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TSV Tittmoning rückt in der Bundesliga nach vorn

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Auch sie trug zum guten Ergebnis des TSV Tittmoning bei: Julia Birck. (Foto: Weitz)

Ein sehr erfreuliches Ergebnis mit der I. Mannschaft und eine ordentliche Bilanz mit dem Team II verbuchte der TSV Tittmoning bei seinem Heimkampf in der Turn-Bundesliga. In der Bergader-Sportarena in Waging wurde der TSV Tittmoning I in der I. Bundesliga Tagesdritter und rückte damit in der Gesamtwertung sogar auf den 2. Platz vor. Die Organisation der Wettkämpfe hatten die Kunstturnabteilung des TSV und des Gym Tittmoning sowie der TSV Waging geleistet.


Der TSV Tittmoning II verbuchte in der II. Bundesliga den 5. Platz. Auch hier ist man nach zwei von vier Wettkampftagen mit dem 4. Platz der Gesamtwertung im Soll. In der III. Liga war der Gastgeber nicht vertreten, hier holte sich die TuG Leipzig den Sieg.

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»Vor allem in der Ersten Bundesliga lief das sehr gut – so, wie wir uns das vorgestellt haben«, freute sich Trainerin Natalie Pitzka. Dass man in der Gesamtwertung nun sogar auf Platz 2 liege, sei »echt super«. Ganz vorne lag auch in Waging wieder der in der Bundesliga dominierende MTV Stuttgart, der in Waging mit 195,45 Punkten an den vier Geräten Sprung, Barren, Balken und Boden die Bestleistung markierte. Der Tagessieger erhält für die Gesamtwertung 14:0 Mannschaftspunkte, der Zweite – in Waging war dies die TG Karlsruhe – 12:2 und der Dritte 10:4; nach diesem System geht dies bis Platz 8 (0:14 Punkte) weiter.

Die Karlsruherinnen hatten 3,75 Zähler Rückstand auf den MTV und lagen knapp vor den Gastgeberinnen (190,05). Für den TSV waren Lokalmatadorin Sonja Fischer aus Traunreut sowie Leonie Papke, Julia Birck, Lisa Zimmermann und Emma Maleski im Einsatz.

Günstig dabei für die Schützlinge von Natalie Pitzka: Mitkonkurrent TZ DSHS Köln patzte mit der schwächsten Leistung aller acht Teams am Boden und kam in der Tageswertung nur auf den fünften Rang. Der TSV hat zudem als Gesamtzweiter seine Chancen ausgebaut, nach den vier Bundesliga-Kampftagen unter den besten Vier zu sein, die das Finale bestreiten.

In der II. Bundesliga waren für den TSV Lisa Dauth, Clara Pelzl, Sophia Steurer, Ioanna Varro, Leonie Schmedthenke und Jannique Müller vorgesehen. Da Müller erkrankte, musste sie am Barren durch Pelzl ersetzt werden, die damit in allen vier Disziplinen ran musste.

Sehr gut lief es für den TSV II vor allem beim Sprung (3.) und am Balken (2.). So kam der Tittmoning II (170,70 Punkte) auf Rang 5 der Tageswertung, zur drittplatzierten Frankfurter Eintracht fehlten nur 1,1 Punkte. Ganz vorne waren die dominierenden Mannschaften KTV Dortmund und KTG Hannover. Doch weil die Turnerinnen aus Niedersachsen am Balken (7.) patzten, lag Dortmund diesmal klar vor der KTG.

In der Gesamtwertung allerdings liegt Hannover noch knapp vor der KTV. Für Tittmoning II (Gesamt: 4.) besteht in Sachen Klassenerhalt ohnehin nur eine theoretische Gefahr, doch beim TSV will man mehr; »wir wollen da schon unter den besten Vier bleiben«, betont Pitzka.

In der III. Bundesliga holte sich die TuG Leipzig Tagessieg und Gesamtführung. Auftaktsieger Lüneburg musste dagegen ohne die tschechische WM-Teilnehmerin Lucie Jirikova antreten und verlor vor allem am Barren (über acht Punkte Rückstand auf Rang 7) massiv Punkte – in der Tageswertung gab es nur Rang 7.

Auch bei der III. Liga am zweiten Wettkampftag waren viele Fans in der Arena, doch »bei der Ersten Bundesliga am ersten Abend war die Halle so voll, dass wir sogar den VIP-Bereich für die 'normalen' Zuschauer öffnen mussten«, freut sich Pitzka über die gute Resonanz. Auch Startturner Marcel Nguyen war hier übrigens zu Gast.

Für Sonja Fischer und zwei Nachwuchsturnerinnen geht es am letzten Ferienwochenende zu einem Wettkampf um Qualifikationspunkte zur Deutschen Meisterschaft. Am Wochenende 21./22. April geht es wieder in Waging zur Sache: Dort wird die Bayerische Meisterschaft der Kürturnerinnen ausgetragen.

Bei den Bundesliga-Wettkämpfen wurde gleich nach der III. Liga die Halle aufgeräumt. »Dabei stellt die Deutsche Turnliga den kompletten Gerätesatz. Dieser wird nach den Wettbewerben in einen Container geladen, der jeweils zu den Bundesliga-Kämpfen gefahren wird«, erläutert Pitzka. So werden auch ihre Schützlinge beim nächsten Bundesliga-Wettbewerb (14./15. April in Monheim) wieder an den »vertrauten« Geräten antreten können. who