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TSV Waging gastiert beim Kostner-Team

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Wagings Stefan Hinterreiter (links) – hier im Duell mit Sebastian Huber vom TSV Ampfing – hofft, dass seine Mannschaft heute gegen Dorfen punktet. (Foto: Butzhammer)

Eine knifflige Prüfung haben die Bezirksliga-Fußballer des TSV Waging am heutigen Samstag um 17 Uhr zu absolvieren: Beim Rangvierten TSV Dorfen, trainiert von Ex-Profi Michael Kostner, dürften die Trauben ziemlich hoch hängen. Trotz großer Verletzungssorgen vor und nach dem Saisonstart (zuletzt erwischte es Cüneyt Pala schlimm/wir berichteten) haben die Kicker aus dem Landkreis Erding gleich mal am Tor zur Tabellenspitze angeklopft und gehen gegen den Fast-Absteiger aus der vergangenen Saison favorisiert ins Rennen.


Trotz der offensichtlichen Überlegenheit des TSV Ampfing am vergangenen Wochenende im Wilhelm-Scharnow-Stadion bezeichnet Wagings Abteilungschef Stefan Hinterreiter die 0:1-Niederlage seiner Crew rückblickend als »unglücklich, weil wir den Gegentreffer erst kurz vor Schluss bekommen haben«. Man hätte den Schweppermännern angemerkt, »dass sie unter der Woche kein Spiel hatten – sie waren meist einen Schritt und oftmals auch gedanklich schneller«, so der 34-jährige Innenverteidiger der »Seerosen«, der im Übrigen zu den besten Akteuren auf dem Feld zählte.

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Im Team des Waginger Trainerduos Robert Kranich/Bruno Tschoner gibt es erneut den einen oder anderen Ausfall zu beklagen: Neuzugang Simon Singhammer ist nach wie vor verletzt und wird möglicherweise sogar längerfristig nicht zur Verfügung stehen. Zudem befindet sich Basi Maier im Urlaub und der Einsatz von Berni Mühlbacher und Franz Eder ist fraglich.

Im Tor hatte das Trainerteam vor dem Ampfing-Spiel einen Wechsel vorgenommen: Der frühere Oberfeldkirchner Thomas Würnstl, dem Torwarttrainer Rudi Tschoner »eine gute Entwicklung« bescheinigt und der in den ersten beiden Saisonspielen das Gehäuse gehütet hatte, musste dem österreichischen Sommer-Neuzugang Manfred Sommerauer weichen, der gegen die Schweppermänner sein Pflichtspiel-Debüt für Waging gab. »Manfred konnte in der Vorbereitung nicht so oft trainieren, wie wir uns das vorgestellt hatten – es ist auf alle Fälle sehr wichtig, dass wir zwei gute Keeper haben«, so Rudi Tschoner, der seinen Goalies in diversen Sonderschichten schweißtreibende »Flugstunden« gibt. Man darf also schon mal gespannt sein, wer heute in Dorfen zwischen den Pfosten steht, wobei ein neuerlicher Wechsel eher unwahrscheinlich erscheint. Hinterreiter betrachtet die jüngste 0:5-Schlappe der Dorfener in Kastl als »Ausrutscher, denn da hat sicher der Schock nach der schweren Pala-Verletzung mit reingespielt«. Doch auch ohne den 27-jährigen Routinier, der früher beim TSV Wasserburg in der Bezirksoberliga am Ball war, sei die Qualität im Kader der Kostner-Elf sehr groß, meint Hinterreiter, der vor allem vor dem Ex-Trostberger »Ötzi« Kart Respekt zeigt.

»In Dorfen ist es nie leicht zu spielen, was auch an den Fans liegt, die sehr emotional und nah am Geschehen mitfiebern«, erklärt der Waginger Defensivmann, »bisher konnten wir in Punktspielen gegen diese Mannschaft nichts holen. Hoffentlich ändert sich das am Samstag.«

Dass die »Seerosen« nach der englischen Auftakt-Woche nun wieder eine normale Trainingswoche hinter sich gebracht haben, sei ideal gewesen, so Hinterreiter, »dadurch konnten wir wieder etwas Kraft tanken«. cs