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TuS ist heiß auf ersten Auswärtssieg

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Er fehlt dem TuS diesmal: Michael Lissek. (Foto: Weitz)

»Hinter uns gibt es Mannschaften, die ein oder zwei Spiele weniger ausgetragen haben als wir – gefühlt stehen wir schon noch auf einem Direktabstiegsplatz.« Diese Aussage von Markus Tesche, dem Fußball-Abteilungsleiter des TuS Traunreut, trifft natürlich zu. Sieht man die Lage jedoch positiv, so nehmen die Bezirksliga-Fußballer aus der Siemensstadt vor dem heutigen Auswärtsduell beim ASV Au (Anstoß ist um 14.30 Uhr) einen Nichtabstiegsplatz ein. Und dieser aktuelle zwölfte Rang würde am Saisonende die »Rettung ohne Nachsitzen« bedeuten.


»Wir müssen jetzt endlich anfangen, auch auswärts zu punkten«, redet Tesche Klartext, wohl wissend, dass die Stutz-Schützlinge in der Fremde eine verheerende Bilanz (0-2-8) zu Buche stehen haben. Mit einem Ergebnis wie im Hinspiel, das der TuS mit 4:3 gewann, könnten die Grün-Weißen also gut leben. Doch die Auer – mit dem höherklassig erfahrenen Matthias Poschauko (32 Jahre) in ihren Reihen – weisen eine relativ gute Heimbilanz auf (5-3-2).

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Auf alle Fälle haben die Traunreuter durch ihre teils bärenstarken Auftritte in der Rückrunde viel Selbstvertrauen getankt. Nicht nur wegen ihres Kunstrasen-Vorteils sind sie Fünfter der Rückrunden-Tabelle – unter anderem steht ja auch das beachtliche 0:0 beim Fast-Landesligisten ESV Freilassing in der Ergebnisliste. Zum Thema Kunstrasen meint Tesche übrigens: »Natürlich wollen wir bald wieder auf Naturrasen spielen. Wir sind in meinen Augen auch da spielerisch stark genug, um die Klasse halten zu können.« Noch nicht klar ist, wer in der neuen Saison als Trainer an der Seitenlinie stehen wird.

»Tom Stutz ist unser erster Ansprechpartner, die Verhandlungen laufen«, erklärt Tesche. Dabei ist es kein Geheimnis, dass man im TuS-Lager während dieser Runde nicht immer restlos zufrieden war mit der Arbeit des Meistermachers. Der selbst gab Auskunft zur Personalsituation im Team: »Für Michael Lissek, der ja gesperrt ist, wird Stefan Pitzka in die Mannschaft kommen. Dominik Schneider ist nach seinem Kapseleinriss im Sprunggelenk auch wieder auf einem guten Weg. Wir werden ihn nach Au mitnehmen, wo er zumindest auf der Bank Platz nehmen wird.«

Seine Jungs seien gut drauf, betont Stutz, »man merkt, dass die Vorbereitung gut war, und auch das Trainingslager gut war.« Aus seiner im Frühjahr teils toll aufspielenden Truppe wollte er Torjäger Johannes Schreiber noch herausheben – nicht nur deshalb, weil dieser in jedem Spiel getroffen hat, sondern weil er auch sonst für jede Menge Wirbel in der gegnerischen Abwehr sorgt. Verärgert ist Stutz nach wie vor über die einzige Niederlage bei drei Auftritten im Jahr 2016. »Dieses 1:2 in Dorfen war absolut unnötig. Da sind wir drauf und dran, das 2:1 zu machen, dann kriegen wir in der Schlussminute noch den entscheidenden Gegentreffer. Das war bitter.«

Nun soll in Au der erste Dreier in der Fremde gelingen - »unbedingt«, so der TuS-Trainer. Übrigens: Wie lange Lissek gesperrt ist, stand gestern laut Tesche noch nicht fest. »Ich rechne aber mit zwei Spielen«, sagte der Abteilungsleiter, »die Stellungsnahme des Schiedsrichters ist relativ mild.« cs