereinen gehören auch der SB Chiemgau Traunstein II und der SV Laufen, die sich am morgigen Samstag um 14 Uhr im EHG-Stadion gegenüberstehen. Die Mannen von SBC-Trainer Franz Gruber fordern eine Woche später noch Tabellenführer Waging heraus (wiederum daheim), der SVL muss dann noch in Kay ran.

Die Traunsteiner, die am vergangenen Wochenende ihre erste Heimniederlage kassierten (0:2 gegen den FC Mühldorf), wollen sich für diesen schwachen Auftritt rehabilitieren und zudem fürs 1:2 aus der Vorrunde Revanche nehmen. Einen Favoriten gibt es in diesem Duell nicht, zumal die Differenz zwischen dem Siebten und dem Zehnten nur einen Punkt beträgt.

Auf Laufener Seite fehlt zwar Stammtorwart Michael Höglauer (vorderes und hinteres Kreuzband angerissen/Operation nicht erforderlich), dennoch gibt sich SVL-Pressesprecher Christian Schmidbauer optimistisch. Er attestiert zahlreichen Spielern des Kruno-Ruzic-Teams »eine erkennbare Leistungssteigerung in den letzten Wochen. Trotzdem werden das harte 90 Minuten für uns in Traunstein«, so Schmidbauer.

Ein Gegner, auf den die Kicker des TuS Traunreut laut Trainer Hans-Günter Bernauer »extrem heiß« sind, gastiert am Samstag um 14.30 Uhr in der Siemensstadt: die SG Schönau. Die Grün-Weißen haben mit den Mannen vom Königssee nämlich noch ein Hühnchen zu rupfen. »Das 0:1 in der Vorrunde war neben dem 1:1 gegen Kay und dem 1:2 gegen Anger das Spiel, das uns am meisten ärgert – damals haben wir 88 Minuten auf ein Tor gespielt und sind trotzdem leer ausgegangen«, erinnert sich Bernauer, der die schwache Chancenverwertung als Hauptmanko in dieser Saison betrachtet.

»Das Positive ist, dass wir uns viele Chancen erspielen. Doch wir treffen einfach die Kiste nicht«, klagt Bernauer, der dieses Dilemma auch am vergangenen Wochenende in Kastl aufs Neue erleben musste. »Dieses 0:3 sieht zwar klar aus, der Spielverlauf war es aber nicht. Ich habe in Kastl ein Chancenverhältnis von 6:6 in einem wirklich guten Spiel gesehen«, betont der TuS-Trainer.

Bernd Schweidler steht wegen eines Todesfalls in der Familie möglicherweise gegen den Tabellenzweiten nicht zur Verfügung. Kein Thema dürfte auch der Einsatz von Adrian Klein sein, der als »Andenken« aus Kastl eine Kapselverletzung am Sprunggelenk mitbrachte. »Sonst sind wir aber komplett«, sagte Bernauer.

Zur selben Zeit (Samstag, 14.30 Uhr, Mörntal-Stadion) möchte sich der TSV Peterskirchen im Heimspiel gegen den TSV Altenmarkt für die denkwürdige 1:2-Hinspiel-Niederlage revanchieren. Denkwürdig war dieses Duell vor allem deshalb, weil ausgerechnet die beiden Ex-Peterskirchner Rainer Grafetstetter und Daniel Gollasch die Treffer zum glücklichen Sieg der Fleißner-Crew erzielt hatten. Für beide Teams ist danach Winterpause. »Wir wollen uns mit einem Sieg verabschieden – das ist ganz klar«, so Peterskirchens Spartenleiter Florian Otten.

Während der Winterpause wollen es die Peterskirchner, die fünf Punkte Rückstand auf die Gäste aus Altenmarkt aufweisen, etwas ruhiger angehen lassen. Das einzige Hallenturnier, an dem man teilnimmt, ist der Sparkassen-Cup des TSV Trostberg, zur Frühjahrsrunden-Vorbereitung soll unter anderem auch wieder ein Trainingslager organisiert werden.

»Fünf vor Zwölf« ist es für den TSV Berchtesgaden, der morgen um 14.30 Uhr auf der Breitwiese den TSV Kastl begrüßt. Setzen die Hausherren auch dieses Match in den Sand, dann dürfte der Abstieg nach nur einem Kreisliga-Jahr kaum noch abzuwenden sein.

Berchtesgadens Trainer Richard Hartmann ließ nach der Niederlage in Hammerau anklingen, dass die Kreisliga möglicherweise eine Etage zu hoch sein könnte für seine Truppe: »Ich kann keinem Spieler einen Vorwurf machen, alle haben auf höchstem Niveau gekämpft, aber es hat dennoch nicht gereicht.«

Nicht reichen für den Klassenerhalt wird es eventuell auch für Schlusslicht FC Perach, das morgen um 14.30 Uhr als Außenseiter beim TSV Bad Reichenhall antritt. Im Hinspiel gab es jedoch immerhin eine Punkteteilung (1:1).

Erst um 16 Uhr wird morgen das Heimspiel des SV Kay im Stadion an der Trostberger Straße gegen den SC Anger angepfiffen. Obwohl die Kayer das Hinspiel 4:2 gewannen, haben sie zurzeit sechs Punkte Rückstand auf die Michi-Schlagintweit-Elf, die als Tabellensechster zweifellos zu den positiven Überraschungen dieser Saison gehört.

Da heuer noch zwei Heimspiele anstehen, möchten die Kicker von SVK-Trainer Hans Fuchs unbedingt ihre enttäuschende Heimbilanz (2-1-4; 9:15 Tore) egalisieren – das wäre ein schöner Abschluss des Jahres 2012, in dem man freilich von erheblichen personellen Problemen geplagt war.

Im einzigen Sonntagsspiel gastiert der FC Hammerau um 14.30 Uhr beim FC Mühldorf. Es ist das Kellerduell der Runde, wobei beide Teams noch gute Chancen auf den Ligaverbleib haben. Die aktuelle Form scheint jedenfalls zu stimmen, denn es prallen zwei Vorwochensieger aufeinander.

Nach wie vor fehlen wird bei den Gästen Kapitän Martin Seidl (Zerrung und Schienbeinverletzung). Für beide Mannschaften ist es der letzte Auftritt im Jahr 2012, das Hinspiel gewann der Hammerauer »Club« mit 2:1. cs

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