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TSV Teisendorf mit vollem Bus zum Spitzenspiel

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Auf seine Rückkehr hofft der SV Seeon/Seebruck im Kellerduell gegen den SV Oberteisendorf: Marco Erber, hier im Duell mit Florian Pühra, der mit dem TSV Neumarkt-St. Veit diesmal im Spitzenspiel den TSV Teisendorf zu Gast hat. (Foto: Wirth)

Es ist angerichtet: In der Fußball-Kreisliga II blickt diesmal alles auf das Top-Spiel zwischen Gastgeber TSV Neumarkt-St. Veit und dem TSV Teisendorf. Der Aufsteiger weist als Tabellenführer exakt die gleiche Spitzenbilanz auf wie die Sonntagsgäste (Anpfiff 14.30 Uhr) aus dem Berchtesgadener Land. Beide Teams haben im bisherigen Verlauf sechsmal gewonnen und einmal remisiert.


»Wir freuen uns schon sehr auf dieses Spiel. Der Fanbus ist voll, danach gibt’s bei den Gastgebern Schweinsbraten und Bier«, zwinkert Teisendorfs Teamchef Sepp Aschauer, der mit seiner Truppe saisonübergreifend auf 13 Partien ohne Niederlage (elf Siege, zwei Unentschieden) blickt. Zudem kann Aschauer aus dem Vollen schöpfen: Zum ersten Mal seit er den TSV Teisendorf betreut hat er so gut wie alle Mann an Bord – unter der Woche ist also ein Konkurrenzkampf um die Startformation entbrannt.

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Dennoch könnte es gut sein, dass der so treffsichere Tobi Mayer trotz seiner beiden Treffer beim jüngsten 2:1-Sieg gegen Kay auf der Bank Platz nimmt, denn der technisch versierte Akteur ist ein echter Edeljoker. Manfred Reiter und Christoph Mitterauer werden wohl von Beginn an die Offensive stellen. »Der Mani ist ein großer, kopfballstarker Spieler – das kann uns auf dem kleinen Platz in Neumarkt zugutekommen«, meint Sepp Aschauer. Der einstige Klassekicker des SV Kirchanschöring hat in seiner Karriere noch nie beim TSV Neumarkt-St. Veit gespielt. »Auf die dortige Anlage und auch auf die Atmosphäre bin ich schon sehr gespannt«, so der Teisendorfer, der den Gastgebern eine ähnliche Spielanlage bescheinigt wie seiner Elf.

Der SV Saaldorf ist auch nach sieben Spielen noch ungeschlagen. »Von den Punkten her passt alles, schließlich haben wir nicht vergessen, dass wir Aufsteiger sind«, so Trainer Mathias Rehrl, »aber spielerisch haben wir einen kleinen Durchhänger«, so der Trainer, der sich mit seiner Truppe am Sonntag auf eigenem Rasen (15 Uhr) gegen die U 23 des SB Chiemgau Traunstein viel vorgenommen hat. »Wir wollen so richtig Dampf machen. Das ist auch das erste Spiel in dieser Saison, vor dem ich offensiv sage: 'Ich erwarte einen Sieg'.«

Die Gäste aus Traunstein stehen gemeinsam mit dem SV Seeon/Seebruck und dem SV Oberteisendorf zwar auf dem letzten Tabellenplatz, holten aber jüngst beim Vierten in Siegsdorf ein beachtliches 1:1.

Nach drei Niederlagen in Folge geht es für den TSV Bad Reichenhall am Samstag (15 Uhr) im eigenen Nonner Stadion gegen den FC Töging II durchaus um einiges. »Richtungsweisend« lautet das Schlagwort. Trainer Michi Schlagintweit hat Woche für Woche mehr Ausfälle zu kompensieren – das schlägt sich auch auf dem Rasen nieder. »Jetzt gegen Töging kommen Michi Kantsperger und Georg Hocheder auf der Verletztenliste dazu«, so der Reichenhaller Trainer.

Für den SV Oberteisendorf geht es am Sonntag um 16 Uhr beim SV Seeon/Seebruck um Punkte im Kampf gegen den Abstieg. Die Hausherren haben seit ihrem Saison-Auftaktsieg gegen Reichenhall nicht mehr gewonnen – beide Mannschaften weisen nach sieben Spieltagen magere vier Zähler auf. Immerhin konnte der SVO zuletzt daheim gegen den TSV Buchbach II mit einem Last-Minute-2:2 einen Punkt ergattern, während Seeon das Kellerduell in Töging mit 1:3 abgeben musste. Doch trotz des glücklichen Remis gegen Buchbach war Oberteisendorfs Teamchef Andi Horner mit der Vorstellung seiner Elf nicht zufrieden. Abteilungsleiter Christoph Grabner sprach sogar von einer »katastrophalen Vorstellung«.

»Die Gegner in der Kreisliga sind abgebrühter und zeigen uns ab und zu die Grenzen auf«, meint Seeons Pressesprecher Thomas Donhauser. Zwar spiele man immer gut mit, doch es fehle eben auch das nötige Quäntchen Glück. Nun wolle man »alle Kräfte mobilisieren um gegen Oberteisendorf zu gewinnen«, so Donhauser.

Hoffnung besteht bei den Hausherren auf den Einsatz von Marco Erber und Sturmführer Michi Gernhäuser, mit denen auch die Gefährlichkeit zurückkommen soll. »Die Mannschaft und das Trainerteam um Ralf Rößler leisten hervorragende Arbeit, nun muss nur noch der Knoten platzen«, gibt sich Donhauser erwartungsvoll.

Den Blick eher nach unten gerichtet hat diese Saison auch die SG Schönau, die am Samstag (15 Uhr) beim TSV Buchbach II ihre Visitenkarte abgibt. Freilich: Das jüngste 0:0 gegen Saaldorf war ein Ausrufezeichen.

Ebenfalls am Samstag stehen sich der SV Kay und der FC Perach (15 Uhr) sowie der TSV Siegsdorf und der TSV Peterskirchen (16 Uhr) gegenüber. Die zu Hause noch ungeschlagenen Kayer möchten ihre Position in der oberen Tabellenhälfte mit einem Sieg festigen.

Und im Landkreis-Derby in Siegsdorf treffen zwei Tabellennachbarn aufeinander: Während die Crew von Willi Aigner als Vierter im Gegensatz zu den letzten beiden Heimspielen (in denen sie fünf Punkte liegen ließen) ihren Heimvorteil nutzen will, möchten die Peterskirchener auswärts unbesiegt bleiben und eventuell sogar ihren ersten Dreier in der Fremde einfahren.

»Unsere Leistung gegen Traunstein II war sicher nicht schlecht, das 1:1 war für den SBC schmeichelhaft«, so der Siegsdorfer Pressesprecher Markus Germann. »Für einen Platz ganz vorne sind wir noch nicht reif genug – das hatte ich schon vor dem Neumarkt-Spiel vermutet«, meint Peterskirchens Spielertrainer Daniel Winklmaier. Insofern ist an der Autobahn eine ausgeglichene, spannende Begegnung zu erwarten. sts/cs