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TuS bleibt in der Erfolgsspur

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In einer kampfbetonten Partie mit neun Gelben und einer Gelb-Roten Karte unterlag Fußball-Kreisligist SG Schönau dem TuS Traunreut mit 1:2. Die Mannschaft vom Königssee versuchte es immer wieder mit hohen Bällen in den Strafraum, wo jedoch der groß gewachsene Traunreuter Abwehrchef Konstantin Klein immer wieder Endstation war.


Das Spiel fand auf dem Kunstrasenplatz statt, weil Schiedsrichter Benedikt Seubert die Linien nicht sehen konnte. »Ich konnte die ganze Woche über nicht linieren, weil es dauernd geregnet hat«, erklärte hierzu Stadionchef Wolfgang Fegg.

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Schönaus Trainer Alfons Aschauer war aufgrund des Ausfalls seiner halben Mannschaft zu Umstellungen gezwungen. So erwies sich der Schönauer Sturm als laues Lüftchen, Rechtsaußen Sebastian Wessels mühte sich zwar immens, doch alleine auf sich gestellt fehlte dem trickreichen und schnellen Stürmer das nötige Durchsetzungsvermögen. Auf der linken Seite mit Bastian Zange kam so gut wie gar nichts. Ferner vermisste man Schussversuche aus der zweiten Reihe, in der recht schussgewaltige Akteure sind.

Die Traunreuter machten zunächst das Spiel und setzten die Gastgeber permanent unter Druck. Dennoch waren es die Schönauer, die nach knapp einer halben Stunde nach einem Entlastungsangriff in Führung gingen. Zange flankte in einer seiner wenigen gelungenen Szenen auf den mitgelaufenen Mannschaftskapitän Andreas Fernsebner, der per Kopf einnickte (29.).

Doch auch mit der Führung im Rücken wurde das Spiel der Königsseer nicht sicherer und so glich der TuS drei Minuten vor dem Halbzeitpfiff durch Mittelstürmer Bernd Schweidler aus. Mit dem Unentschieden ging es auch in die Pause.

Im zweiten Spielabschnitt neutralisierten sich die beiden Mannschaften zunächst. Die Gäste aus der Siemensstadt versuchten weiterhin aus einer sehr sicher agierenden Abwehr mit Steilpässen zum Erfolg zu kommen. In der 49. Minute erzielte Johannes Schreiber das 2:1 für den TuS; sein Schuss wurde unhaltbar für SG-Torhüter Christian Thurner von einem Schönauer abgefälscht.

Die erste Schönauer Chance in der zweiten Spielhälfte eröffnete sich nach einer Flanke von Stefan Weinbuch, doch der Kopfball des eingewechselten Markus Lochner ging knapp daneben (60.). Auf der anderen Seite bewahrte Schlussmann Thurner seine Elf bei einem gefährlichen Freistoß von Michael Müller mit einem blitzschnellen Reflex vor einem höheren Rückstand (69.).

Als Daniel Gromotka wegen wiederholten Foulspiels in der 82. Minute vorzeitig zum Duschen geschickt wurde, wussten die Schönauer nichts mit den Räumen anzufangen. So verlor die SG Schönau auch ihr zweites Heimspiel in Folge. »Ein Punkt wäre verdient gewesen« lautete der knappe Kommentar von Trainer Alfons Aschauer. pcw